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Nuthetals Bürgermeisterin sucht Gegner

Seifenkistenrennen Nuthetals Bürgermeisterin sucht Gegner

In Bergholz-Rehbrücke startet am Samstag das 8. Seifekistenrennen. Erwarten werden 75 Piloten, einige reisen sogar von Hamburg und Nürnberg an. In diesem Jahr erleben die Fans am Rande der Strecke sogar eine Premiere: Erstmals wird auch ein Bürgermeister-Pokal vergeben. In der Disziplin steht schon fest: Den Pokal gewinnt eine Frau.

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Bahn frei: Das Seifenkistenrennen findet von 10 bis 16 Uhr statt. Alle Teilnehmer erhalten eine Medaille und ein kleines Geschenk, die Sieger einen Pokal.
 

Quelle: OM

Bergholz-Rehbrücke.  Wenn im Frühjahr hinter Gartenzäunen das Summen von Kugellagern zu hören ist und der Duft von Sägespänen emporsteigt, dann ist es in Bergholz-Rehbrücke wieder so weit. Dann steht ein Spektakel bevor, das jedes Jahr im Ort das Bastelfieber ausbrechen lässt. Die Rede ist vom Seifenkistenrennen, dessen achte Auflage am 13. Mai über die Rampe geht. Ab 10 Uhr rollen am Samstag die Kisten von der Starterrampe in der Schlüterstraße, die im Vorfeld wieder gefegt wird, damit der Rollwiderstand möglichst gering ist.

Für die Rallye haben sich 75 Piloten angemeldet, der jüngste ist sechs Jahre, die beiden ältesten – zwei Sachsen – sind 80 Jahre alt. Lokalmatador Hansi Pharao, der jedes Jahr an den Start geht, ist mit 71 Jahren nicht viel jünger. „Neben den einheimischen Fahrern aus Nuthetal und Umgebung erwarten wir auch Piloten aus Hamburg, Berlin, Nürnberg, Großräschen, Dresden und Ottendorf-Okrilla“, sagt Ingo Zeutschel vom Förderverein „Groß und Klein“. Der Verein veranstaltet das Rennen in Kooperation mit dem Breitband e. V. aus Potsdam, der die Starterrampe stellt.

Es geht um einige Pokale. Gestartet wird in neun Klassen, es gibt jeweils drei Läufe über die 200-Meter-Strecke, von denen die besten zwei in die Wertung kommen. Dieses Jahr erleben die Fans auch eine Premiere: Erstmals wird ein Bürgermeister-Pokal vergeben. Das ist die einzige Disziplin, in der schon feststeht, wer gewinnt: Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). „Es hat sich noch kein Bürgermeister gefunden, der gegen sie antritt“, sagte Zeutschel, der hofft, dass sich nächstes Jahr Gegner finden. „Herrlich wäre es, wenn die Kommunen ihren Bürgermeistern eine Kiste stellen und ein richtiger Wettbewerb entsteht.“ Während es bei den klassischen Rennen um Schnelligkeit geht, spielen beim Konstrukteurpreis Technik und Schönheit der Fahrgeräte die Hauptrolle. „Die Konstrukteurwertung ist bei den Fahrern sehr begehrt“, sagt Zeutschel. Bewertet werden die Kisten für den Sonderpokal von Mitarbeitern der Dekra, die vor dem Rennen auch einen Blick auf die Sicherheit der motorlosen Fahrzeuge werfen. Schließlich sollen alle heil am Ziel ankommen, wo die Zeit auf die Tausendstel genau gemessen wird und dann zuschauerfreundlich auf einer elektronischen Anzeigetafel erscheint. Die Technik wird vom SC Potsdam gestellt. „Bei uns ist es nicht viel anders wie bei Sprinter Usain Bolt. Er läuft los und kurz nach dem Zieleinlauf gucken alle auf die Anzeigetafel, ob er einen neuen Weltrekord gelaufen ist“, sagt Zeutschel. Allerdings ist der Olympiasieger aus Jamaika die 200 Meter schon unter 20 Sekunden gelaufen. Auf der Bergholz-Rehbrücker 200-Meter-Strecke ist noch nie eine Seifenkiste unter der Marke geblieben. Die schnellsten blieben knapp drüber. „Wer den Rekord knackt, den erklären wir zum Weltrekordler.“ Was auch irgendwie stimmen würde, schließlich ist bisher kein Mensch der Welt mit einer Seifenkiste in Bergholz-Rehbrücke schneller gewesen. Dabei hatten sie dort schon Olympiasieger (Bobpilot Kevin Kuske) und spätere Seifenkisten-Weltmeister mit dabei. Kevin Lischkeit belegte vor einigen Jahren bei der Bergholz-Rehbrücker Rallye Platz zwei. Ein Jahr darauf wurde er in den USA Weltmeister. „Die Amerikaner sind ganz verrückt. Sie haben eine Rennstrecke mit Stadion für 10 000 Leute gebaut, die dann mit Popcorn und Cola die Seifenkistenrennen verfolgen“, erzählt Zeutschel. Fürs Essen und Trinken ist auch in Bergholz-Rehbrücke gesorgt. Dort gibt es sogar ein Rahmenprogramm – etwa für Leute, die legal mit der Sprühdose malen wollen. Der Verein „Die Brücke“ lädt parallel zum Rennen von 11 bis 16 Uhr Jung und Alt zu dem Graffiti-Projekt ein. Gesprüht wird unter Anleitung eines professionellen Sprayers. Anmeldungen dafür sind noch bis 12. Mai unter 033200/8 27 50 möglich.

Von Jens Steglich

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