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Niemegk Theaterverein feiert erfolgreiche Premiere
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Theaterverein feiert erfolgreiche Premiere
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00:21 17.04.2019
Diesen Heiligabend hatte sich die Familie im Stück „Ein ganz normales Familienfest“ anders vorgestellt. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Statt der Weihnachtsgans kommt erst mal die tote Katze in den Ofen. Schwiegermutter und -tochter müssen sich zusammenreißen, damit sie sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen und der Weihnachtsmann ist irgendwie auch nicht mehr das, was er mal war. Am Wochenende hat „Ein ganz normales Familienfest“, die aktuelle Eigenproduktion des Vereins „Neues Volkstheater Fläming“, auf der Bühne des Niemegker Kulturhauses Premiere gefeiert. 

Am Freitag hat die neue Eigenproduktion des Vereins „Neues Volkstheater Fläming“ im Kulturhaus Niemegk Premiere gefeiert. Das Stück trägt den Titel „Ein ganz normales Familienfest“ und hat die Lachmuskeln des Publikums einmal mehr kräftig strapaziert.

Nach nur rund zwei Monaten Probenzeit hat der Verein bereits ein neues Stück vorgelegt. Zu merken war von eventueller Zeitknappheit aber nichts. Im Gegenteil: „Ein ganz normales Familienfest“ spielt nicht nur auf der Bühne, sondern wartet zusätzlich mit drei kurzen Filmsequenzen auf.

Und auch der Zuschauerandrang war gewohnt groß. „Der Saal ist ja wieder proppevoll“, stellte Carola Hausig bei der Begrüßung fest. Sie stand diesmal nicht selbst auf der Bühne, sondern hat zusammen mit Doreen Schumann Regie geführt – ebenfalls eine Premiere.

Zwei weitere Vorstellungen

Das Stück „Ein ganz normales Familienfest“ ist noch am 26. und 27 April jeweils um 20 Uhr im Kulturhaus Niemegk, Großstraße 19, zu sehen.

Kartenreservierungen sind telefonisch möglich unter 033843/926910 oder per Email an info@neues-volkstheater.de

„Es wird lustig und spannend“, lautete das Versprechen zu Beginn. Die Zutaten dafür: ein pubertierendes Geschwisterpaar, eine gestresste Mutter, die trotz Weihnachtsferien für die Eltern ihrer Schüler erreichbar ist, ein Muttersöhnchen-Familienvater, eine anstrengende Schwiegermutter – und ein ungebetener Gast, der die ohnehin gespannten Nerven aller Beteiligten zusätzlich auf die Probe stellt.

>>> LESEN SIE AUCH: So liefen die Proben für das Stück

Der Heiligabend fängt schon sonderbar an. Während Vater Gerald (Christian Pietrucha) die Gans stopft, hört er im Radio von einem Überfall auf den Niemegker Nahkauf-Supermarkt. Kurze Zeit später eröffnet ihm Ehefrau Simone (Sandy Boldt), dass Familienkatze Kitty tot ist – was Tochter Jenny (Laura Senst) aber auf keinen Fall erfahren soll, um kein Weihnachtstraum zu erleiden.

Simone hat das Problem ohnehin bereits gelöst. Sie hat beim Zoohändler des Vertrauens (Sven Schüler) einfach eine neue Katze bestellt – und am Telefon genau durchgegeben, wie das Tier auszusehen hat, damit der Schwindel nicht auffliegt. So viel sei verraten: Der Plan geht am Ende nur mäßig auf.

Der Stress kommt aus allen Richtungen

Zumal das Familienoberhaupt genügend andere Baustellen zu beackern hat. Nicht nur, dass die Mutter ihres Schülers Etienne-Noel pausenlos anruft, über die Feiertage hat sich auch die eigene Schwiegermutter (Regine Pietrucha) angekündigt. Das Verhältnis der beiden Frauen beschreibt Simone mit einer kleinen Anekdote selbst: „Wer gibt bitte eine Kontaktanzeige für seinen Sohn auf – am Vorabend von dessen Hochzeit?“

Zwischendurch muss außerdem noch Zeit sein, um mit Sohn Fabian (Marvin Miedzianowski) für das Krippenspiel zu üben – an dem der Junge nicht ganz freiwillig teilnimmt, aber mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

Brenzliger Heiligabend

Und damit noch nicht genug: Der Zoohändler ist am Ende auch nicht der, der er vorgibt zu sein. Also findet sich die Familie am Weihnachtsabend, der die zweite Hälfte des Stücks einläutet, in einer brenzligen Situation wieder.

Ob sie sich daraus befreien kann, was es mit dem ominösen Brief auf sich hat, den Simone bei ihrer Schwiegermutter findet und mit den Worten „Diese falsche Schlange!“ kommentiert und ob Katzen wirklich sieben Leben haben – das alles ist noch an zwei Abenden im Niemegker Kulturhaus zu sehen.

Von Josephine Mühln

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