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Potsdam-Mittelmark Niemegk sucht seine Leiche
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk sucht seine Leiche
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23:12 21.10.2015
Die Hausbewohner sind empört. Denn dass eine Leiche einfach verschwindet, gehört sich einfach nicht. Quelle: Foto: Klemens
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Niemegk

Kann eine Leiche einfach so und noch dazu völlig spurenlos verschwinden? Wer diesem schaurig klingenden Rätsel auf die Schliche kommen will, dem sei ein Besuch im Neuen Volkstheater Fläming in der Niemegker Großstraße empfohlen.

Am morgigen Freitag gibt es hier die Premiere des Stückes „Eine Leiche auf der Flucht“ zu erleben. Einen Tag später sowie am 6. und 7. November werden, jeweils um 20 Uhr und somit zur besten „Tatort“-Zeit, weitere Vorstellungen folgen.

Einen Teil der Lösung verrät bereits der Titel des von Horst Helfrich erdachten Stückes, an dem die derzeit 14 Laiendarsteller unter Regie von Tatjana Blacher seit etwa einem halben Jahr einmal pro Woche üben. Wenn das Publikum während der Vorstellung nur halb so viel lacht wie die Schauspieler während der Proben, ist auch dem neuen Stück der Erfolg sicher.

Mitglieder können Vorschläge machen

Denn auch die „Leiche auf der Flucht“ mit ihrem Panoptikum an schrägen Typen und skurrilen Ereignissen knüpft an das Erfolgsrezept an, mit dem man im vor elf Jahren gegründeten Theaterverein anscheinend genau den Nerv des Publikums getroffen zu haben scheint. Auch die professionelle Schauspielerin und Regisseurin Tatjana Blacher, die im vergangenen Jahr zur Truppe stieß, führt diesen Weg fort. Vorschläge, welches Stück sich für die nächste Inszenierung eignen könnte, kann jedes Ensemblemitglied unterbreiten.

„Diesmal mussten die Darsteller ziemlich lange suchen, bis ihnen ein geeignetes Stück in die Hände kam, das zum Ensemble passte. „Die ’Leiche auf der Flucht’ hat uns dann aber auf Anhieb gefallen“, schildert Vereinsvorsitzender Hartwig Matthäs, der zusammen mit der Regisseurin die künstlerische Verantwortung für das hat, was auf der Bühne geschieht und auch als Schauspieler in keiner der bislang 18 Eigenproduktionen fehlte. Als ziemlich begriffsstutziger, dafür umso tatendurstigerer Kommissar Kümmel wird er trotz dieses Handicaps dafür sorgen, dass das Geheimnis um die verschwundene Leiche am Ende gelüftet wird.

Die Bauchmuskeln werden strapaziert

Die empörte Hausgemeinschaft wird dabei ebenso überrascht feststellen wie das Publikum, dass die ganze Aufregung beinahe umsonst war. Beinahe deshalb, weil sich dabei natürlich so manche menschliche Untugend genüsslich ausloten lässt. Auch wenn am Ende kein richtiges Blut fließt: Vor schmerzenden Bauchmuskeln sei gewarnt.

Dass die Premiere bereits seit Wochen ausverkauft ist und auch für die übrigen drei Vorstellungen die meisten Plätze weg sind, sehen die Theaterleute als Bestätigung und Kompliment für ihre bisherige Arbeit. „Mit dem Erlös der Eigenproduktionen verdienen wir das Geld, das wir für die nächste Produktion brauchen, denn gefördert werden wir nicht“, sagt Matthäs. Neben der alljährlichen Stücksuche plagt die Akteure noch eine andere Sorge: Die Suche nach männlichen Darstellern aller Altersklassen. Wer Humor mag, vor dem Lernen langer Texte keine Angst hat und schon immer mal auf der Bühne stehen wollte, die die Welt bedeutet, ist jeden Dienstag ab 18 Uhr zur Probe ein gern gesehener Gast.

Von Uwe Klemens

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