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Nuthetal will Schutz des Grüns reformieren

Debatte über Lockerung der Baumschutz-Satzung Nuthetal will Schutz des Grüns reformieren

Für die einen ist es ein unnötiges Reinregieren in die Gärten, für die anderen geht es um den Erhalt des grünen Ortscharakters. In Nuthetal debattieren die Lokalpolitiker über eine Lockerung der Baumschutzsatzung. Anlass ist ein Brief eines Bürgers, der kritisiert, er könne seinen Garten wegen aus seiner Sicht überzogener Auflagen nur eingeschränkt nutzen.

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Sollen in Nuthetal auch Hecken geschützt bleiben? Derzeit sieht es die Satzung so vor. Die SPD will das ändern.

Quelle: DPA

Nuthetal . Nuthetals Lokalpolitiker debattieren über eine Änderung der Baumschutzsatzung. Anlass ist ein Schreiben eines Bürgers, der sich an alle Fraktionen in der Gemeindevertretung gewandt hat. Der Rehbrücker kritisiert darin, dass er seinen Garten wegen aus seiner Sicht überzogener Auflagen in besagter Satzung nur eingeschränkt nutzen könne.

Inzwischen liegen von den Fraktionen erste Änderungsvorschläge auf dem Tisch. Die SPD strebt dabei eine deutliche Lockerung der bestehenden Satzung an. Ginge es nach den Sozialdemokraten, dann würden Sträucher und Hecken künftig gar nicht mehr unter Schutz stehen. „Ich glaube nicht, dass es dann einen Kahlschlag bei den Hecken geben wird“, sagte SPD-Fraktionschefin Monika Zeeb. Ihre Partei schlägt zudem vor, erst Bäume ab einem Stammumfang von 60 Zentimetern unter Schutz zu stellen. Momentan dürfen Grundstückseigentümer auf ihrem Areal auch Bäume ab einem Umfang von 30 Zentimetern nicht ohne Genehmigung fällen. Bekommen sie eine, müssen sie Auflagen erfüllen und zum Beispiel zwei neue Bäume fürs gefällte Gehölz nachpflanzen. Laut der SPD-Fraktionschefin steht Nuthetal im näheren Umfeld mit der 30-Zentimeter-Maßgabe fast allein da. Nur Potsdam habe die Bestimmung auch noch. Zeeb nennt Nuthetals Satzung veraltet: „Vorschriften, auf die darin verwiesen wird, gibt es nicht mehr.“

Gegen den SPD-Vorstoß, nur noch dicke Bäume ab 60 Zentimetern Umfang zu schützen, regt sich bereits Widerstand. „Damit wird dem Kahlschlag Tür und Tor geöffnet, weil man viele Bäume aus dem Schutz herausnehmen würde“, sagte Elvira Schmidt von den Bürgern für Nuthetal (BFN). Ihre Fraktion will zwar auch einige Vorschriften lockern, aber weniger radikal. Bäume sollen demnach ab einem Stammumfang von 40 Zentimetern geschützt bleiben.

Schmidt hat auch Probleme damit, zum Beispiel Feldhecken, „die vor Staub schützen und Herberge für Tiere sind“, nicht mehr zu schützen. „Ziel muss sein, dass wir eine grüne Gemeinde bleiben“, sagte sie.

Im September soll im Ortsentwicklungsausschuss versucht werden, einen gemeinsamen Nenner für den Baumschutz in Nuthetal zu finden. Auch die Verwaltung will bis dahin eigene Vorschläge zur Reform vorlegen. „Wir stehen in der Diskussion noch am Anfang. Der Baumschutz ist keine Sache, die man innerhalb von zwei, drei Sitzungen erledigen kann“, sagte Wilfried Jahnke (BFN), Chef des Ortsentwicklungsausschusses.

Von Jens Steglich

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