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Niemegk Bürgerzentrum soll im Rathaus entstehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Bürgerzentrum soll im Rathaus entstehen
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18:24 26.06.2018
Ricardo Hermann vom Sozialwirtschaftsbetrieb des AAfV siebt losen Erdboden, um eventuell Relikte aus der Vergangenheit zu finden. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Ins Erdgeschoss des Niemegker Rathauses soll ein Bürgerservice einziehen. Die Bauarbeiten in den Räumen der ehemaligen Kämmerei laufen auf Hochtouren. Bisher sind alte Zwischenwände, Türen und der Fußboden entfernt worden.

Auch Archäologe Thomas Langer war bereits vor Ort und hat nach Relikten aus der Vergangenheit gesucht. Gefunden worden seien vor allem Scherben, Steinreste und Holzkohle – womöglich noch Brandschutt des alten Rathauses. Auch ein Ofenfundament habe sich in den hinteren Räumen offenbart.

Wunsch eines offenen Bürgerzentrums

„Hier sollen Büro- und Beratungsräume entstehen, in denen die Bürger ihre Anliegen bei Bedarf auch unter vier Augen besprechen können“, sagt Amtsdirektor Thomas Hemmerling. „Nach meiner Vorstellung soll das einfach ein freundliches und offenes Bürgerzentrum werden.“ Er könne sich auch vorstellen, dass in den Räumen künftig der neue Post-Standort entstehe. Darüber sei er mit dem Unternehmen im Gespräch, auch dem Amtsausschuss wolle er das Konzept in der nächsten Sitzung unterbreiten.

Die Idee eines solchen Bürgerservices sei stetig gewachsen. „Uns ist schon länger bewusst, dass die Verhältnisse im Ordnungsamt beengt sind“, sagt Hemmerling weiter. „Außerdem überlegen wir zusammen mit Bad Belzig, Treuenbrietzen, Wiesenburg und Brück, wie Bürgerservice in Zukunft neu gedacht werden kann. Ob es ein gemeinsames Konzept geben kann, mit dem überall die gleiche Qualität angeboten wird. So dass beispielsweise jemand, der nach Bad Belzig zum Einkaufen fährt, dort auch seine Verwaltungsanliegen erledigen kann.“

Traditionelle Standorte sollen erhalten bleiben

Wichtig ist Hemmerling, dass dennoch Ordnungsdienste und die Stellen der Revierpolizisten in Niemegk erhalten bleiben sollen. „Wir wollen uns bei den Überlegungen zu gemeinsamer Verwaltungstätigkeit nicht von den alten, traditionellen Standorten verabschieden.“

Die Pläne zur Zusammenarbeit decken sich mit dem Vorhaben des Landes, in den kommenden Jahren das sogenannte E-Government – zu Deutsch etwa: Elektronische Regierung – weiter auszubauen. Damit sollen die Bürger ihre Anfragen bei den Verwaltungen auch online erledigen können. Bearbeitungsprozesse und die Kommunikation sollen so vereinfacht werden.

Bauarbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein

„Unser Wunsch ist es, mit den Bauarbeiten und der Renovierung bis Ende des Jahres fertig zu werden, damit dann ab 2019 mit der Inneneinrichtung begonnen werden kann“, sagt der Rathauschef. „Ob das klappt, hängt auch von der weiteren Verständigung mit der Denkmalbehörde ab. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer Einigung kommen.“ Finanziert wird der Umbau mittels eines Bund-Länder-Programms zur Stadtsanierung.

Von Josephine Mühln

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