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Aus der Heimat frisch auf den Tisch

Niemegker Betrieb will „Fläminger Regional“ etablieren Aus der Heimat frisch auf den Tisch

Unter der Dachmarke „Fläminger Regional“ will sich Braus- und Bierhersteller Bodo Höhne aus Niemegk mit anderen Produzenten zusammentun. Ziel ist es, im Hohen Fläming erzeugte Lebens- und Genussmittel als Netzwerk zu vermarkten. Ganz wichtig bei der Herstellung sei der regionale Bezug und der weitgehende Verzicht auf Zusatzstoffe.

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Packen an wie die Großen: Reinhold (links) und Jakob Höhne.

Quelle: S. Specht

Niemegk. Gemeinsam erreicht man mehr. Dieser Idee ist auch Bodo Höhne aus Niemegk verfallen, weshalb sich der Brause- und Bierhersteller mit anderen Produzenten der Region unter der Dachmarke „Fläminger Regional“ zusammentun will. Dafür sucht er nun Mitstreiter. Ziel ist es, im Hohen Fläming erzeugte Lebens- und Genussmittel als Netzwerk zu vermarkten.

Vielen ist Bodo Höhne als Getränkehändler und Ausrichter des Niemegker Oktoberfestes bekannt. Schon vor vielen Jahren hat er sich mit seiner Frau Astrid entschieden, Getränke herzustellen – wie es einst sein Vater getan hatte. Nach und nach wuchs das Sortiment und umfasst nun mehrere Biersorten, Säfte, rote und grüne Fassbrause und Liköre.

Ganz wichtig bei der Herstellung sei der regionale Bezug und der weitgehende Verzicht auf Zusatzstoffe. So werde das Bier nach einem alten Wiesenburger Rezept gebraut, die Zutaten kämen zum Teil aus der Region. Die Säfte schmeckten jedes Jahr anders. „Mal sind sie heller, mal trüber. Es kommt immer darauf an, wie die Ernte war und welche Apfelsorten wir hatten“, sagt Bodo Höhne.
Sein neuester Coup sind die grüne und die rote Fassbrause, hergestellt nach dem Original-Familien-Rezept. „Im Gegensatz zu anderen Fassbrausen verwenden wir Zucker und keinen Süßstoff. Zucker ist zwar ebenfalls nicht gerade gesund, aber immer noch tausendmal besser als künstlich produzierte Süße“, sagt Bodo Höhne.
Wichtige Stütze in seinem Unternehmen sind neben den zehn langjährigen Angestellten die vier Söhne Walter, Willy, Jakob und Reinhold. „Jeder hat seine Aufgaben und arbeitet schon richtig feste bei uns mit“, berichtet der stolze Vater.

Wie in einer großen Familie soll es nach seinem Willen auch bei der Dachmarke „Fläminger Regional“ zugehen. „Man hilft sich und arbeitet zusammen für ein gemeinsames Ziel“, sagt Bodo Höhne. „Mitmachen kann jeder Bauer, Bäcker, Fleischer, Fischer. Hauptsache, er produziert bei uns in der Region. Wie in einer Genossenschaft zahlt jedes Mitglied einen Obolus in die Gemeinschaftskasse. Damit werden dann Werbung und Vermarktung finanziert. Weiteres Kriterium für die Aufnahme: Sympathie. „Wir müssen uns vertrauen können. Dafür ist es wichtig, dass wir uns jederzeit in die Augen schauen können“, sagt Bodo Höhne. Denkbar sind später gemeinsame Auftritte bei der Grünen Woche in Berlin oder Präsentkörbe mit verschiedenen Produkten.

Winzer gesucht

Eines von in Brandenburg äußerst seltenen Rebrechten für rund 1000 Pflanzen besitzt Bodo Höhne.
Dieses Rebrecht läuft aber in wenigen Monaten aus, wenn nicht noch Wein angebaut wird.
Bodo Höhne schafft es aber nicht, sich in diese Materie reinzuarbeiten und selbst Wein anzubauen.
Aus diesem Grund sucht er Winzer, die Wein anbauen möchten.
Wer sich ausprobieren möchte, aber auch schon über einige Erfahrung auf dem Gebiet verfügt, kann sich bei Bodo Höhne melden.
Kontakt: Interessierte (auch für die Dachmarke „Fläminger Regional“) melden sich: Tel.  03 38 43/5 12 42.

Bodo Höhne hat für seine Getränke schon zahlreiche Abnehmer in der Region gefunden. Unter einer Dachmarke soll das noch einfacher gehen. Immer öfter beobachtet er den Trend zur Regionalität. „Gaststätten und Hotels wollen ihren Gästen den Fläming auch kulinarisch präsentieren. Wer den Hohen Fläming besucht, möchte meist auch wissen, wie das Bier hier schmeckt“, sagt Bodo Höhne. „Gute Zeiten also für Anbieter regionaler Produkte. Seiner Meinung nach löst Regionalität sogar das Label „Bio“ ab. „Bio können auch Bananen aus China sein. Aber wer kann das prüfen“, findet Bodo Höhne. „Bei mir kann ich aber die Leute auf den Hof lassen und ihnen zeigen, wo alles herkommt. Das ist das beste Verkaufsargument.“

Von Stefan Specht

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