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Ortsumfahrung L 77 neu soll kommen

Stahnsdorf Ortsumfahrung L 77 neu soll kommen

Mehr als zehn Jahre hat es gedauert, jetzt sollen die Bauarbeiten für die neue Landesstraße 77 in Stahnsdorf beginnen. Um die acht Millionen Euro soll die Maßnahme kosten, die unterm Strich Entlastung für den innerörtlichen Verkehr bringen soll.

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Derzeit sind die Planungen für die gewünschte Trasse durch das Gewerbegebiet in Stahnsdorf offenbar auf gutem Weg.

Quelle: privat

Stahnsdorf. Die mehr als zehnjährigen Bemühungen um eine Entlastungsstraße – L 77neu genannt – für Stahnsdorf könnten bald von Erfolg gekrönt sein. Nach am Dienstag nicht offiziell bestätigten Nachrichten, soll der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LBS) den Neubau der Landesstraße 77 als Ortsumfahrung für das Jahr 2018 angekündigt haben. Bauvorbereitende Maßnahmen (Baumfällungen) sollen schon im Herbst 2017 erledigt werden.

„Das ist ein tolles Signal für unsere Einwohner sowie die Gewerbetreibenden in Techno Park und Green Park. Gemeinsam mit der ‚Biomalzspange‘ als Verbindung nach Teltow werden wir Stahnsdorf vom Verkehr erheblich entlasten“, sagte Bürgermeister Bernd Albers (BfB). Allerdings bezog er sich nur auf eine Presseveröffentlichung, die vom LBS bis zum Redaktionsschluss der MAZ weder bestätigt noch dementiert worden ist. Die Gemeinde Stahnsdorf selbst hat laut ihrem Sprecher Stephan Reitzig keine offizielle Mitteilung vom Straßenbetrieb bekommen. Albers habe jedoch Mitte 2016 schon einmal eine Mitteilung erhalten, die den Projektbeginn für 2017/18 in Aussicht gestellt hat, so Reitzig. In seinen Haushalt 2017 hat Stahnsdorf für die Anbindung der Blumensiedlung an die Landesstraße 77 neu bereits 630 000 Euro eingestellt.

Die L 77neu, die von der Ruhlsdorfer Straße aus kurz hinter dem Sportstudio „Fit 2000“ übers Feld bis zur Landessstraße 40 neu/Höhe Siedlung Marggrafshof führen soll, hatte immer hinter dem Bau der neuen L 40 zurücktreten müssen, die zwischen Potsdam und der B101 zum neuen Flughafen BER geplant war und im Februar 2014 offiziell freigegeben wurde. Abgeschrieben war die L77 neu aber noch nicht. Sie wurde immer auch von den Anliegern der Gewerbebetriebe als schnelle und direkte Anbindung für die spätere L 40 in Richtung Berlin und Potsdam und an die südlichen Gewerbegebiete gefordert. Der Güterfelder Damm und die Ruhlsdorfer Straße könnten auf Dauer nicht den ganzen Verkehr in Richtung Süden allein aufnehmen.

Voraussichtlich im Frühjahr 2018 würden die Bauarbeiten in zwei Abschnitten starten. Zwischen der Ruhlsdorfer Straße und dem neuen Kreisverkehr am Gewerbegebiet soll die Straße sechseinhalb Meter breit werden. An der Quermathe und dem Enzianweg soll es Kreisverkehre geben. Geh- und Radwege sind geplant. Zwischen dem Gewerbegebiet und der L 40 soll die Straße dann acht Meter breit werden. „Die L 77 neu ist in Verbindung mit der zukünftigen Biomalzspange eine wunderbare Ergänzung des Teltower Spangensystems. Wir erwarten eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität für die Bewohner der Iserstraße“, sagte Teltows 1. Beigeordnete Beate Rietz.

Trassenbau bleibt heikles Thema

Der Bau der Ortsumgehung – Landesstraße 77 neu – ist seit Anfang 2000 ein heikles Thema. Schon 2002 wurde die Linienführung festgelegt, 2007 ein Planfeststellungsverfahren begonnen. Dann geriet alles wegen eines Rechtsstreits mit einem Landbesitzer bis 2014 ins Stocken.

Entlastung für die Ruhlsdorfer Straße und den Güterfelder Damm soll die Trasse bringen. Für andere, wie das Blumenviertel, könnte sie neuen Lärm verursachen. Dort wurde eine Interessenvereinigung gegründet.

Von Claudia Krause

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