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Potsdam-Mittelmark Nilgänse greifen Störche an
Lokales Potsdam-Mittelmark Nilgänse greifen Störche an
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15:52 10.09.2018
Die beiden Fohrde Störche Marius und Magdalena halten Hochzeit. Quelle: Sebastian Mahlow
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Mittelmark

Ihr Auftritt hat die Fans in Atem gehalten. Marius und Magdalena waren in diesem Jahr die Webcam-Stars aus Fohrde. Das Storchenpaar, das von Kita-Kindern vorgeschlagene Namen bekam, überstand in seinem Nest zahlreiche Abenteuer und zog zwei Junge groß. Jetzt sind die Vögel irgendwo im Süden auf den letzten Kilometern zu ihrem Winterquartier.

Insgesamt 64 Storchenhorste gibt es im Altkreis Brandenburg und der Havelstadt. In diesem Jahr sind zwei neu besiedelt worden: in Damsdorf auf einem Schornstein und in der Alten Potsdamer Landstraße in der Stadt Brandenburg neben dem Fliedners Wohnheim auf einem Gittermast. Beide haben eine weitere Gemeinsamkeit, in beiden wurden zwei Jungvögel ausgebrütet und großgezogen.

Nilgänse als Besetzer

Ganz so gut hatte es das Gelege in Meßdunk nicht. Aggressive Nilgänse vertrieben das Altvogelpaar und besetzten das Nest. Als die Nilgänse weg waren, kehrten die Störche nicht zurück und die Brut war verloren. Ähnliches ereignete sich in Lünow, wo durch Storchenkampf alle Eier aus dem Nest geworfen worden sind. Insgesamt gab es in unserer Region 42 Storchenpaare von denen immerhin 29 gebrütet haben. 73 Jungadebare konnten den Flug nach Afrika Anfang August antreten. In Marzahne auf dem Holzmast und in Netzen auf dem Betonmast sind vier Jungvögel geschlüpft, genauso wie in Päwesin, Schmerzke und Riewend. Immerhin noch drei waren es in Bücknitz, Gollwitz, Golzow, Müggenburg, Gortz, Göttin und Gräben. Aber auch in Rietz und Roskow.

Der Weißstorch fühlt sich rund um Brandenburg wohl. Auch wenn das Dürrejahr 2018 keine leichte Zeit war. Quelle: Uwe Hoffmann

Besonderes Glück hatten zwei Jungvögel in Gortz. Diese wurden in einer Auffangstation aufgepäppelt und ausgewildert. In Golzow war das dritte Jahr in Folge eine Besonderheit in unserer Region zu bewundern. Dort haben die Rotschnäbel ihren Horst auf einer Kastanie gebaut. „Im Spreewald ist es durchaus üblich, bei uns einmalig", sagt Christian Kurjo, der ist ehrenamtlicher Betreuer des Weißstorchs für den Altkreis Brandenburg ist.

Mit dem Fläming vergleichbar

Der Trechwitzer ist alles in allem erstaunt, dass es trotz der schwierigen und trockenen Witterung ein überdurchschnittliches Jahr war. „Das Ergebnis ist auf jeden Fall besser als gedacht", sagte der Artenschützer. So waren es 2016 zwei und 2017 vier Brutpaare weniger als in diesem Sommer. 2016 erblickten 57 Jungvögel das Licht der Welt, im Vorjahr gar nur 44, also 29 weniger als in diesem Jahr. Trotzdem müssten es mehr sein, um die Population zu erhalten. Dafür werden mindestens zwei Störche je Paar gebraucht. Bei uns waren es auf die Gesamtheit geschaut nur 1,73 Vögel. Allerdings haben die Vögel mit Brut im Schnitt 2,51 Junge großgezogen. Alles in allem ein Ergebnis, das mit dem im Fläming vergleichbar ist.

Von Andreas Koska

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