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Opernabend in der Klosterkirche

Lehniner Sommermusiken Opernabend in der Klosterkirche

Nur drei Tage Zeit waren für die Proben, doch Regisseurin Christina Pless ist guter Dinge. „Wenn wir in der Klosterkirche anfangen, habe ich die ganze Oper schon wie einen Film im Kopf“, erklärt die Künstlerin. Sie selbst wird am Donnerstag in der Lehniner Aufführung von „Orpheus und Eurydike“ mitsingen. Das Publikum darf gespannt sein.

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Pause bei den Proben: Anja Dreibrodt (v.l.), Regisseurin Christina Pless, Katharina Ajyba und Anna Werle bereiten sich auf die Aufführung „Orpheus und Eurydike“ in der Lehniner Klosterkirche vor.

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. „Es wird genügend Sitzplätze für alle geben“, sagt Opernsängerin und Regisseurin Christina Pless. Nach dem überwältigenden Erfolg ihrer Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ im vergangenen Jahr sind jetzt alle darauf vorbereitet, dass eine Oper in der Lehniner Klosterkirche eine Anziehungskraft hat, die für ein volles Haus sorgt. „Im letzten Jahr mussten noch zusätzliche Stühle herangeschafft werden, um alle Menschen unterzubringen“, erklärt Pless.

Wieder anlässlich der Lehniner Sommermusiken wird am Donnerstagabend die Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) in der Klosterkirche zur Aufführung kommen. Die schaurig-schöne Liebesgeschichte, deren Stoff aus der griechischen Mythologie stammt, kommt in drei Akten auf die Bühne. Gluck orientierte sich mit seinem Werk an der Fassung aus Ovids „Metamorphosen“. Doch im Gegensatz zum tragischen Ende, das der antike römische Dichter für den betörenden Sänger Orpheus vorsah, der seiner verstorbenen Frau Eurydike in die Unterwelt folgte, sorgt Gluck in seiner Fassung der Geschichte für ein Happy End.

Nur drei Tage Zeit sind insgesamt für die Proben geplant, aber Regisseurin Pless, die selbst in dem extra für die Oper zusammengestellten Chor „Il Festivo“ mitsingen wird und sich auch um Bühne und Ausstattung kümmerte, sieht darin kein Problem. „Wenn die Proben in der Klosterkirche beginnen, habe ich die ganze Oper schon wie einen Film im Kopf, denn die Vorbereitungen beginnen für mich schon Wochen vorher.“ Es gehe nur noch darum, die einzelnen Mosaikstücke zu einem gelungenen Werk zusammenzusetzen.

Für das große Vertrauen in eine glänzende Inszenierung sorgt zum einen die eigene Erfahrung. Pless hat schon an vielen großen Bühnen im In- und Ausland gesungen, so zum Beispiel an der Staatsoper Berlin, der Semperoper in Dresden und am Theater in Bologna. Außerdem kann sie sich auf ihre Hauptdarsteller verlassen. Die bekannte Mezzosopranistin Anna Werle begeisterte schon im vorigen Jahr in der „Zauberflöte“ und wird jetzt den Orpheus singen. Als Eurydike steht die Sopranistin Katharina Ajyuba auf der Bühne und die musikalische Leitung übernimmt Christian Deichstätter vom Hans-Otto-Theater in Potsdam.

Das Publikum wird sich aber nicht nur von Vollprofis verzaubern lassen können. Mit Anja Dreibrodt, die auch in der Lehniner Choralschola schon oft für Soloparts zuständig war, steht eine Sängerin als Gott Amor auf der Bühne, die ebenfalls schon im vergangenen Jahr in der „Zauberflöte“ glänzte.

Termin „Orpheus und Eurydike“ wird am 25. August um 19.30 Uhr im Rahmen der Lehniner Sommermusiken in der Klosterkirche aufgeführt. Karten (15 Euro, ermäßigt zwölf) gibt es in der Touristeninfo am Markgrafenplatz und an der Abendkasse.

Von Christine Lummert

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