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Ortsdurchfahrt: Cammer ist bald wieder dicht

Zweite Sanierung Ortsdurchfahrt: Cammer ist bald wieder dicht

Mit Verspätung beginnt jetzt der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der Ortsdurchfahrt in Cammer. Sie wird für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Bis Oktober rollen hauptsächlich Bagger auf der Landesstraße im Dorf. Anlieger und Landwirte fürchten Beeinträchtigungen.

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Jetzt kann es losgehen: Am Dienstag ist der Baumschutz für die Baustelle an der Ortsdurchfahrt Cammer montiert worden.

Quelle: Koska

Cammer. Sieben Wochen später als ursprünglich geplant, rollen auf der Ortsdurchfahrt in Cammer jetzt wieder Bagger an. Für den Durchgangsverkehr ist die Strecke daher ab Dienstag nach Pfingsten voll gesperrt. Derzeit laufen erste Vorbereitungen für die Sanierung des zweiten Abschnittes der Landesstraße 85 im Dorf.

Über den Ablauf hatte Jürgen Franke vom Landesstraßenbetrieb Straßenwesen als Hauptbauherr bereits in einer Einwohnerversammlung im Gemeindehaus informiert. Demnach sind für die insgesamt 900 Meter lange Baustelle zwei Abschnitte vorgesehen. Begonnen wird mit dem Aufbrechen des Straßenbelags in Höhe der Parkzufahrt bis zur Lehniner Straße. Das Teilstück soll laut Franke bis Juli fertiggestellt sein. Danach wird der Abschnitt bis zum Ortsausgang Richtung Brück gesperrt. Insgesamt plant der Landesbetrieb den Abschluss aller Arbeiten im Oktober.

Eine Umleitung im Ort ist nicht vorgesehen. „Es gibt eine weiträumige Umleitungsempfehlung“, sagte Jürgen Franke. Die Ausweichroute führt über Golzow, Bad Belzig, Brück und Damelang sowie über Golzow, Lehnin, Borkheide und Brück.

Eine Million Euro verplant

Die Sanierungskosten für den zweiten Abschnitt werden mit einer Million Euro angegeben.

Die neue Straße erhält in Dorf eine Breite von 6,50 Metern.

In Höhe der Bushaltestelle an der Kirche entsteht eine Mittelinsel.

Verengungen an den Dorfeinfahrten wird es hingegen nicht geben.

„Einzig Rettungsfahrzeuge und die Schulbusse werden den Ort passieren dürfen“, betonte Franke und bat um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Sorgenfalten im Gesicht haben bereits Vertreter der Agrargenossenschaft „Planetal“. Sie fürchten, während der Erntezeit mit ihren Treckern und Erntemaschinen nicht durchzukommen und umständliche Umwege in Kauf nehmen zu müssen. „Es betrifft bei uns rund 350 Touren mit je etwa 40 Tonnen Ladung. Wir müssen damit nach Golzow“, sagte Jürgen Wernitz von der Agrargenossenschaft. Lösungen sollen nun in direkten Gesprächen zwischen dem Landesbetrieb und den Landwirten gesucht werden.

Auch die im ersten Bauabschnitt im Vorjahr stark belasteten Anwohner der Gartenstraße forderten Unterstützung. Der starke Umleitungsverkehr habe zu Belästigungen durch Staub und Lärm geführt und soll – bedingt durch den schlechten Zustand der Sandstraße – gar Risse an Häusern verursacht haben. Daher sagte der Landesbetrieb zu, die Straße vor Beginn der Bauarbeiten zu glätten. Außerdem werde die Polizei regelmäßig die Nutzer kontrollieren, da die Gartenstraße in der Bauzeit nur für Anlieger freigegeben sein wird. Ende Oktober sollen die Arbeiten an der Regenwasserentwässerung und dem Straßenkörper beendet sein. „Einzig die notwendige archäologische Untersuchung könnte zu Verzögerungen führen“, sagte Jürgen Franke.

Von Andreas Koska

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