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Potsdam-Mittelmark Orgelsanierung wird deutlich teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Orgelsanierung wird deutlich teurer
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11:24 21.10.2016
Orgelbauer Vincent Schaper hat in der Brück-Trebitzer Kirche größere Schäden am Instrument festgestellt, als vermutet.   Quelle: privat
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Brück

 Damit hatten den Kirchenältesten von Brück-Trebitz nicht gerechnet: Die Orgel ihrer Kirche ist deutlich stärker beschädigt, als zunächst angenommen. Das hat jetzt eine Besichtigung durch Experten ergeben. Dabei zeigte sich, das die Windlade, durch die die Luft zu den Pfeifen der Orgel kommt, durch einen Wasserschaden schwer beschädigt ist. „Der originale, mehr als 100 Jahre alte Knochenleim hat sich aufgelöst“, erklärt der Brücker Pfarrer Helmut Kautz. Daher müssen nun an dem Instrument die Membranleisten neu verleimt werden.

Erschüttert über die neuen Erkenntnisse

Das folgenschwere Malheur rühre wahrscheinlich bereits aus den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts her. Das erläutertet Vincent Schaper von der renommierten Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam jetzt bei einem Ortstermin. Die Firma hatte die Orgel im 1896 gebaut. Die Kirchenältesten sowie der Bad Belziger Orgelsachverständige und Kantor, Winfried Kuntz, waren erschüttert über die neuen Erkenntnisse zum Zustand der Orgel. „Nun erhöhen sich die Sanierungskosten für die Orgel um gut 3400 Euro“, erklärt Pfarrer Kautz. Ursprünglich waren dafür 16 500 Euro geplant. Jetzt sollen zusätzliche Finanzierungsquellen aufgetan werden. Förderverein und Kirchengemeinde seien „für jede Quellenangabe dankbar“, so Kautz.

Orgelexperte Winfried Kuntz inspiziert das Brück-Trebitzer Instrument. Quelle: privat

Im November vor zwei Jahren konnte in der Trebitzer Kirche der Abschluss einiger Sanierungsarbeiten am Gotteshaus selbst gefeiert werden. Damals flossen rund 65 000 Euro unter anderem in das Dach.

Einige Pfeifen sind vandalisiert

Ein großer Traum bleibt seither die Restaurierung der Orgel. Sie wurde 1896, zeitgleich mit der neuen Kirche, erbaut. „Das Instrument besitzt auf einem Manual und dem Pedal sieben klingende Register und ist im Originalzustand erhalten“, erklärt Orgel-Experte Winfried Kuntz. „Seit mehr als 40 Jahren jedoch kann sie nicht bespielt werden, da ein Blitzschlag den Motor lahm legte“, so der Kantor. Auch sonst sieht er großen Handlungsbedarf. „Das Werk ist sehr verschmutzt. Es mus technisch generalüberholt und klanglich neu intoniert werden. Einige Pfeifen sind vandalisiert, die Bälge undicht und die Pneumatik revisionsbedürftig“, schreibt der Experte in seinem Gutachten zum Zustand der Orgel. Ihren besonderen Wert erklärt Kuntz so: „Er besteht darin, dass dieses die erste Orgel der damals jungen Orgelfirma Schuke war, die nach dem pneumatischen Kegelladensystem erbaut wurde. Zuvor hatte der Orgelbauer wenige mechanische Orgeln errichtet, um sich dann dem damals modernsten technischen pneumatischen System zuzuwenden“, erklärt Kuntz.

Eine Vielzahl von Schwesterinstrumente der Brück-Trebitzer Orgel kündeten vom farbigen Klang dieses kleinen Typs für Dorfkirchen. So auch die jüngst restaurierten Orgeln in Neschholz und Lüsse. „Es ist höchst wünschenswert, der Trebitzer Orgel ebenfalls diese Wiederauferstehung zuteil werden zu lassen, damit der neugotische, atmosphärisch warme und einladende Kirchenraum wieder musikalisch würdig beschallt werden kann“, so Winfried Kuntz.

Von Thomas Wachs

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