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Potsdam-Mittelmark Nuthetal eröffnet Eltern-Kind-Café
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal eröffnet Eltern-Kind-Café
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20:16 04.03.2016
Gut angelegtes Geld: Familienministerin Diana Golze probierte mit den Kitakindern gleich die neue „Kuschel-Lese-Ecke“ aus. Quelle: Christel Köster
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Bergholz-Rehbrücke

Eltern in der Gemeinde Nuthetal müssen nicht mehr bei Minusgraden draußen stehen, wenn sie mit anderen Eltern über die Kinder schwatzen oder Erfahrungen austauschen möchten. Seit Freitag gibt es in der Kita „Anne Frank“ im Bergholz-Rehbrücker Eichhörnchenweg ein Eltern-Kind-Café, das der Verein Mehrgenerationenhaus Nuthetal, das Familienzentrum Nuthetal und das Lokale Bündnis für Familien eingerichtet haben. „Wir sind ein dezentrales Familienzentrum und arbeiten bei unseren Angeboten mit unseren Kooperationspartnern in der gesamten Gemeinde zusammen“, sagt Leiter Karl-Heinz Richter. Die Kita „Anne Frank“ ist einer der Kooperationspartner des Familienzentrums.

„Als Mutter hätte ich dieses Angebot auch gern genutzt. Aber meine Kinder sind aus dem Kita-Alter heraus“, sagte Familienministerin Diana Golze (Linke) zur Eröffnung. Bei Fragen müssten die Eltern nicht mehr Sprechzeiten beachten und ein Amt aufsuchen, sondern könnten sich jederzeit auch untereinander helfen. Die Idee, dort Angebote für Familien zu unterbreiten, wo Familien sind, lobte die Ministerin ausdrücklich. Golze brachte einen symbolischen Scheck über 7000 Euro aus Lottomitteln für den Treffpunkt mit „Kuschel-Lese-Ecke“ mit. Die Mittel waren bereits am Ende des vergangenen Jahres bewilligt worden. Bislang fand sich allerdings kein geeigneter Termin für die symbolische Übergabe. Dem Familienministerium standen 2015 rund 785 000 Euro aus Lottomitteln für die Förderung von Projekten zur Verfügung. „Wir machen uns die Auswahl der Förderungen wirklich nicht leicht. Doch in diesem Fall mussten wir nicht lange überlegen“, beteuerte Golze.

Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) betonte, dass das Café allen Eltern in Nuthetal offensteht. Dazu gehören demnächst auch die Flüchtlingsfamilien, die die Gemeinde unterbringen muss. „Ich kann mir vorstellen, dass es eine herzliche Geste wird, wenn Kinder Kinder aufnehmen und mit ihnen in der Kuschelecke spielen“, sagte Hustig.

Offiziell wird die Diplom-Sozialpädagogin Ursula Schneider-Firsching das Nuthetaler Eltern-Kind-Café erst nach den Osterferien übernehmen, wenn sie aus ihrem Urlaub zurück ist. Dann wird sie jeweils mittwochs von 14 bis 16 Uhr für die Eltern bei Bedarf als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. In der übrigen Zeit arbeitet Schneider-Firsching im Familienzentrum mit jungen Familien oder in der Krabbelgruppe. Demnächst will sie im Café eine Lesereihe mit dem Titel „Gedichte für Wichte“ anbieten – Reime, bei denen Eltern und Kinder aktiv mitmachen sollen. In Vorbereitung ist außerdem ein Frühstück für Schwangere, das jeweils donnerstags stattfinden soll.

Die Idee zum Eltern-Kind-Café war von der Kitaleiterin Sylvia Böhm und ihrer Kollegin Ilona Dützen angeschoben worden. Beide haben eine zusätzliche Ausbildung als Elternberater/Elternbegleiter. Böhm will das Eltern-Kind-Café auch für Konsultationen mit den Eltern nutzen. „Dort haben wir eine viel angenehmere Atmosphäre als in meinem Büro“, sagte sie. Mit 230 Kindern ist ihre Einrichtung derzeit voll ausgelastet. 35 Kinder werden im Sommer in die Schule wechseln. 50 Anträge von Eltern zur Unterbringung ihrer Kinder liegen schon wieder vor.

Von Heinz Helwig

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