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Nuthetal Weichen für neues Wohnviertel gestellt
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal Weichen für neues Wohnviertel gestellt
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12:56 11.02.2019
Norbert Knauer von der Gemeindeverwaltung mit dem Modell vom künftigen Viertel, das auf dem Areal zwischen Milanring und Bergblick entstehen soll. Quelle: Jens Steglich
Bergholz-Rehbrücke

Für eine Bebauung der letzten großen Freifläche in Bergholz-Rehbrücke liegt jetzt ein neuer Plan vor, der die Errichtung von sieben Einfamilien- und sieben Doppelhäusern sowie den Bau von fünf Gebäuden für etwa 80 Mietwohnungen vorsieht. Dieses städtebauliche Konzept soll nun als Grundlage für den Bebauungsplan dienen, der für das Vorhaben noch entwickelt werden muss. Darauf hat sich am Donnerstagabend der Nuthetaler Ortsentwicklungsausschuss verständigt, der damit die ersten Weichen für eine Realisierung des Vorhabens gestellt hat.

Zugleich beschloss das Gremium, strittige Fragen insbesondere zur Verkehrsproblematik bei einem gesonderten Treffen noch einmal zu beraten, bei dem neben Planern, Ausschuss-Mitgliedern und Verwaltungsvertretern auch Mitstreiter der Bürgerinitiative am Tisch sitzen werden, die für eine deutlich geringere Bebauung kämpfen. Die Ergebnisse der Beratungen sollen mit in die Erarbeitung des Bebauungsplans einfließen, wie Ausschussvorsitzender Wilfried Jahnke (Bürger für Nuthetal) betonte.

„Geschosswohnungsbau nicht mehr verhandelbar“

Er stellte allerdings auch klar, dass am Grundkonzept mit dem Bau von insgesamt etwa 100 Wohneinheiten im Ortsentwicklungsausschuss nicht mehr gerüttelt werde. „Über alle anderen Fragen, insbesondere über das Thema des ruhenden und fließenden Verkehrs können wir noch reden“, so Jahnke. Den Geschosswohnungsbau an der Straße Am Rehgraben nennt er nicht mehr verhandelbar: „Es ist die letzte Fläche, die der Gemeinde gehört und auf der barrierefreie, bezahlbare Wohnungen entstehen können.“

Er plädierte auch dafür, wegen der Bedeutung des Projekts das städtebauliche Konzept bereits von der Gemeindevertretung absegnen zu lassen. Üblicherweise kommt das Gemeindeparlament erst ins Spiel, wenn das Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt wird.

Wolfgang Meering von der Bürgerinitiative kann mit dem vereinbarten Vorgehen leben. „Ich denke, wir sind auf einen gutem Weg“, sagte er. Vertreter der Initiative hatten sich zunächst „überfahren“ gefühlt, weil der neue Plan bereits als Beschlussvorlage auf der Tagesordnung des Ausschusses gelandet war, ohne dass sie ihre Position dazu deutlich machen konnten. Der Blick wird nun auf das vereinbarte Treffen gerichtet. Ein großes Thema ist für die Bürgerinitiative die im neuen Entwurf vorgesehene Verbindungsstraße im hinteren Teil des Viertels, die die vorhandenen Straßen Bergblick und Milanring verknüpfen soll, um die geplanten Einfamilien- und Doppelhäuser zu erschließen. Die Bürgerinitiative fordert eine Sperrung der Durchfahrt für Fahrzeuge, um den Verkehr in den engen Straßen der Nachbarviertel zu begrenzen. Möglich wäre das etwa mit einer Wendeschleife.

Tiefgarage mit 130 Stellplätzen geplant

Ungeklärt ist für Meering auch, wie Rettungswagen und Müllabfuhr zu den Geschossbauten gelangen. Besprochen werden soll zudem, wie verhindert werden kann, dass Eltern, die ihre Kinder in die geplante Kita bringen wollen, den Weg über den Bergblick nehmen, um von hinten statt von der Straße Am Rehgraben an den Kindergarten heranzufahren. „Die Verkehrssituation im Rehgrabengebiet ist schon jetzt kritisch und wird nicht besser, wenn weitere 100 Wohneinheiten entstehen“, sagte er. Meering rechnet aber nicht mehr damit, dass das Bauprojekt weiter reduziert wird. „Wir können nur appellieren. Am Ende werden wir damit leben müssen und können.“ Im Ringen um den Bauplan wurde die Zahl der Wohnungen bereits von 150 auf 100 reduziert. Im neuen Entwurf ist jetzt auch vorgesehen, Autostellplätze für die Geschossbauten komplett unter der Erde in einer Tiefgarage (130 Plätze) verschwinden zu lassen.

Kita, Mietwohnungen und Einfamilienhäuser

Den neuen Plan für eine Bebauung des Areals zwischen Milanring, Bergblick und Am Rehgraben erarbeitete Architekt Philipp Jamme im Auftrag von Mitinvestor Philipp Krentz. Geplant ist, im hinteren Streifen sieben Einfamilienhäuser und sieben Doppelhäuser zu bauen. Zunächst geplante Stadtvillen mit vier Wohnungen sind vom Tisch Im vorderen Bereich Am Rehgraben sollen eine Kita und Geschossbauten für 80 Wohnungen entstehen. Ihre Höhe soll die der Umgebungsbauten nicht überschreiten. Der hintere Bereich mit privaten Wohnungen wird von Krentz entwickelt, der vordere Bereich von der Gemeinde.

Von Jens Steglich

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