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Niemegk Dorfgemeinschaft hat Martinsfest schon vorgezogen
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Dorfgemeinschaft hat Martinsfest schon vorgezogen
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10:37 05.11.2018
Zum Martinsfest in der Kirche zu Haseloff hat Ilona Reich vom Kirchenrat Helmut Bode begrüßt, der als Heiliger Martin geritten kam. Quelle: Andreas Trunschke
Haseloff

Für Jens Kaiser, den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Haseloff, und seine Kameraden ist der alljährliche Laternenumzug zu St. Martin seit Jahren als Teil der Öffentlichkeitsarbeit im Ort wichtig. Auch in diesem Jahr haben er und seine Leute wieder gemeinsam mit der Kirchengemeinde das Fest organisiert, wohl als erste im Hohen Fläming. Grund für die Vorverlegung vom eigentlichen Martinstag am 11. November waren Terminprobleme.

Reiter führt Umzug zur Kirche an

Gestartet wurde neben dem Gerätehaus der Feuerwehr. An einer Feuerschale fand sich tatsächlich der Heilige Martin von Tours mit seinem Pferd ein, gespielt von Helmut Bode aus Niemegk. Gemeinsam zog die Gemeinschaft zur kleinen Kirche, vor der drei von dem Haseloffer Hobbykünstler Bernd Koltzenburg gestaltete Holzfiguren warteten. Sie stellen einen römischen Soldaten dar, der seinen Mantel teilt, sowie einen knienden Bettler, dem er damit das Leben rettet, und einen Bischof, zu dem der Soldat später werden wird.

Bernd Koltzenburg hat die Kirche zu Haseloff mit Holzarbeiten geschmückt. Quelle: Andreas Trunschke

Auch die Kirche selbst war von Koltzenburg liebevoll mit Figuren zum berühmten „Stille Nacht, heilige Nacht“ ausgestaltet, das in diesem Jahr vor genau 200 Jahren zum ersten Mal erklang. Beim Gottesdienst in der gut gefüllten Kirche vertrat die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Ilona Reich, den Pfarrer Daniel Geißler, der noch im Urlaub war. Sie erzählte noch einmal die berühmte Geschichte von dem römischen Soldaten, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte, und der später Bischof wurde, obwohl er sich gar nicht für würdig genug hielt. Anschließend fragte Reich in die Runde, warum man noch heute, mehr als 1700 Jahre später, über einen Menschen spricht, der seinen Mantel geteilt hat, und gibt eine Antwort selbst: „Weil es mit uns als Menschen zu tun hat, die Sehnsucht nach Anerkennung und Aufmerksamkeit haben.“

Martinshörnchen für die Gäste

Gemeinsam formen alle mit ihren Händen eine Schale: „Was kann man da hineinlegen?“ Als Antworten werden von den Kindern Obst und Süßigkeiten genannt, aber auch Geld und Liebe. Höhepunkt der kleinen Veranstaltung ist das gemeinsame Singen eines Liedes, das aktueller und dringender nicht sein könnte: „Teilen macht Spaß.“ Gemeinsam mit Koltzenburg verteilt Reich anschließend Martinshörnchen an die Anwesenden und forderte sie auf, diese mit den Nachbarn zu teilen. Hörnchen wohl deshalb, weil sie, wenn man sie ein wenig biegt, an das Hufeisen des Pferdes von St. Martin erinnern.

Begleitet und beschützt von der Feuerwehr zogen die Einwohner und Gäste zum Abschluss um den Dorfkern von Haseloff und feierten noch ein wenig auf der Wiese zwischen Kirche und Gerätehaus bei Glühwein und Bratwurst. Für die Kinder gab es Stockwurst. Ilona Reich freut sich über den gelungenen Abend und ergänzt: „Den Kameraden der Feuerwehr von Niemegk, Grabow-Niederwerbig und Haseloff gilt ein großes Dankeschön.“

Von Andreas Trunschke

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