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Niemegk Unterhaltsame Musikreise mit 30 Instrumenten
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Unterhaltsame Musikreise mit 30 Instrumenten
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12:38 05.11.2018
Ekkehard der Barde (Ekkehard Glaß) und Ralf der Rabe (Ralf Kirsten; links) stellen in Rädigke allerlei Instrumente vor. Quelle: Andreas Trunschke
Rädigke

Es ist eine Premiere. Sie beginnt mit einem ausgehöhlten Kuhhorn, auf dem Ralf Kirsten alias Ralf der Rabe den Beginn der Veranstaltung verkündet und das ARD-Team, das gerade für „Live nach neun“ die Flämingbibliothek filmt, langsam aus dem Saal verabschiedet. „So mag vor 800 Jahren der Dorfschulze seine Leute in Rädigke zur Versammlung gerufen haben“, stellt Gastwirt Bernd Moritz fest und übergibt an die „66 Prozent der Rabenbrüder“, neben Ralf dem Raben noch Ekkehard der Barde (Ekkehard Glaß).

Die beiden Künstler „versuchen in den nächsten zwei Stunden jedes Instrumente, das hier liegt, zum Klingen zu bringen“. Das sind immerhin über 30 sehr unterschiedliche Instrumente und doch nur „etwa ein Drittel derjenigen, die wir haben“. Der „Versuch“ der beiden gelingt so hervorragend, dass schon bald „Wow“ aus dem Saal zu hören ist. Zu hören sind uralte ebenso wie moderne Instrumente, oft verpackt in unterhaltsame Lieder. Neben dem Klangerlebnis gibt es viel Wissenswertes.

Ekkehard der Barbe (rechts) und Wenzel Ralf Benn. Quelle: Andreas Trunschke

Das erste vorgestellte Instrument wurde schon vor Jahrtausenden in der Altsteinzeit verwendet, das Schwirrholz. Anschließend spielte Ralf der Rabe auf einer Flöte, wie sie vor 35.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb gespielt wurde. Sein Instrument ist allerdings nicht wie die historische Flöte aus einem Schwanenflügel hergestellt worden, sondern passend zum Fläming aus einem Damwildknochen.

Das modernste Musikinstrument an diesem Abend ist das 1840 von dem Belgier Adolphe Sax erfundene Saxophon, das Wenzel Ralf Benn in einem Gastauftritt vorstellt. Zu hören sind unter anderem auch Maultrommel, Okarina, Laute, Cister, Mandoline, Didgeridoo, Dudelsack, Mundharmonika und natürlich die Gitarre. Auch die Leier, bei der man gleich noch erfährt, woher das Sprichwort „immer die gleiche Leier“ kommt. Die Leier besitzt wegen ihrer wenigen Saiten einen nur geringen Ton- und Artikulationsumfang und ist meist auf eine festgelegte Tonlage abgestimmt.

Insgesamt hat man den Eindruck, Ralf der Rabe und Ekkehard der Barde können alles spielen, in das man reinblasen oder an dem man zupfen kann, von ganz klein bis ziemlich groß.

Lediglich vor der Konzertina kapituliert Ekkehard der Barde: „Die kann ich nicht spielen, aber sie sieht gut aus.“ Neben ihrem Spiel überzeugen die beiden Künstler mit ihrem Gesang. Bekannt für mittelalterliche Musik und verschiedene Darbietungen, meist auf Burg Rabenstein, überraschen sie mittendrin mit einem Text von Gerhard Gundermann: „Der ist noch immer viel zu wenig bekannt“, betont Ralf Kirsten.

Ralf der Rabe spielt in der Fläming-Bibliothek auf. Quelle: Andreas Trunschke

Das Rädigker Publikum zeigt sich jedenfalls begeistert. „Sie sind sehr vielseitig, es macht Spaß, zuzuhören“, findet Corinna Ter-Nedden aus Bardenitz. Irma Heistermann, ebenfalls aus Bardenitz, ergänzt: „Die beiden harmonieren gut miteinander. Nur manches Stück hätte ich mir noch länger gewünscht.“ Beate Behrens aus Zeuthen, die gerade ein paar Tage Urlaub in Rädigke verbringt, wünscht „den dreien noch viele weitere solche Auftritte.“

Von Andreas Trunschke

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