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Paradies für Kinder und Käuze

Förderverein in Stücken gestaltet Naturpark mit Paradies für Kinder und Käuze

Seit 25 Jahren gestaltet der Landschaftsförderverein in Stücken den Naturpark Nuthe-Nieplitz mit. In dieser Zeit verschwanden alte Stallanlagen, wurden Aussichtstürme aufgestellt und ein international anerkanntes Vogelschutzgebiet gesichert. Darüber hinaus leben dort unzählige Kraniche und Käuzchen wurden neu angesiedelt.

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Der Spielplatz für Alle am Naturparkzentrum, im März 2015 eröffnet, ist regelmäßig gut belagert.

Quelle: Peter Koch

Stücken . Wenn die Kraniche ziehen oder der Rotmilan über die Wiesen an Nuthe und Nieplitz kreist, dann wird es oft eng für Besucher auf den Aussichtstürmen im Naturpark. Im Jahr 1999 gegründet, dehnt sich das grüne Paradies nahe Potsdams und Berlins auf 625 Quadratkilometer aus. „Wenn wir zu Wanderung einladen, ob durch die Landschaft oder mit Ornithologen, kommen die Städter oft in Scharen. Da reichen die Plätze oft nicht aus“, sagt Christa Schmid. Die 65jährige Vereinsvorsitzende engagiert sich seit der Gründung des Landschaftsfördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung vor 27 Jahren für die heutige Naturlandschaft. „Ihr Bild hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert“, sagt Schmidt. „Aber all unsere Anstrengungen haben sich gelohnt. Der Naturpark ist beliebt, jedes Jahr kommen mehr, über 30 000 allein in das Naturparkzentrum im Glauer Tal bei Blankensee.“

Die Entwicklung des Naturschutzgroßprojektes vor den Toren der Hauptstadt förderten der Bund und das Land mit 15 Millionen Euro. Mit dem Wandel der Landschaft, der Umgestaltung von intensiv genutzten Ackerflächen in Grünland und Wiese am Rande von See und Flüsschen bekam die Region nicht nur ein neues Antlitz sondern auch einen Anziehungspunkt. 600 Hektar Wald ließ der Verein begrünen, auf 30 Kilometer wurden Hecken, Alleen und Gräben bepflanzt. Von 50 000 Tonnen Beton wurde die Landschaft befreit als unter anderem alte Stallanlagen verschwanden.

„Es ist ein international anerkanntes und geschütztes Vogelschutzgebiet gewachsen“, sagt Peter Koch vom Förderverein. „Allein die 35 Brutreviere für den Kranich und die 15 Brutpaare der angesiedelten Kauze machen das Revier einzigartig in Deutschland.“ Stolz ist der Verein auf die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung des Golfplatzes am Seddiner See, wo man die kleinen Käuzchen regelrecht ins Herz geschlossen hat.

Doch beim Schutz der Landschaft und neuen Angeboten für Naturfreunde sieht sich der Verein auch mit Konflikten konfrontiert. „Natürlich wollen wir die Moore erhalten und wieder beleben, aber wir sind auch auf gutem Wege mit den Landwirten geeignete Lösungen zu finden“, sagt Koch. „Außerhalb der Schutzgebiete wird zunehmend großräumiger und billiger auf Kosten der Landschaft und Tierwelt produziert. 2000 Hektar Spargelanbaufläche hinterlassen Spuren.“ Der Verein will auch künftig mit Partnern alles dafür tun, dass eine vielfältige Landschaft und kostbare Lebensräume erhalten bleiben. Das heißt nicht, dass der Verein Wald, Wiesen und Seen vor Besuchern verschließen will, sondern die Landschaft für Besucher behutsam erschließen will. „Dazu gehören Aussichtspunkte, angelegte Stege wie am Blankensee und am Riebener See“, sagt Christa Schmid. „Nicht zu vergessen unsere mehr als 80 Veranstaltungen und Wanderungen im Jahr, die wir für unsere Besucher und Stammgäste aus nah und fern anbieten.

Wie aus einer anderen Welt

Etwa 20 Kilometer südlich von Berlin und unweit von Potsdam beginnt eine Landschaft wie aus einer anderen Welt – der Naturpark Nuthe-Nieplitz.

Die namensgebenden Flüsse Nuthe und Nieplitz entspringen im Fläming und strömen der Havel entgegen.

In den Feuchtwiesen und naturnahen Bruchwäldern brüten viele Vogelarten. Im Frühjahr und Herbst rasten hier Zehntausende Gänse und Kraniche.

Ein absoluter Kontrast erwartet die Besucher im Süden des Naturparks. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog ist ein einzigartiges Wildnisgebiet aus Dünenlandschaften, Heiden und Wäldern entstanden.

Die Natur kann sich im Wildnisgebiet frei entwickeln und es entsteht wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere, wie zum Beispiel das seltenste Säugetier Deutschlands – den Wolf.

Von Regine Greiner

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