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Niemegk Festival für Freunde begeistert die Besucher
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Festival für Freunde begeistert die Besucher
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13:40 06.08.2018
Beim viertägigen Festival für Freunde in Dahnsdorf wurden auch Besucher spontan zu Akteuren. So wie bei der One-Woman-Show. Quelle: Christiane Sommer
Dahnsdorf

Über Dahnsdorf lag am vergangenen Wochenende ein Hauch von Hollywood. In dem 400 Einwohner zählenden Dorf war im Rahmen des Festivals für Freunde ein Walk of Fame, also ein Pfad des Ruhmes, eröffnet worden.

Stadt trifft Land und Land trifft Stadt beim Kultur-Festival für Freunde. Es erlebte jetzt in Dahnsdorf seine sechste Auflage.

Anders als in Los Angeles, wo derselbe den Stars und Sternchen von Hollywood gewidmet ist, war er in Dahnsdorf den Künstlern vorbehalten, die das diesjährige Kunstfestival vier Tage lang mit Leben erfüllten.

Den Kinderschuhen entwachsen

Eva Galonska, Günther Stolarz, Adam Tetzlaff, Antonius Zehringer, Martin Frenzel, Tim Kehrwieder, Roland Walter und alle anderen teilnehmenden Künstler unterschiedlicher Genre wurden in dieser Folge entlang des temporären Dahnsdorfer Walk of Fame gewürdigt.

In seiner sechsten Auflage ist das Festival nun den Kinderschuhen entwachsen. Das FfF hat sich zu einer bekannten Größe entwickelt.

Das ehemalige Rittergut und in diesem Jahr erstmal auch ein alter LPG-Kuhlstall am Dorfrand verwandelten sich von Donnerstag bis Sonntag zu einer riesigen Spielstätte mit vielen kleinen Bühnen. Ungeschönt trafen Stadt auf Land und Land auf Stadt. Facettenreiche Kunst wurde vom Flair der alten Stallungen und Scheunen geküsst. Ein Experiment, dass so nur auf dem Land möglich ist.

Erstmals wurde Eintritt fällig

Insgesamt 27 Darbietungen aus Performance, Tanz, Theater, Musik, bildender Kunst und auch Wissenschaft waren über vier Tage auf dem gesamten Festivalgelände zu erleben. Vom Walk of Fame in einem Scheunendurchgang über Ausstellungen, Theateraufführungen und Workshops in ausgedienten Schweineställen bis hin zu Musikaufführungen in einer eigens eingerichteten Treckerecke auf dem Gutshof reichte das breite Angebot.

Die Idee für das Kunstfestival auf dem Dorf hatte Marie Golüke, die selbst als Schauspielerin aktiv ist und aus Dahnsdorf stammt. In den Anfangsjahren waren nur Freude in ihr Heimatdorf eingeladen. Im kleinen Kreis zeigte jeder, was er kann. Dann entwickelte sich die Festivalidee. Von Jahr zu Jahr professioneller werdend, lockt das Kunstfestival zwischenzeitlich immer mehr Besucher an. Rund 340 waren es in diesem Jahr.

„Deshalb haben wir uns nun auch entschlossen, Eintritt zu nehmen“, sagt Marie Golüke. „Künstlerische Arbeit sollte nicht umsonst sein, weil die Künstler von ihrer Arbeit leben müssen“, erklärt die Organisatorin. „Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Aber wir sind der Meinung, dass das Festival davon profitieren kann. Außerdem können wir dann endlich einmal konkret die Besucher beziffern“, so Golüke.

Kleine Pannen stören den Plan

In der Vergangenheit wurde die Veranstaltung allein durch Spenden, Crowdfunding und ehrenamtliches Engagement gestemmt. Mit dem Eintritt erhalte der ausrichtende Verein nach eigener Aussage nun eine größere finanzielle Unabhängigkeit. „Wir sind der Überzeugung, dass das Festival davon profitieren wird“, sagt die Schauspielerin.

Am Sonntag klang das sechste Festival nun aus. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden. So wie auch das Publikum. „Ich bin fast in jedem Jahr dabei“, sagt Michael Neumann. Der Potsdamer erlebte über drei Tage hinweg Kultur und Kunst in Dahnsdorf. Kleine Probleme wie ein Stromausfall am Freitag, der das eng getaktete Festivalprogramm kurz mal durcheinander wirbelte, waren schon am Tag darauf vergessen. „Wir haben alle Aufführungen nachgeholt. Es ist nichts ausgefallen“, sagt Organisatorin Marie Golüke erfreut.

Von Christiane Sommer

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