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Niemegker AEV senkt Gebühren leicht

Abwasserentsorgung Niemegker AEV senkt Gebühren leicht

Für die Abrechnung der Entsorgung von Abwasser hat der AEV Niemegk jetzt das Sondertarifgebiet Raben teilweise aufgehoben. Dort gelten neue und zum Teil höhere Gebühren. Im übrigen Verbandsgebiet sieht die aktuell beschlossene, neue Schmutzwassersatzung teilweise leicht Senkungen vor

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Thomas Hemmerling (li.) ist AEV-Vorsteher. Er nutzt als Dienstleister den WAV – hier Betriebsleiter Peter Gronemeier.

Quelle: Thomas Wachs

Niemegk. Der Abwasserentsorgungsverband Niemegk (AEV) muss für seine Betriebsführung mehr Geld ausgeben. Dennoch senkte er nun die für zwei Jahre neu kalkulierten Gebühren in einzelnen Punkten.

Dem als Dienstleister engagierten Wasserversorgungsverband „Hoher Fläming“ mit Sitz in Brück überweisen die Niemegker nun insgesamt 160 000 Euro pro Jahr. Für die technische Betriebsführung werden im Quartal 23 000 Euro fällig. Bislang waren es rund 15 000 Euro. Für die kaufmännischen Leistungen werden statt zuletzt rund 14 500 Euro nun 17 000 Euro im Quartal fällig.

Gebühren für zwei Jahre teilweise gesenkt

Der AEV verfügt nach dem Ausscheiden von Sachbearbeiterin Karin Commichau aus der Verwaltung über keine eigenes Personal mehr. Lediglich der ehrenamtliche Verbandsvorsteher, Thomas Hemmerling, koordiniert in Niemegk noch Belange des AEV. Die Einsparungen von Personalkosten aus der nicht mehr nachbesetzten Stelle ist ein Grund dafür, dass der AEV seine neu kalkulierten Gebühren weitgehend stabil halten konnte. Zudem habe der Verband eien Gewinn aus dem Jahren 2012/13 einrechnen und im aktuellen Kalkulationszeitraum trotz sinkender Bevölkerungszahlen ein leicht gestiegenes Abwasseraufkommen und damit etwas höhere Einnahmen verbuchen können, erklärte Hemmerling gegenüber der MAZ.

Kaum Investitionen geplant

Der Abwasserentsorgungsverband Niemegk (AEV) ist kommunaler Zweckverband für Orte der Gemeinden Niemegk, Planetal und Rabenstein/Fläming.

Im Wirtschaftsplan für 2016 sind Investition im Umfang von 51 000 Euro geplant.

Der größte Posten betrifft mit 18 200 Euro das Klärwerk Niemegk. Dort sollen für 16 200 Euro ein Leitcomputer für die Steuerung der Anlage erneuert und für 2000 Euro Werkzeug gekauft werden.

Zudem werden Pumpwerke in Neuendorf, in der Treuenbrietzener Straße in Niemegk sowie in Dahnsdorf erneuert. Kostenpunkt dafür insgesamt: 24 500 Euro.

Die von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossene neue Satzung zu den Schmutzwassergebühren sieht in einzelnen Punkten Senkungen vor. Demnach sinkt für die Eigentümer von Grundstücken in Niemegk, Dahnsdorf, Neuendorf und Rädigke, die per Kanal ans Niemegker Klärwerk angebunden sind, die Mengengebühr je Kubikmeter um zehn Cent auf vier Euro. Die Grundgebühr bleibt bei 9,50 Euro pro Monat konstant. Sie gilt unverändert auch für die Entsorgung aus Sammelgruben. In der mobilen Entsorgung ist die Mengengebühr pro Kubikmeter indes von 6,10 auf 5,60 Euro gesenkt worden. Für die Abfuhr von Klärschlamm aus Kleinkläranlagen werden weiterhin pro Kubikmeter 70 Euro fällig.

70 Euro Kosten pro Kubikmeter

Für Abwasserkunden in Raben, wo seit Jahren ein Sondertarifgebiet gilt, ist die Grundgebühr für die Entsorgung aus Sammelgruben nun an das übrige Verbandsgebiet angeglichen worden. Statt zuletzt 6,90 werden dort monatlich nun auch 9,50 Euro fällig. Dafür ist die Mengengebühr gesenkt worden von 6,50 Euro auf 5,40 Euro pro Kubikmeter. Für die Abfuhr von Klärschlamm aus Kleinkläranlagen wurde die Sonderabrechnung für Raben nun aufgehoben. Der Preis beträgt dennoch weiterhin 70 Euro pro Kubikmeter. „Dort fielen in den letzten zwei Kalkulationsjahren nur acht beziehungsweise 13 Kubikmeter an“, erklärte Hemmerling.

„Für die meisten Kunden in Raben dürften diese Veränderungen unter dem Strich kaum Auswirkungen haben“, sagte Verbandsvorsteher Thomas Hemmerling. Er sieht für den Verband eine stabile Wirtschaftslage. Bei einem Gesamtkostenvolumen von rund 1,3 Millionen Euro komme der AEV ohne Kredite und ohne Umlagen an seine Mitgliedskommunen aus.

Von Thomas Wachs

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