Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Niemegk Beim Dorffest die Feuerwehr geehrt
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Beim Dorffest die Feuerwehr geehrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 10.09.2018
Das Kuchenbuffet des Dahnsdorfer Dorffestes ist in der Kita aufgebaut worden und hatte allerlei Köstlichkeiten zu bieten. Quelle: Christiane Sommer
Anzeige
Dahnsdorf

Lange bevor die Dahnsdorfer am Sonntagnachmittag zu ihrem traditionellen Dorffest zusammenkamen, war Dietmar Lüthke auf den Beinen. Der 65-Jährige ist mit Ehefrau Petra seit Jahren für den Betrieb des Backofens verantwortlich, der zuverlässig angeheizt wird. Seit wann genau, fällt ihnen spontan schwer zu beantworten. „Schon über einige Jahre“, schätzt die 62-Jährige.

Der Tag hat für Dietmar Lüthke um sieben Uhr begonnen. „Weil der Backofen vorgeheizt werden muss“, erklärt er. Die Kisten und Körbe voller Feuerholz hat ihm die Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt. Als Letztere am Nachmittag zum geselligen Beisammensein eintrudelt, sind die ersten Brotleiber und Pizzen bereits gebacken. Die Eheleute haben aber weiter ordentlich zu tun – sie schmieren Schmalzstullen.

Freude über viele Helfer

Mit ihnen tragen viele andere Einwohner zum gelingen des Festes bei. Unter anderem die Freiwillige Feuerwehr, der Dahnsdorfer Stammtisch, der Männerfastnachtsverein und viele Frauen, die zur Kaffeetafel Kuchen und Torten beisteuern.

Mit zufriedenem Gesicht steht Ortsvorsteher Hans Joachim Zobel in der Menge. Er freut sich über die vielen Helfer, die zahlreich zum Fest erschienen Dahnsdorfer, Gäste aus den umliegenden Orten und die herzliche Stimmung.

Petra und Dietmar Lüthke haben Leckereien im Backofen zubereitet. Quelle: Christiane Sommer

Als mit einiger Verspätung die knapp 60 Biker im Dorf eintrudeln – sie waren im Anschluss an den Bike-Gottesdienst am Vormittag zu einer Ausfahrt aufgebrochen – kann er das Fest endlich offiziell eröffnen. Bei der Gelegenheit tritt auch Karin Commichau ans Mikrofon. Als Vorsitzende des Niemegker Amtsausschusses nutzt sie den Nachmittag, um den Kameraden der Dahnsdorfer Feuerwehr Lob und Anerkennung zu zollen.

Mit den Worten „Weil die Feuerwehr mehr als nur einen Händedruck verdient hat“, holt sie einen Briefumschlag aus der Tasche – mit einer privaten Spende für die Wehr, die in den vergangenen Wochen viele Einsätze fahren musste. Der Ortsvorsteher folgt ihrem Beispiel. Dann nimmt das Fest seinen Lauf. „Es ist schön zu sehen, was in den Dörfern alles los ist. Und, dass die Gemeinschaft zwischen Einheimischen und Zugezogenen, Jungen und Alten funktioniert“, findet Commichau.

Ingo Poschau hat sich die Schmalzstullen schmecken lassen. Quelle: Christiane Sommer

Die Eheleute Lühtke und alle anderen Helfer und Unterstützer können das Fest nur aus der Ferne beobachten – haben aber nicht minder Freude am Geschehen. Für viele bewundernde Worte sorgt dann auch das Kuchenbuffet, das in der Kita aufgebaut ist. Renate Müller aus Niemegk wählt eine Kreation aus Himbeeren und Quark. „Lecker, vorzüglich“, lautet ihr Urteil – und das hat Gewicht.

Während ihres Berufslebens in einer Bäckerei angestellt, ist die Ruheständlerin noch heute eine leidenschaftliche Hobbybäckerin und kennt sich mit süßen Köstlichkeiten aus. Auf die Frage, warum sie als Niemegkerin das Dorffest von Dahnsdorf besucht, antwortet Müller: „Weil mein Mann aus dem Ort stammt und unser Sohn hier wohnt.“ Gefallen am geselligen Beisammensein hat auch Petra Strehle. „Man muss es einfach nur genießen“, so die Dahnsdorferin.

Ein Orgelkonzert mit dem Bad Belziger Kantor Winfried Kuntz beschließt später den Tag. Im Vorfeld hatte es jedoch einige Verwirrung um den musikalischen Abschluss gegeben. Im Gemeindeblatt der Kirchengemeinde Planetal war der Termin durch Pfarrer Jörg Frenzel als verschoben bekannt gegeben worden. Ungeachtet dessen stand der Kantor trotzdem pünktlich an der Kirchentür und ließ das altehrwürdige Instrument vor 55 Zuhörern erklingen – anlässlich des achten Deutschen Orgeltages.

Von Christiane Sommer

Welch ein Treiben: Zur „Aktion 48 Stunden Fläming“ präsentiert sich die Reiseregion am Wochenende wieder bei Busrundreisen. Zum 15. Mal findet zentral der Flämingmarkt statt. Diesmal in Raben.

09.09.2018

Hans-Dieter Grabo aus Buchholz traut seinen Augen nicht, als er den Kadaver entdeckte. Jagdpächter Rudi Heinisch hält es für sehr bedenklich, wenn Wölfe so nah am Dorf jagen.

30.08.2018

In Raben wird über die Gründung einer neuen Ortsgruppe der Landfrauen nachgedacht. Doch zunächst wollen die aktiven Damen den großen Flämingmarkt im Dorf gut über die Bühne bringen.

23.08.2018
Anzeige