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Potsdam-Mittelmark Opulente Holzkunst im Findlingsgarten
Lokales Potsdam-Mittelmark Opulente Holzkunst im Findlingsgarten
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17:59 26.07.2016
Bis Ende August soll das Wetterschutzdach fertig sein. Quelle: Claudia Krause
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Seddin

Unübersehbar ist im Findlingsgarten etwas in die Höhe gewachsen. Eine opulente Holzkonstruktion schmückt das rund 25 000 Quadratmeter große Gelände an der Seddiner Straße kurz vor den Toren Kähnsdorfs. Handwerkskunst vom Feinsten? „Ja, wir wollten mit unserem Wetterschutzdach handwerkliche Kunst von Brandenburger Betrieben zeigen“, sagt Professor Heiner Vollstädt. Auf Initiative des heute 77-Jährigen wurde im Jahr 2000 der Findlingsgarten angelegt, der sich immer weiter entwickelt. Der Mineraloge lebt nicht nur selbst in der Gemeinde, sondern betreibt dort auch die weltweit agierende Firma Vollstädt Diamant. Diese züchtet seit 1998 Diamant-Monokristalle für ein breites Spektrum von Industriediamanten.

Vereinsvorsitzender Heiner Vollstädt am Summstein. Quelle: C. Krause

Die Konstruktion aus Fichtenholz steht auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern, von denen 50 überdacht sind. Diese Fläche soll noch mit Natursteinen ausgelegt werden. Gedeckt wird das fünf Meter hohe Dach mit Schiefer. An den Kosten von etwa 60 000 Euro haben sich die Gemeinde Seddiner See, der Verein Findlingsgarten, dessen Vorsitzender Vollstädt ist, und private Sponsoren beteiligt. Alle Handwerksbetriebe haben laut Vollstädt je 1000 Euro ihrer Rechnungen nachgelassen. Beteiligt an dem Gemeinschaftswerk sind das Ingenieurbüro Obereisenbuchner und der Malerfachbetrieb Schneider (beide Fichtenwalde), der Steinmetzbetrieb Beelitz und die HWBAU GmbH Beelitz, die Dachklempnerei Scheufler (Neuruppin), die Firma Klenk Holz (Baruth) sowie die Seddiner Firmen Elektro Becker, Daudert, Quanthe, Wiesatzki, Witte, Briese, Bloch und Vollstädt. „Und viele ehrenamtliche Helfer natürlich“, so Vollstädt.

So macht man es richtig: Kopf rein und summen – der Stein gibt’s zurück. Quelle: C. Krause

Während die kleine Richtfest-Birke langsam verwelkt, laufen die Arbeiten weiter, damit möglichst zum Sängerfest Ende August das Schutzdach fertig ist. Dann könnten darunter künftig auch Kleinkünstler und Gäste im Trockenen stehen, wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Vollstädt möchte auch noch kleine Ausstellungskästen unterm Dach platzieren. Seit 2006 bereichert eine Dauerausstellung zeitgenössischer Skulpturen den Garten.

Seit Jahren steigt das öffentliche Interesse an dem täglich geöffneten Garten, in dem Geschiebe und Steine liegen, die knapp zwei Milliarden Jahre alt sind. Einstmals hergetrieben durch die Eiszeit aus Nordeuropa, gefunden zumeist bei der landwirtschaftlichen Bearbeitung für den Spargelanbau rund um Beelitz; besonders in der Schlunkendorfer Gegend. Vorrangig geht es um die Freiland-Darstellung von Findlingen und Geschiebe, in einem Info-Häuschen ist eine kleine Ausstellung gestaltet. Besonders aus der Region nutzen viele Schulen das Kleinod in Seddin für Unterrichts- und Wandertage. Der Findlingsgarten besticht jedoch auch durch eine bemerkenswerte Bepflanzung, einen Toteissee und einen Klopfplatz, auf dem Handwerker und Künstler beim Arbeiten zu erleben sind. Immer öfter suchen sich Interessenten auch Steine für Gräber aus.

Wer für den Verein Findlingsgarten spendet, bekommt – so er es möchte – seinen Namen und den Spendenbetrag in Stein gehauen. Quelle: C. Krause

Info: Sängerfest mit verschiedenen Gruppen und Chören am 28. August, 14 Uhr; Herbstfest am 24. September und „Feuer und Flamme“ am 29. Oktober; Kontakt zu Heiner Vollstädt für Führungen und Veranstaltungen unter 0172/7 76 32 40

Von Claudia Krause

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