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Niemegk: Neue Parkvorschriften für Kirchplatz

Entscheidung im Bauausschuss Niemegk: Neue Parkvorschriften für Kirchplatz

Weil sein Eingang regelmäßig zugeparkt wird, muss Lutz Rading zuweilen über den Zaun klettern, um auf sein Grundstück zu kommen. Der Niemegker ist verzweifelt – im Ernstfall kämen nicht mal Feuerwehr oder Krankenwagen zu ihm durch. Die Parksituation auf dem Kirchplatz stand daher erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

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Der Kirchplatz ist tagsüber ein beliebter Parkplatz.

Quelle: Josephine Mühln

Niemegk. Lutz Rading ist verzweifelt. Regelmäßig ärgert sich der Niemegker über Autofahrer, die vor dem Eingang seines Grundstücks am Kirchplatz parken. „Wir müssen über den Zaun klettern, um zur Tür zu kommen“, sagt Rading. Er habe sich über die Parksituation am Kirchplatz schon häufiger bei der Verwaltung beschwert. Passiert sei bisher nichts. Beim jüngsten Bauausschuss stand das Thema erneut auf der Tagesordnung.

Besonders problematisch sei auch, dass im Notfall weder Krankenwagen noch Feuerwehr zu ihm ran kämen, sagt Rading. „Dazu kommen die Reparaturen am Zaun, gegen den Autofahrer regelmäßig fahren.“ 80 Schäden habe er in den vergangenen 20 Jahren gezählt. Nur zwei Fahrer seien zu ihm gekommen und hätten sich entschuldigt.

Parkverbot parallel zu den Häusern?

Vom Ordnungsamt habe Rading stets die Antwort gekommen, dass es vor dem Grundstück keinen Bürgersteig gebe, die Autos dort also offiziell parken dürften. Tatsächlich ist am Kirchplatz nur durch verschiedene Pflastersteine ein Fußweg angedeutet. Einen Bordstein gibt es nicht.

Der Bauausschuss beriet verschiedene Lösungen. So wurde vorgeschlagen, parallel zu den Häusern ein Parkverbot auszusprechen – außer auf dem hinteren Teil des Platzes, wo der Pfarrer und verschiedene Ärzte angesiedelt seien und die parkenden Autos nicht stören würden.

Denkbar sei auch, das Parken in nur eine Richtung zu erlauben und eine zwei Stunden-Regelung einzuführen. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass ein komplettes Parkverbot für den Platz keine Lösung sei. „Dann ist das Geschrei groß“, stellte Bauamtsleiter Thomas Griesbach fest. „Jede Idee, die dort umgesetzt wird, ist nicht wirklich glücklich.“

Richtungsänderung der Einbahnstraße könnte die Lösung sein

Schließlich einigte man sich darauf, die Richtung der Einbahnstraße zu ändern – was Rading in einem früheren Bauausschuss bereits vorgeschlagen habe, wie er der MAZ sagte. Außerdem solle dann nur noch das Parken auf der Innenseite erlaubt sein, so dass die Eingänge der anliegenden Grundstücke frei bleiben müssten. Das solle ein erster Versuch sein, die Situation auf dem Niemekger Kirchplatz zu entschärfen.

Das Ehepaar Rading plant seinerseits, das Grundstück künftig mit einem Betonzaun zu sichern. Dann seien die Autofahrer vielleicht ein bisschen aufmerksamer – wenn ihr Auto und nicht der Zaun eine Beule bekäme.

Von Josephine Mühln

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