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Potsdam-Mittelmark Abriss des Müffel-Hauses beginnt
Lokales Potsdam-Mittelmark Abriss des Müffel-Hauses beginnt
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12:36 03.06.2014
Steht bald nicht mehr: Nuthetals alter Verwaltungssitz. Quelle: Jens Steglich
Nuthetal

Grund für die lange Abrisszeit ist eine erhebliche Belastung des Gebäudes, das deshalb einzeln und unter Vollschutz abgetragen werden muss. Teile des Hauses sind Sondermüll, der auf eine Deponie muss, sagte Bauamtschef Rainer vom Lehn.

Zuvor hatte ein Abbruch-Konzept, das die Kommune für die Beseitigung der Altlast anfertigen lassen musste, an den Tag gebracht, dass das Haus schlimmer als angenommen verseucht ist. Festgestellt wurden etwa Quecksilber und Chrom in höheren Konzentrationen. Die Chrombelastung liegt beim 30-fachen des zulässigen Wertes für Gebäude. Im Konzept wurde angewiesen, dass das Haus auch nur mit Schutzkleidung und Atemfiltermaske betreten werden darf. "Ich hoffe, dass wir vier Wochen nach Abrissbeginn sofort mit dem Neubau beginnen können", sagte Rainer vom Lehn. Die Baugenehmigung fürs neue Haus werde in den nächsten Tagen erwartet.

Neubau kostet eine Million Euro

Um die Ausgaben klein zu halten, soll an gleicher Stelle ein schlichtes, eingeschossiges Verwaltungsgebäude das alte ersetzen. Im neuen Rathaus finden 19 Büroräume Platz. Weil auch im repräsentativen Standesamt an der Straßenfront der Scheunertallee und im Service-Center Räume fürs Gemeindepersonal eingerichtet werden, ist die eingeschossige Sparvariante erst möglich geworden. So zieht etwa die Gemeindebibliothek, die bisher im Standesamt ihren Platz hatte, in eines der beiden altersgerechten Wohngebäude, die derzeit im Rehgraben von der Kleinmachnower Wohnungsgesellschaft Gewog gebaut werden. Die Bibliotheksräume im Standesamt stehen deshalb dann der Gemeindeverwaltung zur Verfügung.

Bisher ist die Rede von einer knappen Million Euro Kosten für den Neubau samt Umbauarbeiten in Standesamt und Service-Center. Weil der Abriss des alten Hauses deutlich aufwendiger als ursprünglich geplant ist, könnte sich das Projekt allerdings noch verteuern.

Das Drama um Nuthetals alten Verwaltungssitz begann Anfang 2013, als sich im Haus ein rätselhafter Gestank breit machte, dessen Ursache lange im Dunkeln lag. Verantwortlich waren Ausdünstungen aus dem Baumaterial, die stärker wurden und bei Mitarbeitern Kopfschmerzen, Übelkeit, Bindehautreizungen und ähnliche Beschwerden auslösten.

KLEINE CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE

  • Das Verwaltungsgebäude war Anfang der 1990er Jahre dem Kreis abgekauft worden, um für das neu gebildete Amt Rehbrücke (2003 ist aus dem Amt die Gemeinde Nuthetal entstanden) schnell einen Arbeitssitz zu errichten.
  • Anfang 2013 machte sich im Bürohaus rätselhafter Gestank breit, der zu Beschwerden bei vielen Mitarbeitern der Verwaltung führte.
  • Im August 2013 zog Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) die Notbremse und wies den Auszug aller Mitarbeiter an.
  • Die Verwaltungsangestellten zogen in angemietete Räume der früheren Schlecker-Filiale, ins Standesamt oder ins Service-Center.
  • Dieses Provisorium dauert noch an – der Neubau, so die Hoffnung, soll bis Weihnachten einzugsfertig sein.

Von Jens Steglich

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