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Niemegk Nachbarin startet Spendenaktion für Brandopfer
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Nachbarin startet Spendenaktion für Brandopfer
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14:04 04.12.2018
Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in Groß Marzehns vor Ort, um das Feuer im Rabener Weg zu löschen. Quelle: Feuerwehr Cobbelsdorf
Groß Marzehns

Die Welle der Hilfsbereitschaft reißt nicht ab: Für die Familie aus Groß Marzehns, die bei einem Hausbrand im November ihr Dach über dem Kopf verloren hat, hat jetzt eine Nachbarin eine weitere Spendenaktion auf der Internetplattform „Gofundme“ gestartet. Bei dem Feuer war der Familienvater ums Leben gekommen, die beiden Kinder konnten sich über ein Fenster ins Freie retten.

„Wir haben uns erst nichts dabei gedacht, als die Feuerwehr kam“, sagt die Nachbarin der Familie, Daniela Ewaldt. „Als wir mitbekommen haben, welche Katastrophe im Nachbarhaus passiert ist, war für mich und meinen Mann klar: Wir müssen helfen. Das ganze Ausmaß tat uns sehr leid.“ Sie wisse, welche Kosten jetzt auf die Familie zukommen würden, sagt die 31-Jährige weiter.

Viele Angebote für Sachspenden

Von den eingenommen Spenden solle beispielsweise die Beerdigung des Vaters bezahlt werden. „Es ist kurz vor Weihnachten – wenigstens um das Geld soll die Familie sich keine Sorgen machen müssen”, sagt Daniela Ewaldt, die die betroffene Familie seit rund anderthalben Jahren kennt und schätzt. „Ich hoffe, dass wir auf diesem Weg etwas erreichen.“

Die Gemeinde Rabenstein/Fläming hatte bereits einen Tag nach dem Unglück einen Spendenaufruf veröffentlicht und ein Spendenkonto eingerichtet. „Mit Stand Freitag sind dort über 800 Euro eingegangen“, teilte Groß Marzehns’ Ortsvorsteher Ralf Rafelt mit. Außerdem seien verschiedene Angebote für Sachspenden eingegangen – darunter beispielsweise Möbel und Geschirr – die er an die Familie weitergeleitet habe. „Sogar aus Potsdam hat jemand angerufen und auch in Groß Marzehns selbst sind einige Sachen zusammengekommen.“

Über 40 Kameraden im Einsatz

Daniela Ewaldt habe von dieser ersten Spendenaktion gewusst, sagt sie. „Aber wir wollten mit dem Aufruf über die Plattform im Internet die Reichweite erhöhen.“

Das Gebäude – eine ehemalige Gaststätte im Rabener Weg – hatte am Vormittag des 21. November Feuer gefangen, der Alarm bei der Feuerwehr war gegen 10.30 Uhr eingegangen. Über 40 Kameraden waren im Einsatz – aus Niemegk, Bad Belzig, Wiesenburg, Treuenbrietzen und Cobbelsdorf (Sachsen-Anhalt).

Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer auf das gesamte Haus ausbreitet. Quelle: Feuerwehr Niemegk

Gebrannt hat es in einem Zimmer im ersten Obergeschoss. Erste Zeugenaussagen ließen laut Polizeibericht vermuten, dass es beim Befeuern eines Kachelofens zu einer Verpuffung kam. In dieser Folge habe sich das Feuer auf mehrere Räume des Obergeschosses und den Flur ausgebreitet.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten jedoch verhindern, dass sich das Feuer auf das gesamte Haus ausbreitete. Auch drei Hunde waren gerettet und an den Tierschutz übergeben worden. Einen Vierbeiner haben Daniela Ewaldt und ihre Familie zur Pflege aufgenommen. „Wir haben selber auch Hunde, das war für uns selbstverständlich. Die beiden anderen Tiere konnten zunächst bei den jeweiligen Züchtern unterkommen.“

Brandursache weiter unklar

Die Polizei habe das Haus mittlerweile wieder übergeben, die Mutter und ihre zwei Kinder wohnten aber nach wie vor in ihrer Berliner Wohnung, sagt Ralf Rafelt.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Brandursache seien noch nicht abgeschlossen, wie Sprecher Oliver Bergholz auf Nachfrage mitteilt. „Sowas dauert länger als ein bis zwei Wochen“, sagte er.

Info: Die Spendenaktion auf „Gofundme“ von Daniela Ewaldt ist zu finden unter www.gofundme.com/dringende-hilfe-nach-hausbrand.

Von Josephine Mühln

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