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Obstzüchterhaus wird Besucherzentrum

Werder investiert 1,5 Millionen Euro Obstzüchterhaus wird Besucherzentrum

Das unter Denkmalschutz stehende Lindowsche Obstzüchterhaus am Fuße des Werderaner Galgenberges soll künftig Anlaufpunkt für Besucher werden. 1,5 Millionen Euro will die Stadt für Grundsanierung und Ausbau investieren.

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Das ehemalige Obstzüchterhaus der Familie Lindow.

Quelle: Ricarda Nowak

Werder. Das unter Denkmalschutz stehende Obstzüchterhaus zu Füßen des Werderaner Galgenberges soll künftig Anlaufpunkt für Touristen und andere interessierte Besucher werden. 1,5 Millionen Euro will die Stadt für die Grundsanierung des 1836 erbauten Landhauses investieren. Das kündigte Vizebürgermeister Christian Große (CDU) am Donnerstag am Rande eines Pressetermins an. „Ziel ist, noch in diesem Jahr die Baugenehmigung zu bekommen.“ Momentan sei man mit baulichen Vor-Untersuchungen des einst der Obstmucker-Familie Lindow gehörenden Gebäudes befasst, das seit Jahren der Stadt gehört. Die Sanierung könnte 2017 beginnen.

Das Obstzüchterhaus befindet sich in zentraler Lage – in Nähe des Plantagenplatzes, der Bismarckhöhe und der historischen Scheuffelgärten am Galgenberg. Die Lindows, nach denen der Hof benannt ist, gehörten zu den ersten Obstbauern in Werder, die Parzellen am Hang des Galgenbergs kauften und dort Obst anbauten. In dem künftigen Besucherzentrum sollen unter anderem die zentrale Zimmervermittlung der Stadt sowie ein kleiner Laden mit regionalen Produkten untergebracht werden, sagte Große. „Touristen kommen inzwischen mit einem anderen Anspruch hierher.“ Die räumlichen Zustände im jetzigen Tourismusbüro in der Eisenbahnstraße  13-14 bezeichnete er als „beengt“.

Dabei werde die Havelstadt bei Besuchern immer beliebter, freut sich der Vize-Bürgermeister. Im vergangenen Jahr sei die durchschnittliche Zahl von 3,6 auf vier Übernachtungen gestiegen – und damit auch die Zahl der Touristen. 275 000 Gäste wurden 2015 in Werderaner Herbergen mit mehr als acht Betten gezählt. 2014 waren es rund 260 000. Schätzungsweise haben im vergangenen Jahr 380 000 Touristen in Werder übernachtet – 2014 waren es laut Große 345 000. Wie viele Besucher – auch – wegen der feinen regionalen Spezialitäten in die Havelstadt kommen, darüber lässt sich nur spekulieren. Sicher ist, dass die etwa die mehr als 70 verschiedenen Sanddorn-Produkte, die Weine von Wachtelberg oder der einheimische Whisky aus der Glina Destillerie schmecken und preiswürdig sind.

Am Donnerstag besuchte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) Werder und traf fünf kürzlich ausgezeichnete Unternehmer. „Sie tragen dazu bei, den Landkreis zu einer Genussregion zu machen – zum Leben und zum Arbeiten. Und Werder ist die Blüte“, sagte Blasig im Restaurant „Zum Scharfrichter“.

Zuvor machten sich Blasig, Große und Unternehmer einen Eindruck vom Weinanbau auf dem Galgenberg und sahen sich die unterhalb liegenden, nach historischem Vorbild angelegten Schuffelgärten an. Den Boden pflegen die Pächter manuell und mittels einer sogenannten Schuffel.

Ausgezeichnete Ideen und Produkte

Mehrere Unternehmen aus Potsdam-Mittelmark sind für ihre Ideen in drei Kategorien mit dem Marketingpreis 2016 des Pro-Agro-Landesverbandes ausgezeichnet worden.

Für ihre „Genießer Touren Brandenburg“ hat die Michendorfer Linden-Akademie den ersten Preis in der Kategorie Land- und Naturtourismus erhalten. Neun Touren werden angeboten.

Auf dem Silberrang folgt Michael Schultz’ „Glina Whisky Erlebniswelt“ in Werder. Besucher können die Herstellung des Whiskys vom Getreideanbau bis zur Flaschenabfüllung erkunden.

Mit der „Gänsepfanne, tiefgefroren“ holte die Dithmarscher Geflügel GmbH & Co. KG mit Sitz in Seddiner See den zweiten Platz in der Kategorie Ernährungswirtschaft.

Für den „Brandenburger Apfel-Sanddornsaft“ erhielt die Petzower Christine Berger GmbH & Co. KG einen dritten Platz in der Kategorie Ernährungswirtschaft und gewann den Edeka-Regionalpreis bei der Grünen Woche.

Zum besten Regent-Weinerzeuger 2015 in der Kategorie „Weingüter kleiner als zehn Hektar“ wurde das Werderaner Weingut Lindicke, ebenfalls bei der Grünen Woche, gekürt. Der Regent ist eine pilztolerante Rebsorte.

 

Von Ricarda Nowak

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