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Potsdam-Mittelmark Niemegker Kulturhaus wechselt Besitzer
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegker Kulturhaus wechselt Besitzer
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00:17 30.05.2016
Pächter ist er schon, nun will Christian Pietrucha das Kulturhaus ganz in seinen Besitz bringen. Quelle: Thomas Wachs
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Niemegk

Bewegung auf dem Immobilienmarkt in Niemegk. Dort trennt sich die Stadt jetzt endgültig von ihrem Kulturhaus sowie von einem Mehrfamilienhaus an der Straße des Fortschritts 15 – 18. Beide Gebäude verkauft die Stadt an Christian Pietrucha. Er betrieb und sanierte die Häuser bereits seit 2008 im Rahmen von Erbbaupachtverträgen. Diese sahen befristet ein Kaufrecht vor. Das will Pietrucha nun nutzen. Sein Familienunternehmen besitzt in der Fläming-Kleinstadt bereits rund 100 Wohnungen.

Stadt Niemegk freut sich auf Einnahme

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hatten die Stadtverordneten keine Einwände gegen das Immobiliengeschäft. „Die Stadt hat keine Verwendung für die Gebäude und kann jetzt noch eine gute Einnahme für den Haushalt erzielen“, sagt Bauamtsleiter Thomas Griesbach.

Aus dem Verkauf des Kulturhauses mit seinem 2082 Quadratmeter großen Grundstück werden zwischen 50 000 und 60 000 Euro erwartet. Beim Wohnhaus mit 5242 Quadratmetern Grundstück liegen die Erwartungen zwischen 230 000 und 240 000 Euro. Verkauft werde jeweils zu dem im Rahmen der Erbbaupachtverträge ermittelten Gutachterpreise. „Lediglich die Grundstückspreise werden aktuell angepasst“, sagte Christian Pietrucha der MAZ. Für ihn waren die günstigen Zinsen am Kapitalmarkt ausschlaggebend, um die Kaufoptionen jetzt zu nutzen. „Außer den Besitzverhältnissen wird sich in beiden Fällen nichts ändern.“

Kleines Familienimperium

Das Familienunternehmen Pietrucha hat seit Mitte der 1990er-Jahre in Niemegk diverse Immobilien erworben. Dazu zählen heute rund 100 Wohnungen sowie das Kulturhaus.

Je zur Häfte wurden die Immobilien direkt gekauft oder über Erbbaupachtverträge betrieben.

Nach eigenen Angaben von Christian Pietrucha haben die Immobilien in Familienbesitz einen Wert von rund einer Million Euro.

Zur Verwaltung sowie als Hausmeister sind insgesamt zehn Mitarbeiter beschäftigt.

Zum Familienimperium zählt auch die Firma Chris-Cat GmbH. Sie betreibt am Stadtrand die einstigen Tongruben.

Die Restlöcher sollen durch die Annahme von Bauschutt rekultiviert werden. Dabei gab es mehrfach Streit mit Bergbaubehörden.

An der Straße des Fortschrittes will er weiter in den Anbau von Balkonen investieren, „die bei den Mietern sehr gefragt sind“, so Pietrucha. Von den 24 Wohnungen ist gut die Hälfte in den zurückliegenden Jahren Stück für Stück bereits saniert worden.

An der Straße des Fortschritts 15-18 erhalten Wohnungen jetzt gefragte Balkone. Quelle: Thomas Wachs

Auch in das Kulturhaus seien bereits rund 250 000 Euro geflossen. Die Investitionen und sein Engagement sieht Christian Pietrucha jedoch weniger als rentierliches Geschäft, als vielmehr ein Stück weit als Selbstzweck und Ergänzung zu den Mietimmobilien. Neben zwei kleinen Wohnungen haben dort Theaterverein, Frauentreff und Billardfreunde ihr Domizil. Zudem werde die ehemalige Gaststätte immer öfter für Familienfeiern vermietet. „So halten wir Niemegk als Wohnort etwas attraktiver – letztlich auch für unsere Mieter“, sagt der Investor. Für das Kulturhaus freue er sich „über jedes Jahr mit einer schwarzen Null in der Bilanz“. Seit Mitte der 90er-Jahre hat Pietruchas Familie in Niemegk dutzende Immobilien erworben. „Probleme mit der Vermietung haben wir kaum“, sagt er.

Von Thomas Wachs

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