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Niemegk packt die Lederhose aus

Bald is o’zapft Niemegk packt die Lederhose aus

Mitten im Hohen Fläming gibt es am Wochenende eine große Portion bayerisches Partyflair zu erleben. Das Niemegker Oktoberfest geht in die 25. Runde und verspricht nicht nur Lederhosen- und Dirndlträgern eine Gaudi der Extraklasse. Wer die diesjährige Oktoberfestkönigin sein wird, behält Fest-Organisator Bodo Höhne bis zur Krönungszeremonie für sich.

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Angezapft und eingeschenkt: Oktoberfest-Initiator Bodo Höhne und die amtierende Königin Johanna Lorenz.

Quelle: Veranstalter

Niemegk. Wer Bodo Höhne kennt, der weiß: So schnell ist sein Redeschwall nicht zu stoppen. Einmal im Jahr hält sich der Niemegker Getränkehändler ein Gelübde auferlegt. Der Name der neuen Oktoberfestkönigin bleibt bis zur Krönungszeremonie streng geheim. Im Jubiläumsjahr gilt das erst Recht. Denn das Niemegker Oktoberfest geht in die 25. Runde. Dass ein Vierteljahrhundert nach dem ersten Fassanstich der Zuspruch noch immer kaum zu bremsen ist, hätte sich Festerfinder Bodo Höhne damals kaum zu träumen gewagt. Am 2. und 3. Oktober heißt es nun im Festzelt auf der Niemegker Wiesn: Pack die Lederhose aus!

Die Idee, das bayerische Fest der Fest in den Hohen Fläming zu importieren, kam dem Geschäftsmann bei einem privaten Besuch auf der Münchner Wiesn. So sehr ihn die Größe der Gaudy beeindruckte, so sehr war er vom Fest insgesamt enttäuscht, bei dem der Kommerz die größte Rolle zu spielen schien.

Den Geschmack des Publikums getroffen

Mit der Auftaktveranstaltung vor 24 Jahren trafen Bodo Höhne und seine Frau Astrid den Geschmack des Publikums, nicht nur, was den edlen Hopfen betrifft, sondern auch das Rahmenprogramm, zu dem sich irgendwann die Idee der Oktoberfest-Königin gesellte. Johanna Lorenz, die das Amt derzeit inne hat, darf ihre Krone nun an ihre Nachfolgerin weiterreichen, die damit die elfte Oktoberfest-Königin sein wird. Acht der bisher gekrönten Häupter werden mit dabei sein, wenn die Neue in ihrem Reigen zusammen mit Bodo Höhne am Freitagabend Schlag 19 Uhr den Zapfen ins erste Holzfass treibt.

Das Programm an beiden Tage besteht aus einem Mix an vertrauten Stimmungsbringern und Überraschungen. Neben der Königinnenparade in Oldtimern können die Gäste reitenden Prinzessinnen und dem Potsdamer Männerballett „Lange Kerls“ im Dirndl zujubeln. Wie bereits im vergangenen Jahr, sorgt die aus dem Oktoberfest-Mutterland angereiste Gaudi-Band „Die Störzelbacher“ auf der Bühne für die richtige Stimmung.

Ein neuer Lederhosen- und Dirndlträger-Rekord wäre schön

„Noch mehr wird nicht verraten“, sagt Bodo Höhne, der noch weitere Überraschungen und einen musikalischen Specialgast verspricht. „Schön wäre, wenn auch diesmal wieder möglichst viele Gäste in Lederhose oder Dirndl kommen“, sagt der Veranstalter. „Das werden von Jahr zu Jahren mehr. Vielleicht schaffen wir diesmal einen neuen Rekord!“

Auch kulinarisch wird das Fest seinem Original kaum nachstehen. Ein eigens für diesen Anlass gebrautes Oktoberfestbier und weitere, bayerisch-flämische Gaumenfreuden dürften kaum Wünsche offen lassen.

Eine echte Neuerung in diesem Jahr ist der kostenlose Busshuttle, der an beiden Abenden zwischen 18 und 20 Uhr alle, die nicht mit dem eigenen Auto bis zur Festwiese fahren wollen, von der Postsäule in der Großstraße Straße bis auf die Wies’n bringen wird. Parkplätze sind am Zugang zur Festwiese ausreichend ausgeschildert. Die Strecke über die Poststraße ist ab Großstraße ausgeschildert.

Von Uwe Klemens

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