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Nuthetal Neuer Treff im alten Café „Nuthella“
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal Neuer Treff im alten Café „Nuthella“
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14:11 29.08.2018
Trommeln für Bürgertreff und Sommerfest:Janette Schwericke und Kurt Kühne mit Preisen, die es zum Fest gibt. Quelle: Jens Steglich
Saarmund

Saarmund soll ein eigenes Gemeindezentrum bekommen und schickt sich auch noch an, am Wochenende eine alte Festtradition wieder aufleben zu lassen. Geplant ist, den kommunalen Bürgertreff im früheren Café „Nuthella“ an der Weinbergstraße einzurichten. Der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Nuthetal hat bisher als einziger noch kein eigenes Gemeindezentrum, was sich aber bereits zum 1. Januar 2019 ändern könnte. „Wenn sich in den nächsten Wochen eine Mannschaft findet, die es betreibt, kann es pünktlich zum Jahresstart losgehen“, sagt Ortsvorsteher Kurt Kühne (SPD).

Ein entscheidender Termin ist der 4. September, wenn im Feuerwehrdepot die Einwohnerschaft eingeladen ist, darüber zu reden, wie das Gemeindezentrum gemanagt werden soll. „Hier sind die Mitarbeit und die Ideen der Saarmunder gefragt, sonst wird es nicht funktionieren“, sagt Ortsbeirätin Janette Schwericke (BFN/BON/FFW). „Die beste Lösung wäre es, einen Verein zu gründen, der die Regie übernimmt“, so Kühne.

Der mögliche Starttermin 1. Januar ist kein Zufall: An dem Tag geht das Café „Nuthella“ zusammen mit dem Wohn- und Geschäftskarree an der Weinbergstraße ins Eigentum der Kleinmachnower Wohnungsgesellschaft Gewog über. Wie berichtet, hatte die Gewog dort 51 private Wohnungen und sieben Gewerbeeinheiten erworben, wirksam wird der Kauf am ersten Tag des neuen Jahres. Die Räume des seit fast zwei Jahren leerstehenden Cafés mit dem Namensmix aus Nuthetal und Nutella kann die Gemeinde von der Gewog mieten – für 1500 Euro im Monat. Die Miete würde die Kommune zahlen, für Leben im Bürgertreff sollen die Saarmunder sorgen.

Noch steht es leer: In den Räumen des früheren Cafés „Nuthella“ soll Saarmunds Gemeindezentrum eingerichtet werden. Quelle: Jens Steglich

„Es kann ein Ort für alle werden, der den Zusammenhalt stärkt“, sagt Janette Schwericke, die den Wunsch danach bei einer Straßenumfrage ausgemacht hat. Lesungen, Tanz- und Musikabende, Ausstellungen und einen Ort, an dem man wieder gemeinsam Kaffee trinken kann stehen auf den Wunschlisten der Leute.

Der Nuthetaler Geschichtsverein hat auch sein Interesse bekundet, will zum Beispiel Saarmunder Filmabende im Bürgertreff anbieten. Ein Mal in der Woche könnte der Treffpunkt auch für ein paar Stunden reserviert werden, um die ältere Generation in die digitale Welt einzuführen, sagt Schwericke. Das frühere Café erfülle alle Voraussetzungen: „Es ist nicht zu groß, nicht zu klein und barrierefrei. Umbauarbeiten sind nicht notwendig.“

Bevor die Saarmunder ihren Bürgertreff in Beschlag nehmen können, feiern sie am Wochenende Sommerfest. Es ist im Grunde die Wiederbelebung einer alten Tradition. „Wir haben zu DDR-Zeiten immer am ersten Wochenende nach den Sommerferien ein Kinder- und Familienfest gefeiert“, erzählt Kühne. „Der Abschluss war ein Lampionumzug.“ Das Ende haben sie beim neuen Fest an den Anfang verlegt: Los geht es bereits am Freitag ab 20 Uhr mit dem Lichterumzug, der musikalisch vom Blasorchester Stücken begleitet wird.Man könnte es auch so sagen: Die Saarmunder sind nach ihrer herrlichen 800-Jahrfeier 2016 und dem Kinderfest 2017 wieder auf den Geschmack gekommen. Nach dem Auftakt am Freitag feiern sie jedenfalls am Samstag und Sonntag weiter. „Das Fest ist größer geworden als erwartet“, sagt Janette Schwericke: „Wer da nicht kommt, ist selber Schuld.“

Auszüge aus dem Festprogramm

Über das Gemeindezentrum im Ex-Café „Nuthella“ wird am 4. September, 18 Uhr, im Feuerwehrdepot debattiert.

Vom 31. August bis 2. September wird Sommerfest und 20 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert. Los geht’s Freitag, 20 Uhr, mit dem Lichterumzug. Er startet an der Kirche und endet am Sportplatz der SG Saarmund, die mit dem Ortsbeirat das Sommerfest veranstaltet.

Samstag von 14 bis 18 Uhr wird am Sportplatz gefeiert – unter anderem mit Laser-Biathlon, Entenangeln, Ponyreiten, Mitmach-Zirkus. Die Feuerwehr baut einen Parcours mit Technik und Feuerschale auf, die Kinder löschen können. Ab 20 Uhr ist Tanz im Festzelt.

Sonntag ist von 10 bis 13 Uhr Frühshoppen mit den Stückener Blasorchester und Volleyball, ab 13 Uhr wird Fußball gespielt.

Von Jens Steglich

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