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Niemegk Stephan Krawczyk liest und singt in der Fläming-Bibliothek
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Stephan Krawczyk liest und singt in der Fläming-Bibliothek
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14:06 27.02.2019
Stephan Krawczyk liest aus seinen Büchern und singt in der Fläming-Bibliothek zu Rädigke. Quelle: Eveline Kolatschek
Rädigke

Lieder und Literatur sind die Ausdrucksmittel des Künstlers Stephan Krawczyk. Der Berliner steht seit vier Jahrzehnten auf der Bühne und hat schon einiges erlebt, das über Alltägliches hinausgeht. Und so sind auch seine Reflexionen nicht alltäglich, obwohl sie den Alltag keineswegs aussparen.

Lebensfreude nicht das Wasser abgraben

Erleben können das Besucher am Freitagabend in der Fläming-Bibliothek zu Rädigke. Unter dem Titel „Lebensfreu.de“ liest Stephan Krawczyk dort aus seinen Büchern, singt seine Lieder und spricht, als wäre es selbstverständlich, der Lebensfreude nicht das Wasser abgraben zu lassen – niemals und von niemandem.

Es braucht nicht mehr, als Augen und Ohren offen zu halten, um dem Weltbild jenen Klang zu verleihen, der weder durch die Schreihälse, noch durch die schweigende Mehrheit vom Wesentlichen abgelenkt wird. „Ich lebe auf der Erde, weil ich hier sterben werde. Mach nicht so’n Gesicht, als stürbest du hier nicht“, heißt es in einem Lied. Es sind die einfachen Wahrheiten, die Krawczyk schätzt, und einen Abend mit ihm zu einem Erlebnis werden lassen.

Verhaftet von der Stasi

Stephan Krawczyk wird Silvester 1955 in Weida in Thüringen geboren. Nach Abitur und dem Studium der Konzertgitarre an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar ist er seit 1980 freiberuflicher Sänger. 1981 gewinnt er den Nationalen Chansonwettbewerb der DDR, zieht 1984 nach Berlin. Im selben Jahr beginnt er zu schreiben, im Jahr darauf wird ein Berufsverbot über ihn verhängt. Er tritt gemeinsam mit Freya Klier in Kirchen auf, wird zur Symbolfigur der DDR-Bürgerbewegung. Am 17. Januar 1988 verhaftet der Staatsicherheitsdienst den oppositionellen Künstler und schiebt ihn 16 Tage später in den Westen ab.

Im selben Jahr, nun in Westberlin, gründet Krawczyk die Bürgerinitiative „FCKW Stop! Jeder Tag zählt“. Konzerttourneen führen ihn durch den deutschsprachigen westeuropäischen Raum, nach Nordamerika, Frankreich, Spanien, Italien. Er schreibt das Buch „Schöne wunde Welt“, das im Jahr der Wiedervereinigung veröffentlicht wird.

Produktiver Sänger und Autor

1991 entsteht die Erzählung „Mein Vater“, für die Krawczyk 1992 die Bettina-von-Arnim-Literaturpreis erhält. Im selben Jahr fährt er in das Bürgerkriegsland Somalia.

Neben fortwährender Konzerttätigkeit schreibt er an seinem ersten Roman „Das irdische Kind.“ Das Buch erscheint 1996.

Auch danach prägen diverse Veröffentlichungen auf musikalischem und literarischem Gebiet sowie Reisen und Tourneen das Leben des rastlosen Künstlers.

Termin: Lesung „Lebensfreu.de“ mit Stephan Krawczyk, Freitag, 19 Uhr, Fläming-Bibliothek Rädigke. Eintritt sieben Euro.

Von MAZ

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