Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Niemegk Grabfeld für Urnenbestattungen angelegt
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Grabfeld für Urnenbestattungen angelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:03 09.10.2018
Anette Benke vom Gemeindekirchenrat an der neuen Urnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof in Buchholz. Quelle: Christiane Sommer
Buchholz

In Buchholz bei Niemegk sind die Arbeiten an der neuen Urnengemeinschaftsanlage beendet. „Sie ist ein Wunsch von Einwohnern“, erklärt Anette Benke vom Gemeindekirchenrat und öffnet das Friedhofstor. In einer Ecke, gesäumt von den Kirchhofsmauern, wurde das Urnenfeld in den vergangenen Wochen angelegt.

In der Mitte steht ein Kreuz aus weißem Granit. Davor liegen fünf kleine schwarze Würfel. „Zu jeder Begräbnisstelle wird künftig ein Würfel gehören“, erläutert Benke. Weil noch keine Bestattung auf der Fläche stattfand, sind dieselben noch namenlos und deuten nur die künftigen Bestattungsflächen an.

Bestattung kostet 750 Euro

„Der Name des Verstorbenen sowie sein Geburts- und Sterbedatum werden später auf den Würfeln eingraviert“, erläutert die gelernte Landschaftsgärtnerin. 750 Euro wird eine Bestattung auf dem Urnengemeinschaftsfeld kosten, inklusive eines schwarzen Würfels. „Angelegt auf 25 Jahre“, ergänzt die 59-Jährige und erklärt, dass die Anlage in ihrer Größe beliebig erweiterbar ist.

Das sei den Buchholzern wichtig gewesen. Denn obgleich Bestattungen auf Urnengemeinschaftsanlagen immer stärker angefragt werden, weiß niemand, wie groß die Anfrage auf diese Form der Bestattung künftig tatsächlich sein wird.

Umsetzung innerhalb von zwei Jahren

Die Buchholzer haben ihrerseits eine für sie machbare, ästhetisch sehr ansprechende und vor allem würdige Lösung gefunden. Die Begräbnisfläche um das Kreuz und die Würfel ist gemulcht, im vorderen Randbereich sind Sedumarten gepflanzt. „Dadurch braucht die Anlage kaum Pflege und wirkt trotzdem freundlich“, erläutert Benke. Sie ist sich sicher, dass das neue Bestattungsangebot den Wünschen der älteren Buchholzer gerecht wird, die im Dorf begraben werden wollen – deren Kinder aber weit weg wohnen und die Grabpflege nicht bewerkstelligen können.

Die Umsetzung des Vorhabens dauerte – von der ersten Beratung in der Dorfgemeinschaft bis zur Fertigstellung – nicht einmal zwei Jahre. Den größten Kostenfaktor stellte dabei der Kauf des Granitkreuzes dar. Er schlug mit 1800 Euro zu Buche. Die Umsetzung und Gestaltung der Anlage übernahmen die Buchholzer wiederum in Eigenregie. „Wir haben damit eine ansprechende Lösung gefunden“, ist sich Anette Benke sicher.

Seit 120 Jahren werden in Buchholz auf dem kirchlichen Friedhof am Ortsausgang Menschen bestattet. Im Nachbardorf Lühnsdorf wird derzeit ebenfalls an der Verwirklichung einer Urnengemeinschaftsanlage gearbeitet.

Von Christiane Sommer

Die traditionelle Fläming-Burgenradtour hat auch in diesem Jahr zahlreiche Teilnehmer aus nah und fern angelockt. Nur eine Sache klappt laut Organisatoren bisher nur bedingt.

08.10.2018

Niemegk hat ein Konzept für den Öffentlichen Personennahverkehr vorgelegt. Darin ist der Zustand aller Haltestellen im Amtsbereich dokumentiert. Jetzt gilt es, deren Standard zu vereinheitlichen.

08.10.2018

Das 14. Oktoberfest zu Niemegk war am Wochenende gelungene Gaudi für die gesamte Fläming-Region. Zwei Abende lang ging es im ehemaligen Schafstall hoch her. Gekürt wurde auch eine neue Königin.

07.10.2018