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Niemegk So lief die Projektwoche an der Grundschule
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk So lief die Projektwoche an der Grundschule
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14:56 15.04.2019
Projektwoche an der Koch-Grundschule: Die Sechstklässler haben mit Graffiti-Künstler Mirco Stielow (2.v.r.) die Veranstaltungsterrasse gestaltet. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Die Sechstklässler der Niemegker Robert-Koch-Grundschule haben sich ein Denkmal gesetzt. Gemeinsam mit Graffiti-Künstler Mirco Stielow aus Brandenburg an der Havel haben sie während der Projektwoche jetzt die Veranstaltungsterrasse auf dem Schulhof gestaltet.

In der letzten Woche vor den Osterferien hat an der Robert-Koch-Grundschule in Niemegk eine Projektwoche stattgefunden. Jede Klassenstufe hat ein anderes Thema behandelt: das Wasser und seinen Kreislauf, gesunde Ernährung, Knigge und Graffiti.

„Das war sehr schön und hat viel Spaß gemacht“, resümiert der elfjährige Luis. „Am besten hat mir die Arbeit an der Sticker-Bomb gefallen.“ Dabei werden viele kleine Einzelbilder gesprüht, die am Ende ein großes, buntes Gesamtkunstwerk ergeben.

Mirco Stielow – Künstlername Stylografixxx – ist zufrieden mit der Arbeit seiner Schützlinge. „Die Schüler waren sehr kreativ und engagiert, sie haben super mitgemacht“, lautet sein Fazit. „Ich mache gerne solche Projekte mit Kindern und Jugendlichen, um ihnen die Graffiti-Grundkenntnisse nahe zu bringen und die Regeln, die zu beachten sind.“

Konzept zusammen entwickelt

In den ersten Tagen der Projektwoche sei es deshalb auch um die Geschichte des Graffiti gegangen sowie die unterschiedlichen künstlerischen Möglichkeiten. Gemeinsam wurden Motive zusammengetragen und ein Gestaltungskonzept entwickelt.

Mirco hat eine gute Art, mit den Schülern umzugehen – er ist sehr offen, das spricht die Jugendlichen an“, sagt Renate Bastian. Die Kunstlehrerin hat das Projekt zusammen mit ihrer Kollegin Heidrun Specht betreut. „Sowas geht nur mit guter Zusammenarbeit“, sagen die Frauen.

Sie freuen sich über die Selbstständigkeit ihrer Schüler und deren großes Engagement. „Die Idee hinter dem Projekt war auch, dass die Sechstklässler etwas hinterlassen können, wenn sie nach den Sommerferien an die weiterführenden Schulen wechseln“, sagt Renate Bastian weiter.

„Die Schüler haben sich im Kunstunterricht Gedanken dazu gemacht und Skizzen gezeichnet – sie hatten viele Ideen für Motive, die zur Stadt passen, wie das Rathaus, der Wasserturm oder auch die Kirche“, erzählt Renate Bastian weiter. Es sei eine neue Erfahrung gewesen, außenwirksam zu arbeiten. „Die Schüler sollten das als geschlossenes Kunstwerk begreifen, die Farben sollten zueinander passen – es ging nicht darum, einfach nur zu sprayen.“

Förderung durch die Sparkasse

Das Konzept für das Projekt mit dem Titel „Full of Memories“ ist von Schulsozialarbeiterin Linda Lübbers gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Potsdam-Mittelmark als Träger der Schulsozialarbeit entwickelt worden. Es ist von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ausgezeichnet und finanziell gefördert worden. Außerdem hat die Agrargenossenschaft „Hoher Fläming“ aus Rädigke die Schüler mit Schutzanzügen und Handschuhen ausgestattet.

Bei der ersten Klassenstufe hat sich in der Projektwoche alles um das Thema Wasser gedreht. „Die Kinder haben eine kleine Filteranlage gebaut und damit Tintenwasser, Kreidewasser und Ölwasser gefiltert“, erzählt Manuela Hoffmann, Lehrerin der Klasse 1b.

„Außerdem waren wir zu Besuch bei der Fischzucht in Werdermühle und im Klärwerk – dort konnten die Kinder noch mal in groß sehen, was sie zuvor bei ihrem kleinen Modell getestet haben.“

Die Schüler der 5. Klasse haben einen Knigge-Kurs bei Trainerin Marlis Rhinow belegt. Am Ende gab es ein Essen bestehend aus mehreren Gängen. Quelle: Josephine Mühln

Praktisch – und am letzten Tag vor allem lecker – ist es auch bei den Schülern der fünften Klasse zugegangen. Bei ihnen war Marlis Rhinow, Trainerin für Stil und Etikette zu Gast. „Zu Beginn der Woche haben wir über Werte wie Offenheit, Pünktlichkeit und Freundlichkeit gesprochen“, erzählt Lehrerin Anke Simon. „Alles lief teamorientiert ab – und immer spielerisch, zum Beispiel mit einem Quiz über gutes Benehmen.“

Am Ende der Woche stand ein Menüabend in Form einer fiktiven Geburtstagsfeier auf dem Programm. Dafür haben die Schüler Einladungskarten geschrieben und sich Gedanken über das Essen gemacht. Schließlich sollten Aperitif, Vorspeise, Hauptspeise und Dessert auf den Tisch kommen – auch das ist von den Kindern selbst zubereitet worden.

Über das Verhalten bei Tisch

Marlis Rhinow hatte alles gut vorbereitet und die meisten Schüler haben gut mitgemacht“, resümiert Anke Simon. „Ich hoffe, dass es langfristig was gebracht hat und sie sich an das Erlernte erinnern.“

Die Klasse sei sehr interessiert gewesen, die Arbeit mit den Kindern habe ihr deshalb viel Spaß gemacht, sagt Marlis Rhinow. Die Cottbuserin arbeitet seit 2006 als Trainerin für Stil und Etikette und ist häufig an Schulen unterwegs.

Bei dem nachgestellten Menüabend ging es um die klassische Tischkultur: gerade sitzen, das richtige Besteck für den richtigen Gang verwenden oder auch das richtige Verhalten des Gastgebers.

Von Josephine Mühln

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