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Niemegk So will Niemegk die Kinder und Jugendlichen beteiligen
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk So will Niemegk die Kinder und Jugendlichen beteiligen
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14:19 14.03.2019
Bei verschiedenen Workshops wird aktuell diskutiert, wie Kinder- und Jugendbeteiligung künftig gelingen kann. Quelle: Danilo Hafer
Niemegk

Eine Jugendbühne als Form der Beteiligung steht bei den Zehn- bis 13-Jährigen besonders hoch im Kurs. Dicht gefolgt von Kinder- und Jugendversammlungen, einem Jugendparlament sowie von Beauftragten für Kinder und Jugendliche in jedem Ortsteil.

Das zumindest sind die Ergebnisse zweier Workshops, die im Kulturhaus Niemegk stattgefunden haben. Eingeladen waren alle Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren. Es haben 19 Kinder zwischen neun und 13 sowie zwei Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren teilgenommen. Diskutiert wurde darüber, wie Kinder und Jugendliche künftig an kommunalen Angelegenheiten des Amtes Niemegk, die sie berühren, beteiligt werden können.

Methodenvielfalt erwünscht

„Die einzelnen Methoden schließen sich nicht gegenseitig aus“, erläutert Anne Kollien, Jugendkoordinatorin im Amtsgebiet. „Im Gegenteil: Eine Methodenvielfalt ist vielversprechend.“ Bei dem Workshop war daher nicht nur die Meinung der Kinder und Jugendlichen gefragt. Auch Mitarbeiter der Verwaltung und Bürgermeister der einzelnen Gemeinden konnten ihre Ideen einbringen.

Darunter waren neben Briefkästen, die an den Bekanntmachungskästen in den Dörfern angebracht werden könnten auch Infowände für die Jugendclubs. Das Amt hat zudem Interesse bekundet, in jedem Ortsteil einen Kinder- und Jugendbeauftragten zu installieren und digitale Methoden zur Abstimmung über konkrete Projekte zur Verfügung zu stellen. Anne Kollien wolle sich um die geforderte Jugendbühne kümmern. „Die soll offen für alle Themen sein, nicht nur Politik“, sagt die Jugendkoordinatorin.

Regelmäßiger Austausch ist wichtig

Aktuell ist bereits in der Hauptsatzung des Amtes verankert, dass künftig systematisch Kinder- und Jugendbeteiligung stattfinden soll. Im nächsten Schritt müssen die genauen Methoden in der Einwohnerbeteiligungssatzung festgeschrieben werden. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Jugendkoordinatorin, Amtsverwaltung, Stadtverordneten und Gemeindevertretern soll die praktische Umsetzung ermöglichen.

Der Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Bürgermeistern sei auch so schon gut – aber eben noch nicht systematisch. „Es geht uns um die kommunale Beteiligung. Darum, dass Erwachsene aktuell über Themen entscheiden, die Kinder und Jugendliche betreffen“, sagt Anne Kollien. „Klassische Beispiele sind die Umgestaltung von Schulhöfen, Spielplätzen oder Sportanlagen.“

Umsetzung von 18a bleibt Herausforderung

Kinder- und Jugendbeteiligung sei wichtig, viele Ideen seien bereits vorhanden. „Die Jugendlichen erfahren dadurch Selbstwirksamkeit und identifizieren sich mehr mit ihrem Ort, die Verbindung zum Ort wird gefördert“, sagt Anne Kollien. „Es ist wichtig, dass die Kinder merken, dass sie etwas bewirken und Einfluss nehmen können – Stichwort Fachkräftemangel und Wegzug vom Land.“

Sie finde die Einführung des Paragrafen 18a zur „Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen“ in die Brandenburgische Kommunalverfassung gut und richtig. Dennoch sei die Umsetzung eine Herausforderung für die Kommunen, sagt Anne Kollien.

Regelfinanzierung für mehr Personal

„Es ist eine große Errungenschaft, dass wir uns jetzt auf den Weg machen. Trotzdem denke ich, wäre zum Beispiel auch eine Regelfinanzierung wichtig, um die notwendigen personellen Ressourcen aufbringen zu können.“

Von Josephine Mühln

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