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Ortsvorsteher sorgt sich um die Dorfteiche

Borne Ortsvorsteher sorgt sich um die Dorfteiche

Die Dorfteiche in Borne wuchern zu. Allgemeine Verlandung und Überschwemmungen bei Schneeschmelze oder Starkregen drohen. Weil die Stadt Bad Belzig offenbar nicht in der Lage ist, zu helfen, sucht Ortsvorsteher Werner Sternberg neue Verbündete.

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Werner Sternberg am großen Dorfteich in Borne.

Quelle: Christiane Sommer

Borne. Die Dorfteiche im Hohen Fläming entwickeln sich vielerorts zu Sorgenkindern. Zu ihnen gehören die beiden einst als Löschwasserreserve angelegten Gewässer in Borne. In dem 160-Einwohner-Dorf will man der stetig voranschreitenden Verlandung nicht mehr nur zusehen.

Seit mehreren Jahren steht der Zustand der Teiche deshalb in regelmäßigen Abständen auf der Tagesordnung des Ortsbeirats. Das Gremium sieht darin die einzige Möglichkeit, auf die Missstände hinzuweisen. Die Hoffnung, dass die Stadt Bad Belzig diese Appelle ernst nimmt und nach Renaturierungsmöglichkeiten sucht, erfüllte sich bislang jedoch nicht. Zuletzt hat Bauamtsleiter Christoph Grund darum gebeten, die Thematik nicht andauernd auf die Tagesordnung zu setzen. Der Vizebürgermeister begründete das mit ohnehin mangelnden finanziellen Möglichkeiten der Kommune, in der Sache aktiv zu werden. Selbst ein Gutachten kann aktuell nicht bezahlt werden. Im Ortsbeirat sorgte dies für Unverständnis. „Sie haben seit zehn Jahren kein Geld für die Erarbeitung eines Konzeptes“, kritisierte Ortsvorsteher Werner Sternberg.

Bei einem Ortstermin schilderte er nachfolgend die Problematik. Der Schilfbewuchs an den beiden Teichen ist mittlerweile stark vorangeschritten. Der 73-Jährige fürchtet, dass eine Wasserentnahme im Brandfall nicht mehr möglich sei und es bei Starkregen zu Überschwemmungen kommt. „Die Wasserfläche wird von Jahr zu Jahr kleiner“, so der Dorfchef kopfschüttelnd.

Rückendeckung bekommt Werner Sternberg zwischenzeitlich von den Christdemokraten im Stadtparlament. Tobias Paul besichtigte kürzlich persönlich mit einem Geoökologen die Borner Dorfteiche. Ihr Fazit bestätigte die Befürchtungen. Durch die Einleitung von Oberflächenwasser aus der Belziger Straße und der Gruboer Straße sowie dem kleineren Teich gelangen Nährstoffe und Sandablagerungen in den Hauptteich und sorgen dort für eine weitere Verschlammung und Schilfbewuchs. Nicht auszuschließen ist ferner, dass anliegende Grundstücke bei heftigen Schneeschmelzen und Regenschauern von Überflutungen betroffen sein könnten.

Neun Fragen haen die beiden jungen Männer nun zusammengestellt. Christoph Grund bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens. „Wir werden den Katalog natürlich sachlich detailliert beantworten“, so der Verwaltungsbeamte. Die Borner Dorfteiche dürften damit also künftig weiter für Gesprächsstoff sorgen.

Von Christiane Sommer

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