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Potsdam-Mittelmark Ohne Scheu, aber mit Freude bei der Arbeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Ohne Scheu, aber mit Freude bei der Arbeit
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02:15 25.02.2017
Zum Abschluss des Projektes am Übungsbett: Ministerin Diana Golze (r.), Projektleiterin Annett Wilhelm (l.) und die Flüchtlinge (reihenfolge Al Doori (2.v.li.), Hafsa, Abdulahi und Teklit in der Altenpflegeschule. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Kleinmachnow

Ein vierzehntägiges, vom Brandenburger Arbeitsministerium gefördertes Schnupperpraktikum für 15 junge Flüchtlinge in der Altenpflege ist am Mittwoch an der Altenpflegeschule der Hoffbauerstiftung in Kleinmachnow beendet worden.

Gemeinsam mit Praxispartnern wurde ein Konzept erarbeitet, das auf „einfacher Sprache und hohem Praxiseinsatz“ basiert. Drei junge Frauen und zehn junge Männer des Potsdamer Oberstufenzentrums (OSZ) „Johanna Just“ absolvierten zunächst ein Berufsorientierungsmodul in der Schule und verbrachten dann zehn Tage mit intensiver Begleitung in Altenpflegeheimen. Schulleiterin Christel Bässler zeigte sich positiv überrascht von der Offenheit und Bereitschaft der 17- bis 19-Jährigen: „Vor allem in der praktischen Umsetzung konnten wir beobachten, dass sie keine Scheu, sondern Freude am Umgang mit alten Menschen haben, aber auch kulturell bedingte Grenzen wurden sichtbar.“ Ziel des Modellprojektes ist es, junge Geflüchtete, die das Berufsgrundbildungsjahr Plus an den OSZ’s besuchen – derzeit rund 1500 – durch eine berufspraktische Orientierung für eine duale Ausbildung im Handwerk oder im Pflegebereich zu interessieren und auf eine geförderte Assistierte Ausbildung vorzubereiten.

Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) sagte am Mittwoch während des Erfahrungsaustausches, dass „gerade die Fachsprache in den einzelnen Berufen eine große Hürde ist, die sich aber am besten in der Praxis überwinden lässt.“ In der Altenpflege habe man mit der einjährigen Ausbildung eine gute Einstiegsmöglichkeit geschaffen. Und: „Der Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist einer der wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Integration von Geflüchteten. Gleichzeitig steigt der Fachkräftebedarf, besonders in der Altenpflege. Hier können beide Seiten gewinnen. Die Erfahrungen des ersten Schnupperpraktikums in Vorbereitung einer möglichen Assistierten Ausbildung in der Pflege sind großartig“, so die Brandenburger Arbeitsministerin.

In Kleinmachnow fand das erste Schnupperpraktikum im Bereich der Altenpflege statt. Im Bereich des Handwerks wird ein ähnliches Projekt in Form von Werkstatttagen derzeit im Kammerbezirk Frankfurt (Oder) mit insgesamt 340 Teilnehmenden durchgeführt.

Die Hoffbauer Altenpflegeschule bildet in der dreijährigen Vollzeitausbildung sowie der vierjährigen berufsbegleitenden Ausbildung examinierte Altenpfleger/innen aus. Auch die einjährige Altenpflegehilfe mit staatlich anerkanntem Abschluss wird angeboten. Alle drei Ausbildungen sind nach AZAV zertifiziert und können so durch die Agentur für Arbeit gefördert werden. 94 Altenpflegeheime, Seniorenzentren und Sozialstationen von Bad Belzig bis Zossen sind Partner für die praktische Ausbildung.

Unter dem Motto „Evangelisch macht Schule“ betreibt die Hoffbauer gGmbH Bildungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg.

Info: www.hoffbauer-bildung.de

Von Claudia Krause

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