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Potsdam-Mittelmark Nur wenige Gäste bei „Feuer und Flamme“
Lokales Potsdam-Mittelmark Nur wenige Gäste bei „Feuer und Flamme“
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16:16 29.10.2017
Gerhard Rettig und Renate Heil haben am Aktionstag „Feuer und Flamme“ die Bockwindmühle in Cammer besucht. Quelle: Andreas Trunschke
Cammer

Das Wetter ist der erfolgreichen Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ in diesem Jahr nicht günstig gesonnen. Weniger Menschen als sonst finden daher den Weg in die Museen – jedenfalls nicht ins Hans-Grade-Museum in Borkheide und zur Bockwindmühle am Ortsrand von Cammer.

Dabei hat sich die Hans Grade Gesellschaft in Borkheide gut vorbereitet. Der neu angeschaffte Toilettencontainer steht, Wasser ist angeschlossen, nur Strom muss noch verlegt werden. Die Denkmalschutzbehörde hat inzwischen dem dringend notwendigen Anstrich der dortigen IL 18 zugestimmt. „Allerdings hoffen wir auf ein bis zwei Jahre mehr Zeit für die Finanzierung“, erklärt Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD). Auch eine Regelung mit der Erbengemeinschaft, der das Grundstück gehört, konnte noch nicht erreicht werden. Zum Start der Aktion um 13 Uhr sind schon die ersten Gäste am Tor, doch dann kommen nur noch vereinzelt Besucher. Dem zunehmenden Wind fallen auch Feuerschale, Feuerwerk und Modellflug zum Opfer.

Das geplante Schaumahlen in der Bockwindmühle musste ausfallen

In Cammer hat man sich ebenfalls liebevoll vorbereitet. Damit die Gäste sich aufwärmen können steht ein Wohnanhänger bereit, den der Hobbymüller Joachim Richter zur Verfügung gestellt hat. Der Anhänger schwankt zwar etwas im Wind, doch drinnen ist es warm, und es gibt Kaffee und Kuchen. Den Kuchen hat Gudrun Schmidt gebacken, die sich zugleich fragt, was aus der Mühle würde, wenn sich nicht der Verein darum kümmern würde: „Wäre da nicht die Politik gefragt?“

„Um 13 Uhr waren gleich acht Gäste aus dem Ferienhaus „Mühlenblick“ da, insgesamt kamen bisher zwanzig Personen“, erzählt der ehemalige Bürgermeister Gerhard Rettig, der sich seit nunmehr 37 Jahren für die Mühle engagiert. Leider musste das geplante Schaumahlen ausfallen. „Bei dem Sturm würden wir die Mühle riskieren“, bedauert Rettig. Um die Mühle vor dem Verfall zu bewahren hatten die Einwohner von Cammer einst unzählige ehrenamtliche Stunden geleistet. Die damalige PGH Bau Brück unter Willi Stump und Zimmerermeister Gerhard Gutsch gab der Mühle ein neues Dach und eine neue Treppe, Zimmerleute aus Cammer sorgten für neue Flügel. Nur dadurch und durch die Sanierung nach der Wende konnte jetzt die Mühle bei Feuer und Flamme präsentiert werden.

Viel Zuspruch im Backmuseum Emstal

Kurz vor Schluss können Rettig und Richter noch einen besonderen Gast begrüßen. Die Neubürgerin von Cammer Renate Heil ist kurz von ihrem Garten herüber gekommen und voller Neugier auf die Bockwindmühle in ihrer Nachbarschaft. Sie ist aber nicht nur neugierig auf die Mühle, sondern hat auch Lust, sich zu engagieren: „Ich würde gern im Dorf- und Heimatverein mitmachen.“

Viel Zuspruch können dagegen die Verantwortlichen im Backmuseum Emstal verzeichnen. „150 bis 200 Gäste hatten wir bestimmt“, berichtet der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Backofen Emstal, Udo Wernitz, und setzt verschmitzt hinzu: „Gutes Essen zieht immer.“ Wer die Emstaler Kugelbrote schon einmal gekostet hat, der wird ihm zustimmen. Dazu boten die Landfrauen frisch geräucherten Fisch.

Von Andreas Trunschke

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