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Potsdam-Mittelmark Nuthetal ehrt seine Helden
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal ehrt seine Helden
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18:22 31.01.2016
Petra Thorwirth (l.) und Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) am Freitagabend mit dem Goldenen Buch . Quelle: Christel Köster
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Nuthetal

Am Freitagnachmittag bekam sie noch einen Kontrollanruf von Vereinsmitstreiterin Annerose Hamisch-Fischer: „Du kommst doch zum Neujahrsempfang? Und zieh’ Vereinskleidung an.“ Petra Thorwirth kam pünktlich in rot-weißer Vereinskluft zum Nuthetaler Neujahrsempfang. Da wusste sie freilich noch nicht, was man dort mit ihr vorhat. Das wussten nur ganz wenige Eingeweihte, darunter die Vereinsmitstreiterin, die absichern sollte, dass die 56-Jährige wirklich da sein wird. Schließlich sollte ihr die höchste Ehre zuteil werden, die Nuthetal zu vergeben hat: Der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde.

Es ist Tradition, den Empfang im neuen Jahr vor allem zu nutzen, jene Nuthetaler in den Mittelpunkt zu rücken, die sich aus freien Stücken und ohne finanzielle Gegenleistung an unterschiedlichen Stellen engagieren. Weil sie selbst oft nicht groß darüber reden, soll das bei dieser Festveranstaltung möglichst vielen kundgetan werden.

Dieses Jahr ehrte die Gemeinde zehn Menschen (siehe Infokasten) mit dem gläsernen Würfel von Nuthetal, der so etwas wie ein Erinnerungs-Pokal für die Würdigung ist, und mit der Ehrenamtskarte von Potsdam-Mittelmark. Und Petra Thorwirth steht nun im Goldenen Ehrenbuch, in dem sich vorher zum Beispiel auch der Holländer Frans Raspé eingetragen hat, der 1943 als Zwangsarbeiter in ein Durchgangslager in Rehbrücke kam, weil er sich im besetzten Heimatland weigerte, Panzergräben für die Wehrmacht auszuheben. Später kehrte er als Versöhner zurück nach Rehbrücke und trug sich ins Goldene Buch ein, in dem auch Prominente wie Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) und Bob-Olympiasieger Kevin Kuske zu finden sind.

Die Ausgezeichneten

Zum Neujahrsempfang wurden noch geehrt: Manfred Schulz und Doris Boissier (Bergholz-Rehbrücke), Martin Kühn und Horst Götsch (Saarmund), Peter Dordel (Philippsthal) und Thomas Abert ( Tremsdorf), Petra Raupach und Michaela Städter (Nudow) sowie Anne-Kathrin Schrader und Bendix Lippe vom Jugendparlament.

Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) schwörte in ihrer Ansprache die Nuthetaler auch auf die Aufgabe der Integration von Flüchtlingen ein. Im Frühjahr ziehen Asylbewerber in den Ex-Toom-Baumarkt ein. „Wir in Nuthetal sind in dieser Frage in den nächsten Monaten gemeinsam gefragt und ich bitte Sie um ihre Unterstützung.“

Die diesjährige Ehrung galt einer Frau, die etwas tut, was man nicht hoch genug schätzen kann: Humor und  gute Laune im Ort verbreiten. Petra Thorwirth ist seit vielen Jahren für den Traditionsverein im Einsatz. Der Verein ist eine Institution, hat den Karneval in den Ort gebracht und steht auch dafür, dass Feste wie das Maibaumsetzen weiter gefeiert werden. Petra Thorwirth moderiert Maibaumfest und Faschingsfeten, machte Rehbrückes Narren bis nach Wernigerode bekannt und entwirft und näht die Kleidung des Männerballetts. Was tragen die Herren denn bei ihren nächsten Auftritten am 6. und 13. Februar? Sie treten als Insekten auf. Mehr verrät die gebürtige Rehbrückerin noch nicht, die viele im Ort auch liebevoll Purzel nennen, weil ihre Leidenschaft die künstlerische Gymnastik war. „Der Spitzname ist eine Mischung aus Purzelbaum und meinem Vornamen Petra“, sagt sie.

Von Jens Steglich

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