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Nuthetal Möbel-Markt zieht nach Bergholz-Rehbrücke
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal Möbel-Markt zieht nach Bergholz-Rehbrücke
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02:24 20.04.2018
Ortsgespräch: Der Möbelmarkt zieht auf der rechten Seite ins Erdgeschoss ein. „Es ist schön, wenn die Geschäftsstraße belebt wird“, sagt die Rehbrückerin Dagmar Bauch (l.), hier im Gespräch mit Feinkostladenbetreiberin Ute Lorenz. Quelle: Jens Steglich
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Bergholz-Rehbrücke

Die Ladenstraße in Bergholz-Rehbrücke, die nach der Pleite von Schlecker und dem Weggang von Edeka schwere Zeiten erlebte, füllt sich wieder mit Leben. In die Räume des ehemaligen Edeka-Marktes wird der Kranepuhl-Möbelmarkt einziehen. „Die Verträge sind unterschrieben, die Umbauarbeiten laufen bereits“, sagte Immobilienverwalter Thomas Hilburger. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es zwar noch nicht. „Wir wollen aber noch im ersten Halbjahr 2018 eröffnen“, so Firmeninhaber Erhard Kranepuhl.

Zunächst „ist aber noch jede Menge zu tun“, sagte er. Der ehemalige Supermarkt muss so umgebaut werden, dass Möbelsortimente hineinpassen. Das 1994 gegründete ostdeutsche Unternehmen hat Filialen in Bad Belzig, Brandenburg/Havel und Rathenow. Den Standort im privaten Gewerbegebiet Beelitz-Süd hatte Kranepuhl Anfang 2016 – wie andere Anbieter – wegen der dortigen Mieterhöhungen verlassen. Jetzt kommt er nach Bergholz-Rehbrücke und schließt mit einem Schlag die große Lücke, die Edeka einst gerissen hat, als es aus der Ladenstraße „Zum Springbruch“ verschwand. „Alles ist besser als Leerstand. Das zieht Leute an und die Scheiben werden endlich wieder geputzt“, sagte Ute Lorenz, Betreiberin des Feinkostladens, die von ihrem Geschäft aus jahrelang auf die leeren, grauen Schaufenster des früheren Edeka-Marktes blickte.

Auch für die ehemaligen Schleckerräume gibt es Interessenten. Quelle: Jens Steglich

Immobilienverwalter Hilburger sieht jetzt sogar die Chance, trotz schwierigen Marktumfeldes die Geschäfte in der Ladenstraße zu 100 Prozent zu vermieten. Laut Hilburger gibt es auch Interessenten für die Räume des ehemaligen Schlecker-Marktes, der wegen der Pleite des Unternehmens im Juni 2012 schloss. Auch für die Filiale der Berliner Volksbank, die im Herbst 2017 wegzog, gebe es konkrete Anfragen. Mehr wollte er noch nicht verraten. Für beide Objekte „laufen die Gespräche noch“, sagte er.

Werden die beide Gewerbe-Immobilen bezogen, wäre der Leerstand komplett aus Rehbrückes Ladenstraße verschwunden. Bereits im März 2017 hatte die Töplitzer Familienbäckerei Kühnbaum eine Filiale in Rehbrücke eröffnet – in einem früheren Restaurant.

Ein Neuzugang kann bald auch in der Arthur-Scheunert-Allee vermeldet werden. „In das ehemalige Küchenstudio kommt wieder Leben rein“, sagte Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). Nach ihren Informationen will dort Diana Liebherr eine Kreativwerkstatt eröffnen, die den Namen tragen soll: „Farbe trifft Ton.“ Im Laden können Keramiken selbst bemalt oder Babyhand- und -fußabdrücke als Erinnerungsstücke angefertigt werden. Diana Liebherr will zudem mobile Veranstaltungen in Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen anbieten.

Die Gartenstadt in Bergholz-Rehbrücke

Die Gartenstadt in Bergholz-Rehbrücke wurde in den 1990er Jahren gebaut. Bis 1997 entstanden annähernd 760 Wohnungen und 28 Gewerbeeinheiten für Läden, Büros und Praxen.

Die Straße „Zum Springbruch“, in der die meisten Geschäfte konzentriert sind, erlebte in den vergangenen 20 Jahren einige Hoch und Tiefs.

Nach der Pleite von Schlecker 2012 und dem Weggang von Edeka wurde das Umfeld für Geschäftsinhaber besonders schwierig, weil zwei Kundenmagneten verloren gingen.

Inzwischen lebt die Ladenstraße wieder auf, obwohl die Rahmenbedingungen für klassische Geschäftsstraßen unter anderem durch den wachsenden Online-Handel nicht besser geworden sind.

Die Vielfalt an Geschäften und Dienstleistungen sei für einen Ort dieser Größe beeindruckend, so der Befund des Berliner Diplomingenieurs Torsten Wiemken, dessen Büro 2017 die Stärken und Schwächen der Bergholz-Rehbrücker Handelsstruktur untersucht hatte.

Von Jens Steglich

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