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Niemegk Akustik-Festival in der Kirche gefeiert
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Akustik-Festival in der Kirche gefeiert
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15:08 15.10.2018
Das erste Akustik-Festival in der Niemegker St. Johannis-Kirche mit sechs Bands aus der Region war ein voller Erfolg. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Gänsehaut – die hatte jeder Besucher des Akustik-Festivals am Sonntagnachmittag sicher mindestens ein Mal. Denn der Nachfolger des Rock-Gottesdienstes vom vergangenen Jahr kam zwar um einiges leiser, dafür aber nicht weniger eindrucksvoll daher. An der Seite von Pfarrer Daniel Geißler haben sich sechs Bands aus der Region in der St. Johannis-Kirche in Niemegk die Ehre gegeben.

Allen voran „Cammbas“ rund um Sänger Marcel Radon und seine Frau Sophie. Denn die Formation aus Luckenwalde war es auch, die schon beim Rock-Gottesdienst begeistert hat. „Wir haben damals eine Pfeife für die Orgel erspielt und auch die Spenden von diesem Jahr kommen der Sanierung der Orgel zu gute“, erzählt Marcel Radon. „Wir waren von der Idee des Festivals sofort begeistert und ich finde es gut, dass wir so viele waren.“

Große musikalische Vielfalt präsentiert

Kennengelernt haben er und Daniel Geißler sich einst beim Karneval, wie der Pfarrer erzählt. „Schnell war klar: Wir müssten mal was zusammen machen – und so ist die Idee für den Rock-Gottesdienst entstanden. Den fanden wir auch alle gut, aber Band und Besucher waren sich trotzdem danach einig, dass es ein bisschen laut war“, sagt Geißler lachend.

Also ein paar Gänge runtergeschaltet, weitere Bands ins Boot geholt – und los. Einziger Wermutstropfen: Damit der Gottesdienst zeitlich im Rahmen bleiben konnte, mussten sich alle Musiker kurz fassen und haben – bis auf „Cammbas“, die von Daniel Geißler auch entsprechend als Headliner angekündigt wurden – jeweils nur zwei Lieder gespielt. Der Begeisterung des rund 350-köpfigen Publikums hat das jedoch keinen Abbruch getan – im Gegenteil. „Ich finde es beeindruckend, welche musikalische Vielfalt wir hier haben“, sagt Geißler.

Der Auftritt von „Cammbas“ bildete den Abschluss des Festivals. Quelle: Josephine Mühln

Auf den zwei Bühnen – eine vorm Altar und eine auf der Empore – sind „Mellow Mind“, „Lore-en“, Gitarrist Marcel Wricke aus Treuenbrietzen, „Cammbas“, „Pufai Pufai“ und „Luise Werner“ aufgetreten. Zur Besetzung der beiden Letztgenannten gehört auch Thomas Hemmerling. Niemegks Amtsdirektor hat das Festival genutzt, um von einem neuen Vorhaben zu berichten.

„Wir Musiker – alle, die heute hier dabei waren und noch ein paar andere – wollen einen Verein gründen und langfristig ein ’Musikerzentrum’ für Niemegk aufbauen“, erzählt Hemmerling. „Wir möchten die Ausbildung in der Rock- und Popmusik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene fördern, Bandprojekte unterstützen – und so das kulturelle Leben in Niemegk bereichern. “

Projekt zusammen mit der Stadt geplant

Als nächster Schritt sei eine Mitgliederversammlung geplant. Außerdem solle das Vereinskonzept bald offiziell der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt werden. „Damit das Vorhaben in Kooperation mit der Stadt begonnen werden kann“, sagt Hemmerling.

Ganz zum Schluss war übrigens doch noch Zeit für eine Zugabe: Pfarrer Daniel Geißler sang „Hallelujah“, das der kanadische Komponist und Sänger Leonard Cohen 1984 erstmals veröffentlichte.

Von Josephine Mühln

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