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Niemegk So sollen die Bushaltestellen erneuert werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk So sollen die Bushaltestellen erneuert werden
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05:42 08.10.2018
Die zwei Haltestellen in Locktow sind im ÖPNV-Konzept des Amtes mit den Noten 2 und 4 bewertet worden. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Das Amt Niemegk hat ein Konzept für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorgelegt. Dafür hat die Straßenbauverwaltung alle momentan vorhandenen Haltestellen erfasst, deren Zustand geprüft und dokumentiert. Auf dieser Grundlage sollen in den kommenden Jahren alle Haltestellen im Amtsbereich bedarfsgerecht umgebaut und mit einem vergleichbaren Ausstattungsstandard versehen werden.

„Wir haben etwa im Frühjahr damit angefangen, das Konzept zu entwickeln“, sagt Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling (fraktionslos). „Es brauchte einen Überblick über den baulichen Zustand der Haltestellenhäuschen und deren Ausstattung.“ Die finale Liste umfasst 62 Haltestellen, deren Zustand mit Schulnoten von eins bis fünf bewertet wurde. Außerdem ist erfasst, ob die Haltestellen barrierefrei und überdacht sind, über eine Bank und einen Abfalleimer verfügen.

Zwei Varianten für Ausbau

„Es liegt jetzt an den Gemeindevertretern, welchen Standard sie sich für die Haltestellen in ihren Orten wünschen“, sagt Thomas Hemmerling weiter. „Das ist immer eine Gratwanderung zwischen dem ’Rundum-Sorglos-Paket’ und der finanziellen Situation. In Lühnsdorf haben wir uns zum Beispiel darauf geeinigt, dass auf der Straßenseite, auf der die Kinder morgens auf den Bus warten, eine Überdachung sein soll – damit sie im Trockenen stehen. Auf der anderen Seite ist das dagegen nicht unbedingt notwendig, weil die Kinder dort nur aussteigen und direkt nach Hause gehen.“

Es müsse pro Ort abgewogen werden, welche Ausbauvariante sinnvoll sei, sagt Hemmerling. Im Konzept sind zwei Möglichkeiten aufgeführt: Variante A ist der Ausbau einer barrierefreien Aufstellfläche mit Haltestellenschild für etwa 6000 Euro und Variante B der Ausbau mit Komplettausstattung – also Dach, Bank und Abfallkorb – für etwa 12.000 Euro.

Nur eine Haltestelle mit „Sehr gut“

Für das ÖPNV-Konzept sind die Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung die Orte im Amtsgebiet abgefahren und haben den Bauzustand von Haltestellen, Straßen und Gehwegen überprüft, sowie Gefahrenstellen ermittelt.

Von allen 62 Haltestellen ist nur eine mit der Note 1 bewertet worden – und zwar die Haltestelle „Waldstraße/Wendeschleife“ in Niemegk.

23 Haltestellen haben die Note 2 und 16 die Note 3 bekommen. Alle anderen sind demnach nur in ausreichendem (Note 4) oder gar mangelhaftem (Note 5) Zustand.

Darunter fallen zum Beispiel die Haltestelle „Wendeschleife“ in Jeserig oder auch die am Rabener Spielplatz in Richtung Niemegk.

„Alle Haltestellen zusammengenommen, würde ich den Zustand als mittelmäßig beschreiben“, so der Amtsdirektor. Ganz oben auf der Liste zur Bauablauffolge stehen jeweils die zwei Haltestellen in Lühnsdorf und Buchholz. Dort sei ein Baubeginn auch noch für dieses Jahr geplant. „Wir hoffen auf eine Vergabe im November, sodass wir noch in diesem Jahr die Aufträge verteilen können. Das Ganze ist aber auch immer wetter- und firmenabhängig.“

Es sei ihm wichtig, die Bedarfe vorausschauend zu benennen und in der Haushaltsplanung festzuschreiben – damit der Zustand auch auf Landesebene wahrgenommen werde. Ziel sei es, alle Haltestellen bis 2022 barrierefrei ausgebaut zu haben. „Ob uns das gelingt, weiß ich nicht“, sagt Hemmerling. „Mein Wunsch ist, dass die Gemeinden das Konzept beschließen – und wir dann aus dem Amt heraus agieren können, um Kräfte zu bündeln.“

Vier bis sechs Haltestellen pro Jahr

Damit das gelingt, hatte die Verwaltung den Abschluss einer sogenannten öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen den Gemeinden des Amtes angeregt. „Dadurch wird es möglich, dass der Umbau insgesamt durch das Amt geplant und umgesetzt werden kann“, heißt es im Konzept. Auch könnten dann die Vergabeverfahren gebündelt werden. „Wenn zum Beispiel drei Haltestellen mit Haus gebaut werden sollen, können wir einen Auftrag statt drei vergeben und die Firmen arbeiten das nacheinander ab“, erläutert Thomas Hemmerling.

Was die Finanzierung angeht, zahlt aber jeder nur seine eigenen Haltestellen. „Die Gemeinden finanzieren das aus ihren eigenen Töpfen für ÖPNV und Straßenbau. Sie zahlen das Geld anteilig beim Amt ein. Wir wollen versuchen, auf ein jährliches Budget von etwa 45.000 Euro zu kommen – damit könnten dann vier bis sechs Haltestellen erneuert werden“, schließt der Amtsdirektor.

Von Josephine Mühln

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