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Offensive gegen Einbrecher

Werder/Schwielowsee Offensive gegen Einbrecher

Dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Potsdamer Umland gesunken ist, habe dem Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, zufolge mit Prävention und gezielten Kontrollen zu tun. In der dunklen Jahreszeit sind die Diebe erfahrungsgemäß aktiver – und die Polizisten sind es seit der vergangenen Woche auch, so etwa am Freitag auf der Umleitungsstrecke in Geltow.

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Die Polizei überprüft Fahrzeuge an der Straße Baumgartenbrück in Geltow im Zuge einer Verkehrskontrolle auch auf Diebesgut.

Quelle: Luise Fröhlich

Werder. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß wieder die Zahl der Wohnungseinbrüche. Wird es früher dunkel und später hell, haben die Täter mehr Zeit und Gelegenheit, unbemerkt Fenster oder Türen aufzuhebeln. Auch in den vergangenen Tagen ist es im Bereich der Polizeiinspektion Potsdam zu mehreren Einbrüchen gekommen, wie Olaf Hofrichter vom Polizeirevier Teltow am Freitag bei einem Pressetermin in Werder sagte. In Caputh etwa haben Täter in den Abendstunden das Schlafzimmerfenster eines Hauses aufgebrochen, während die Besitzerin im Wohnzimmer saß. Jüngst wurden in den meisten Fällen Schmuck, Geld oder Sparbücher gestohlen.

Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West, vermeldete dennoch gute Nachrichten: „Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche ist gesunken.“ Seiner Ansicht nach hat die Präventionsarbeit der Polizei einen großen Beitrag dazu geleistet. Gezielte Kontrollen würden aber auch immer wieder Erfolg zeigen, ebenso wie aufmerksame Zeugen, die ihre Hinweise an die Polizei weitergeben. In Ferch etwa hatten drei Hauseinbrecher zugeschlagen, gegen die seit dem 2. Oktober ein Haftbefehl vorliegt.

Welche Autos sind verdächtig?

In der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf lag der Schwerpunkt lange auf Einbrüchen. Die Polizeiinspektion Potsdam habe diesen nun auch auf das restliche Potsdamer Umland ausgeweitet, so Olaf Hofrichter. Bereits seit vergangener Woche sind deshalb an verschiedenen Tagen bis zu 15 Beamte aus den Bereichen Prävention, Revierdienst sowie Wach- und Wechseldienst unterwegs, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und gezielt Kontrollen durchzuführen. So war es auch am Freitag in der Straße Baumgartenbrück in Geltow.

Verdächtige Autos, Transporter und Laster wurden herausgewunken und die Fahrer mussten die Kofferräume zeigen. „Verdächtig sind vor allem auswärtige Kennzeichen, Transporter oder zum Beispiel wenn Personen in einem bestimmten Alter allein unterwegs sind. Bei solchen Kontrollen wie dieser ist aber auch manchmal ein Zufallstreffer dabei“, erklärte Peter Meyritz. Entdecken die Polizisten etwa fünf Bohrmaschinen oder größere Mengen an Schmuck oder Elektrogeräten müssen die Fahrer erklären, warum sie sie dabei haben. Am Freitag wurden sie allerdings nicht fündig.

Was gegen Diebstahl hilft

Künstliche DNA als Diebstahlschutz sei sehr hilfreich, so der Direktionsleiter. Kaum sichtbare Farbkleckse werden auf Wertgegenstände wie Uhren, Schmuck, Handys oder Fernseher aufgetragen. Dadurch sind sie mit einem Code verbunden, der über UV-Licht und ein Mikroskop sichtbar gemacht werden kann. „Das schreckt die Diebe ab“, sagt Peter Meyritz. Gerade Dinge, die einen besonderen ideellen Wert haben, könnten so geschützt werden. Mehrere Hersteller bieten diese Markierungssets an.

Weniger Einbrüche im Jahr 2016

Im vorigen Jahr gab es laut einer Polizeistatistik aus dem Frühjahr 60 Wohnungseinbrüche in der Stadt Werder und der Gemeinde Schwielowsee.

Das sind weniger als im Jahr 2015, als noch 85 Einbrüche gezählt wurden. Elf der 60 Einbrüche ereigneten sich in der Gemeinde Schwielowsee und die restlichen 49 im Werderaner Stadtgebiet.

Die Zahl der Diebstähle aus Einfamilienhäusern ist ebenfalls gesunken.

Nicht bestätigt habe sich zudem die Befürchtung der Bürger, dass es im Zusammenhang mit Flüchtlingen zu spürbaren Auswirkungen auf die Sicherheitslage kommen würde, heißt es in der Statistik.

Nach der Verkehrskontrolle, bei der den Polizisten unter anderem auch Lkw ins Netz gingen, die ihr Durchfahrtsverbot auf der Umleitung ignoriert hatten, ging es weiter ins Werderaner Strengfeld. Dort verteilten die Beamten Flyer an Eigenheimbesitzer und kamen mit einigen ins Gespräch über Möglichkeiten des Einbruchsschutzes. Im Strengfeld fruchte aber auch ein anderer wichtiger Faktor, bemerkte Olaf Hofrichter. „Weil die Wohngebiete recht geschlossen sind, erkennen die Menschen einen Fremden sofort.“ Das sei beispielsweise in Kleinmachnow anders gewesen.

Von Luise Fröhlich

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