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Ortsbeirat will erst die Einwohner hören

Gehwegbau in Deutsch Bork Ortsbeirat will erst die Einwohner hören

Der Gehwegausbau in Deutsch Bork (Potsdam-Mittelmark) ist längst fällig. Doch der Ortsbeirat fürchtet die Kosten für die Anlieger. Um deren Höhe zu ermitteln, will die Bauverwaltung wenigstens eine Planung vornehmen lassen, möglichst günstig in Kooperation mit dem Landesstraßenbetrieb. Doch der Argwohn bleibt.

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Ortsvorsteherin Gabriela Krüger will erst wissen, wie teuer der Gehwegausbau in Deutsch Bork wohl wird.

Quelle: Andreas Koska

Deutsch Bork. „Bevor ein Beschluss für das Vorhaben gefasst wird, müssen die Anwohner informiert und gefragt werden“, sagt Michael Schlecht. Seine Kollegen im Ortsbeirat folgten der Auffassung. Die Vorlage für den Ausbau der Gehwege, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und gegebenenfalls der Errichtung von Parkplätzen an der Ortsdurchfahrt wurde daher nicht bestätigt.

Dabei ist besonders der Bürgersteig im katastrophalen Zustand. Eine Sanierung scheint längst fällig. Doch die Anlieger sind in Sorge. „Ich habe Angst vor zu hohen Kosten“, berichtet Gundula Hübner. „Mein Mann und ich sind Rentner und eine solche Belastung ist für uns schwer zu stemmen.“ Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU), Bürgermeister von Linthe, und André Bergholz hatten zumindest darum geworben, die Planungen zu beauftragen.

Straßenbau könnte bald beginnen

Dabei betonte der Bauamtsmitarbeiter, dass es gut wäre, ein Papier in der Schublade zu haben. „Ausbauen kann man später“, sagte er. Ortsvorsteherin Gabriela Krüger hingegen argumentiert, „Die Bürger müssen wissen, wohin die Reise geht.“ Die Verwaltung hofft, dass der Landesbetrieb Straßenwesen demnächst die L 851 Ortsdurchfahrt oder/und die Verbindungsstraße zwischen Alt Bork und Deutsch Bork sanieren wird.

Für die Vorbereitung des Ausbaus am Rande hat die Gemeinde Linthe 20 000 Euro im diesjährigen Haushalt eingestellt. „Allerdings könnte solche Planung preiswerter werden, wenn wir sie mit dem Landesbetrieb gemeinsam angehen“, glaubt der Tiefbauverantwortliche.

Man will keinen Freibrief ausstellen

Da die Anwohner 60 Prozent der Kosten tragen müssten, wollte der Ortsbeirat aber nichts beschließen. „Einen Beschluss wird es erst geben, wenn wir die Kosten kennen“, machte Manuel Voigt deutlich. Das Ortsbeiratmitglied will Amt und Gemeinde keinen Freibrief ausstellen. „Wichtig ist die Entscheidung im Dorf“, versuchte Ottheiner Kleinerüschkamp zu beschwichtigen. Er wolle nichts übers Knie brechen, so der Gemeindechef. Allerdings gab er zu bedenken, dass eine Kalkulation erst erfolgen kann, wenn Planungen vorliegen.

Nun soll es erst eine Einwohnerversammlung geben. In der Gemeindevertretersitzung am heutigen Mittwochabend steht das Anliegen ebenfalls zu Debatte. Da sich der Ortsbeirat nicht positioniert hat, wird wohl die Entscheidung vertagt. Eigentlich sind die Abgeordneten aber nicht an das Votum aus dem Dorf gebunden.

Von Andreas Koska

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