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Niemegk Volkstheater probt neue Eigenproduktion
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00:47 18.04.2018
Der Verein "Neues Volkstheater Fläming" in Niemegk führt in diesem Jahr das Stück "Ein Ufo für's Dorf auf". Im Bild während der Probe (v.l.): Sandy Boldt, Hartwig Matthäs, Carola Hausig und Doreen Schumann. Quelle: Josephine Mühln
Niemegk

Die Sitzung des Rädigker Gewerbeverbands ist ein besserer Kaffeeklatsch. Beim letzten Mal gab’s Mandelhörnchen und Mohnkuchen – so zumindest steht’s im Protokoll von Elsa Bremer. Gemeinsam mit Klara Ströbel und Helga Voss hält sie die 49. Sitzung ab – und die drei Frauen zerbrechen sich den Kopf darüber, wie ihr Ort attraktiver werden und wieder mehr Touristen anlocken kann.

„Ein Ufo für’s Dorf“ heißt die neue Eigenproduktion des Niemegker Vereins „Neues Volkstheater Fläming“, die am Freitag Premiere feiert. Dieser Tage laufen die Proben auf Hochtouren, am heutigen Montag soll das Bühnenbild fertiggestellt werden.

Proben laufen seit Januar

Dabei ist in diesem Jahr einiges neu: Erstmals stehen nur sieben Darsteller auf der Bühne im Kulturhaus – sonst waren es zwölf oder mehr. Dennoch ist das Stück mit rund zwei Stunden relativ lang, was pro Kopf mehr Text bedeutet.

„Deshalb war die Disziplin aber auch von Anfang an hoch und wir wussten, dass wir früh mit den Proben beginnen müssen“, sagt Regisseur Christian Pietrucha. Geprobt werde seit Januar. „Allein Doreen, die die Rolle der Klara Ströbel spielt, hat 400 Einsätze – sonst haben unsere Hauptrollen in der Regel rund 200 Einsätze“, erzählt Pietrucha weiter. „Aber man wächst mit seinen Aufgaben.“ Positiv sei dagegen, dass sich die Probentermine mit weniger Leuten leichter koordinieren lassen.

Premiere bereits ausverkauft

Die Premiere von „Ein Ufo für’s Dorf“ am Freitag ist bereits ausverkauft.

Weitere Vorstellungen finden am Sonnabend, 21. April, sowie am 4., 5. und 11. Mai statt. Einlass jeweils um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse 14 Euro.

Karten können ab sofort bei Hausigs Blumeneck, Bahnhofstraße 2 in Niemegk, der Touristeninformation Bad Belzig, Marktplatz 1 und dem Blumenladen „Pusteblume“ in Treuenbrietzen, Großstraße 60, gekauft werden.

Vorverkauf außerdem über das Kulturhaus oder den Verein selbst.

Weitere Informationen unter www.neues-volkstheater.de und www.kulturhaus-niemegk.de

Fast täglich würden sie ihre Texte üben, erzählen die drei Hauptdarstellerinnen Doreen Schumann, Carola Hausig und Sandy Boldt. „Und wenn man am Wochenende mal nicht gelernt hat, hat man auch gleich ein schlechtes Gewissen“, sagen sie und lachen.

Gefunden hat Christian Pietrucha das Stück beim Plausus Theaterverlag – nach etwa zweimonatiger Suche, wie er sagt. Gleich nachdem die letzte Aufführung der vorangegangen Eigenproduktion über die Bühne gegangen war, habe er angefangen, nach einem neuen Stück zu suchen.

Das komplette Ensemble (v.l.): Hartwig Matthäs, Christian Pietrucha (auch Regisseur), Doreen Schumann und vordere Reihe: Carola Hausig, Laura Senst und Sandy Boldt. Quelle: Josephine Mühln

Auf der Seite des Verlages sind immer kurze Zusammenfassungen der Stücke zu sehen, außerdem Angaben zur Darstelleranzahl, dem benötigen Bühnenbild und der Spielzeit. „Es hat nicht von Anfang an festgestanden, dass wir diesmal mit weniger Leuten spielen“, sagt Pietrucha. „Ich schaue eher, dass die Geschichte vom Humor her zu uns passt und habe nichts für viele Leute gefunden.“ Außerdem habe „Ein Ufo für’s Dorf“ im vergangenen Jahr schon zur Auswahl gestanden – und diesmal hat es das Stück also nach Niemegk geschafft.

Dann geht es an den Feinschliff, das Stück wird dem Ensemble angepasst. Frauen- werden zu Männerrollen oder auch umgekehrt. „Außerdem haben wir beim Inhalt kürzen müssen, denn allein das Lesen der Geschichte hat zweieinhalb Stunden gedauert“, erzählt die Truppe.

Daniel Geißler springt für Jutta Linthe ein

Bislang haben sie noch nicht mit Requisiten und Kostümen geprobt. „Wir haben viele Tag- und Nachtszenen, müssen uns also schnell umziehen. Das wird noch mal spannend“, sagt Carola Hausig, die die Rolle der Helga Voss spielt. Dennoch seien sie gut im Zeitplan, findet Christian Pietrucha. „Wir waren mit anderen Stücken schon mehr hinten dran, ich habe ein gutes Gefühl. Auch die Einsatzhilfe nimmt schon ab.“

Am Montag nimmt außerdem Niemegks Pfarrer Daniel Geißler erstmals an der Probe teil. Er spielt im Stück einen Ufologen und ist für Jutta Linthe eingesprungen, die aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. „Wir und Jutta hoffen aber, dass sie vielleicht bei der Wiederholung im Herbst dabei sein kann“, sagt Regisseur Pietrucha.

Insgesamt sei die Stimmung trotz der nahenden Premiere noch entspannt. „Das kann einem aber auch Angst machen“, sagt Doreen Schumann und lacht. „Insgesamt werden die Auftritte einfach mehr zur Routine – während wir früher schon zwei Wochen vorher Panik geschoben haben“, ergänzt Pietrucha.

Von Josephine Mühln

Die Premiere war im Handumdrehen ausverkauft, die kleine Fläming-Bibliothek in Rädigke auch bei diesem Vortrag von Bernd Fredrich bis auf den letzten Platz besetzt. Wer für das kurzweilige Gastspiel keine Karten bekommen hat, hat aber noch eine Chance.

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