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Niemegk Freiluftkino an Großkopfs Turmwindmühle
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Freiluftkino an Großkopfs Turmwindmühle
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14:24 29.07.2018
Der Verein „Großkopfs Turmwindmühle Niemegk“ hat zum wiederholten Mal zum Kino unter freiem Himmel geladen. Quelle: Andreas Trunschke
Niemegk

 Dunkle Wolken schieben sich am Sonnabend Abend über den Fläming, als der Verein „Großkopfs Turmwindmühle Niemegk“ zum dritten Mal in diesem Jahr auf die kleine Anhöhe vor der Stadt zum Freilichtkino geladen hat. Der Regen, auf den alle so sehr hoffen, bleibt zum Glück für die Veranstaltung jedoch aus.

Mit Einbruch der Dunkelheit wirft Helmut Göldner, einer der letzten mobilen Kinovorführer Deutschlands, den Beamer an. Gezeigt wird der Spielfim „Sushi in Suhl“, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Er handelt von dem für lange Zeit einzigen japanischen Restaurant in der DDR und seinem Koch Rolf Anschütz.

Wind ist nicht gut für die Leinwand

Der 75-jährige Göldner ist seit 59 Jahren mit Leidenschaft Filmvorführer. „Mit Hundert mache ich meine letzte Vorstellung“, sagt er. Neben der digitalen Technik arbeitet er gern auch noch analog –„Das ist einfach besser.“ Mit dem so stimmungsvollen Ort an der Fläming-Mühle ist er jedoch nicht ganz zufrieden. Etwas zu weit außerhalb der Stadt findet er und gibt außerdem zu bedenken: „Wo eine Mühle ist, ist auch Wind – und das ist nicht gut für die sieben Meter breite Leinwand.“

Christiane Schmidt aus Brück findet dagegen „das Gelände sehr passend, auch das Wetter und den Film.“ Sie habe aus der MAZ von dem Freilichtkino erfahren. Astrid Sienonsen ist extra aus Senst im sächsisch-anhaltinischen Teil des Flämings angereist. Nicht zum ersten Mal, denn sie interessiert sich nicht nur für Filme, sondern auch für Mühlen. Hans-Jürgen Esser wohnt in Niemegk. Ihm gefällt die Stimmung und das Zusammensitzen an der Mühle. „Kino im Freien hat man nicht so oft“, sagt er.

Helmut Göldner hat sich nach der Wende als Filmvorführer selbstständig gemacht. Quelle: Andreas Trunschke

Seit drei Jahren gibt es dieses Kino an der Mühle, berichtet der Vereinsvorsitzende Andreas Wendt: „Die Zeit war reif, vor dem jährlichen Mühlenfest am 1. Mai noch etwas anzubieten.“ Die ersten beiden Veranstaltungen bespielte der Kinoförderverein aus Treuenbrietzen. Als diese aus Kapazitätsgründen nicht mehr konnten, suchten sie eine Alternative und stießen auf Göldner, der sich nach der Wende mit Kinovorführungen selbständig gemacht hatte.

„Eine Marktlücke“, sagt der Senior heute. Erst mit der Einführung des Euro stiegen die Saalmieten so an, dass sich eine Vorführung in den Kulturhäusern nicht mehr lohnte. Seitdem beschränkt er sich auf das mobile Kino. Bei einer Vorführung in Lehnin sprach Wendt Göldner an. „Ein Fünfer im Lotto“, sagt Wendt heute über Göldner. Ein Lottogewinn, dem man mehr Besucher als an diesem Abend wünscht.

Von Andreas Trunschke

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