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Niemegk Lkw rast in Stauende: Schwerer Unfall auf der A9
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Lkw rast in Stauende: Schwerer Unfall auf der A9
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13:57 04.12.2018
Weil der Fahrer das Stauende übersehen hatte, krachte ein Lkw ungebremst in einen weiteren Lastwagen. Dabei schob sich die Fahrerkabine des Unfallverursachers unter und in den Anhänger des zweiten Lkw. Quelle: Julian Stähle
Niemegk

Schwerer Unfall am frühen Montagabend. Gegen 17.30 Uhr kam es auf der A9 in Fahrtrichtung Leipzig zwischen der Anschlussstelle Niemegk und Klein Marzehns zu einem schweren Verkehrsunfall.

Fahrer übersieht Stauende

Da sich bereits in den Morgenstunden an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt ein erster Unfall ereignet hatte, gab es Rückstau bis in den Autobahnbereich in Brandenburg. Aus noch ungeklärter Ursache übersah der Fahrer des auffahrenden Lkw das Stauende. Der Leipziger prallte ungebremst in das Heck eines vor ihm fahrenden Lkw und schob noch zwei weitere Lastwagen ineinander.

Auf der A9 zwischen Niemegk und Klein Marzehns kam es am Montagabend zu einem schweren Verkehrsunfall, als ein Lkw in ein Stauende rast.

Wie durch ein Wunder blieben die Fahrer der ersten drei Lkw unverletzt. Der Unfallverursacher hingegen wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt, konnte aber schwer verletzt von Ersthelfern befreit werden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass sich der Lkw etwa drei Meter unter und in den Auflieger des vor ihm fahrenden Lastwagen schob.

Sperrung bis tief in die Nacht

Die Autobahnpolizei geht derzeit von einem Sachschaden über 100.000 Euro aus. Als die örtlichen Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, fanden sie die völlig zerstörten Lkw vor. Sie sicherten die Unfallstelle und nahmen auslaufenden Kraftstoff auf. Der Diesel hatte sich bereits großflächig auf der Fahrbahn verteilt und sickerte in den Straßengraben. Eine weitere Ausbreitung konnten die Kameraden mittels Bindemittel verhindern.

„Insgesamt waren 32 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Niemegk, Dahnsdorf, Mörz und Treuenbrietzen unter Leitung von Jan-Rainer Winkelhaus im Einsatz“, informiert der Niemegker Amtsbrandmeister Tino Bastian gegenüber der MAZ. Auch er war später zum Unfallort ausgerückt. Zusätzlich zu zwei Rettungswagen und dem Notarzt war ein Intensivtransporthubschrauber aus Berlin am Unfallort. Für die örtlichen Feuerwehren dauerte der Einsatz von 17.16 bis circa 21 Uhr an.

Laster ineinander verkeilt

Noch am Abend wurden zwei Bergungsunternehmen damit beauftragt, die Fahrbahn frei zu machen. Die völlig ineinander verkeilten Lkw mussten aufwendig auseinander gezogen werden. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die A9 ab etwa 17 Uhr bis kurz nach Mitternacht gesperrt.

Schon den ganzen Montag über hatte es mehrfach Verkehrsbehinderungen gegeben auf der Autobahn 9 im Fläming. Am Vormittag hatte sich zudem ein schwerer Unfall in Richtung Berlin ereignet. Da war ein Transporter auf einen Schilderwagen gekracht.

Von Julian Stähle

Bei einem Unfall mit einem umgestürzten Lastzug wurden Montag auf der Autobahn 9 zwei Menschen verletzt. Es kam zur Vollsperrung, weil die Holzladung des Lkw quer auf der Autobahn lag.

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