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Niemegk Kita-Bau: Stadt bekommt Hilfe von Johannitern
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Kita-Bau: Stadt bekommt Hilfe von Johannitern
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07:13 12.03.2019
Damit künftig noch mehr Kinder in der Kita „Spatzennest“ betreut werden können, springen die Johanniter der Stadt zur Seite. Quelle: Thomas Wachs
Niemegk

Kita-Bau trotz klammer Kasse: Die Stadt Niemegk will an der Erweiterung der Kita „Spatzennest“ festhalten, obwohl das Geld dafür im kürzlich beschlossenen Haushalt fehlt. „Die Pläne sind bei den Stadtverordneten unstrittig“, sagt Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe im MAZ-Gespräch.

Unterstützung könnte vom Träger der Einrichtung kommen. „Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat angekündigt, dass die Möglichkeit besteht, dass sie die Kita selbst baut. Wir würden dann mit den Johannitern einen Vertrag über Finanzierung und Bau abschließen“, erläutert Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling.

Projektskizze beauftragt

Ralf Boost, hauptamtlicher Johanniter-Regionalvorstand Potsdam-Mittelmark-Fläming, bestätigt die Pläne des Vereins. „Wir stecken noch in den Kinderschuhen, aber bei einem Termin mit Mitarbeitern der Verwaltung und dem Architekten haben wir geschaut, was möglich ist – sowohl beim Erweiterungsbau als auch hinsichtlich der energetischen Sanierung.“

Der Architekt sei nun damit beauftragt, eine Projektskizze zu entwerfen, um eine Schätzung der Baukosten ableiten zu können, sagt Ralf Boost weiter. „Es sind dann engmaschig weitere Treffen geplant, um auf die vertraglichen Bedingungen zu gucken. Das Ganze wird auch den Stadtverordneten vorgestellt – denn es ist uns wichtig, damit transparent umzugehen.“

Investitionsbedarf von rund zwei Millionen Euro

Die Johanniter sind seit 2006 in Niemegk aktiv. Sie betreiben neben der Kita auch den Hort „Flinke Eichhörnchen“ der Robert-Koch-Grundschule und stellen die Rettungsschwimmer im Freibad. „Wir haben eine soziale Bindung im ländlichen Raum – die wollen wir weiter stärken“, schließt Ralf Boost.

Ursprünglich hatte die Stadt mit einem Investitionsbedarf von rund zwei Millionen Euro kalkuliert. Mit diesem Geld sollten das Kita-Gebäude saniert und ein Erweiterungsbau für 40 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Das Problem: Die Stadt befindet sich bereits jetzt im Kassenkredit, ist also verschuldet.

Kredit würde nicht genehmigt werden

„Unsere Finanzausstattung genügt nicht mal, um die laufenden Ausgaben ordentlich erfüllen zu können“, sagt Thomas Hemmerling. „Wir haben den Haushaltsbeschluss deshalb so gefasst, dass beim Investitionshaushalt am Ende eine Null steht. Das heißt, wir werden Investitionsmaßnahmen nur in der Höhe durchführen, in der wir Zuweisungen und Zuwendungen von Dritten erhalten.“

Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe ergänzt: „Weil wir keine Eigenmittel zur Verfügung haben, müssen wir uns jeden Euro, den wir investieren wollen, als Kredit von der Bank holen. Dieser Kredit wäre genehmigungspflichtig durch die Kommunalaufsicht und hier wurde uns im Vorfeld mitgeteilt, dass keine Kreditgenehmigung zu erwarten ist – aufgrund der nicht gegebenen Leistungsfähigkeit des Haushaltes.“

Hoffnung auf schnellere Umsetzung

Da die Stadt aber mit ihrem Haushalt arbeiten wolle, habe man sich dazu entschieden so zu planen, dass keine Kredite benötigt werden.

„Die Johanniter sind uns sehr gute Partner, wir wollen sie nicht missen und nicht verprellen – trotzdem müssen wir auch hier eine Rechenübung leisten“, sagen Amtsdirektor und Bürgermeister. „Wir denken aber nicht, dass sich die Zusammenarbeit wirtschaftlich negativ auswirken wird. Und wir hoffen, dass durch die Entscheidung, das Projekt aus dem Haushalt rauszunehmen, der Bau schneller Form annimmt.“

Von Josephine Mühln

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