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Potsdam-Mittelmark Niemegker Straße wird ab sofort zum Nadelöhr
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegker Straße wird ab sofort zum Nadelöhr
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16:53 11.03.2018
Timo Völker vom Bad Belziger Bauamt schaut dem Straßenbau zuversichtlich entgegen Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Von Montag an hält Bad Belzig für die Kraftfahrer ein neues Nadelöhr parat. Denn der Ausbau der Niemegker Straße beginnt. Das hat die Bauverwaltung des Rathauses angekündigt. Die ursprünglich für 2017 vorgesehenen Arbeiten starten jetzt mit Verspätung von einer Woche. Der Frost und die fehlende Bestätigung für Sperrung und Umleitung aus der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Potsdam-Mittelmark seien jetzt ursächlich gewesen, wie Bauamtsleiter Christoph Grund erklärt hat.

Nun aber können die Kollegen der Zerbe-Tiefbau-GmbH aus Brück-Gömnigk anrücken und den aktuellen Abschnitt in Angriff nehmen. Zu dem Zweck wird die Niemegker Straße von den Einmündungen der Brunnenstraße und der Berliner Straße bis zur Zufahrt des Baustoffhandels voll gesperrt.

Anliegerbelange werden beachtet

„Der Markt bleibt für Kunden und Lieferanten erreichbar“, sagt Geschäftsführer Alexander Scheer. Überhaupt sei versucht worden, möglichst alle Belange von Anwohnern und Gewerbetreibenden sowie von Rettungsdienst und Feuerwehr zu beachten, sagt Timo Völker. Er ist der städtische Betreuer bei dem Vorhaben, das in Kooperation mit Stadtwerke-GmbH und Kreisstraßenbetrieb realisiert wird. „Die Erreichbarkeit der Grundstücke kann nicht immer gewährleistet werden. Die Bauleitung vor Ort und die Anlieger müssen sich darüber jeweils aktuell abstimmen“, sagt er.

So wie die beiden Abschnitte der Niemegker Straße werden Brücker Landstraße und Berliner Straße jeweils zu Sackgassen. Einzig für die Linienbusse wird es dort vorläufig eine Passage geben und der endgültige Ausbau des Knotens wohl erst in den Sommerferien erfolgen. Das lässt sich der Bauablaufplanung entnehmen.

Parkverbote entlang der Umleitung

Der Verkehr soll jedoch ab sofort möglichst weiträumig, mindestens aber via Klinkengrund und Fläming-Bahnhof, an der Engstelle vorbeigeführt werden. So gehen mit der Umleitung wieder Parkverbote in der Karl-Marx-Straße und in der Bahnhofstraße einher.

Während in der Brunnenstraße und am Mühlenhölzchen bereits im vergangenen Jahr der erste Abschnitt am Rande schon ein paar kostspielige Herausforderungen bereitgehalten hat, sind für dieses Jahr noch zwei weitere Strecken ins Auge gefasst – von Juni bis September zwischen Baustoffhandel und Krankenhaus; von September bis Dezember dann bis zum Ortsausgang. Der Ausbau außerhalb der Stadtgrenze bis Preußnitz wird wohl erst 2019 erfolgen. Derzeit ist bekanntlich noch die Zukunft der unter Denkmalschutz stehenden Städtebahnbrücke und damit der Verlauf der Trasse für den Radweg unklar.

Mehrkosten bestätigt

Die Niemegker Straße wird auf einer Länge von 2345 Metern erneuert.

Mehrkosten wegen technologischer Veränderungen und steigender Baupreise mussten bereits registriert werden. Statt 1,57 Millionen Euro werden nun 2,72 Millionen Euro fällig, wobei 75 Prozent weiterhin vom Land Brandenburg bezahlt werden.

Der Kreistag hat in der jüngsten Sitzung seinen Anteil für die Arbeiten in diesem Haushaltsjahr entsprechend auf 287 000 Euro aufgestockt.

Im Tiefbau müssen Regen-, Trink- und Abwasserkanal hergestellt werden, wofür die Stadtwerke verantwortlich zeichnen. Buchstäblich daneben lässt die Edis-AG als regionaler Versorger ebenfalls, wo nötig, im Vorlauf neue Stromkabel verlegen. Verkehrsinseln sowie neue barrierefreie Bushaltestellen sollen zur Verkehrsberuhigung auf der ehemaligen B 102-Ortsdurchfahrt, die jetzt in Hoheit des Kreises Potsdam-Mittelmark liegt, beitragen. 6,50 Meter breit wird die Piste künftig sein. Immerhin neun Parkplätze sind am Krankenhaus angeordnet. Auf beiden Seiten soll ein kombinierter Geh- und Radweg mit einer Regelbreite von 2,50 Metern gebaut werden. Das liegt in Regie der Kommune.

Bürgermeister fordert Rücksichtnahme

Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) hofft, dass sich Bürger und Besucher von Bad Belzig auf die Situation einstellen, „sich mit Respekt und Rücksicht begegnen.“

Von René Gaffron

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