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Potsdam-Mittelmark Paradies inmitten der pulsierenden Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Paradies inmitten der pulsierenden Stadt
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00:19 16.06.2017
Franka Häusler im Bibel-Garten: Die Chefin des Teltower Kräutergartens ist stolz auf die Anlage, hat aber noch viel mehr Pflanzen zu bieten. Quelle: Jürgen Stich
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Teltow

Wer sich von der viel befahrenen Lichterfelder Allee hinein auf das Gelände des Teltower Diakonissenhauses wagt und auf den verschlungenen Wegen bis an den Rand des Geländes geht, der steht vor einem Gartentor, hinter dem sich ein kleines Paradies öffnet. Und das ist in diesem Fall sehr wörtlich zu nehmen, denn urplötzlich steht man in einem Garten voller biblischer Pflanzen.

„Nur zum Anschauen, nicht zum Verkauf“, sagt Franka Häusler und zupft da und dort ein Blatt von den Sträuchern. Die Chefin des Teltower Kräutergartens ist stolz auf die kleine Anlage. Schildchen weisen Besucher auf die Stellen in der Bibel hin, wo die entsprechenden Pflanzen vorkommen. Knapp hundert Gewächse aus der Heiligen Schrift gibt es hier, gruppiert nach Wüstenpflanzen, Dornen und Disteln, Feldblumen, Heilmitteln und Gewürzen. Der Bibelpfad ist aber nur ein kleiner Teil des Kräutergartens, den Franka Häusler gemeinsam mit 13 Beschäftigten bewirtschaftet. Gelegentlich stoßen junge Leute aus dem freiwilligen sozialen Jahr dazu. Als Teil der „Teltower Diakonischen Werkstätten“ bietet der Kräutergarten jungen Menschen mit Behinderung eine Ausbildung im Gartenbereich, an die sich auch eine feste Anstellung anschließen kann.

Ein Hofladen lädt zur Einkaufstour ein

Der Kräutergarten gehört zu den „Diakonischen Werkstätten“ und bieten Menschen mit Behinderung Ausbildung und Beschäftigung.

Die Öffnungszeiten der 1,8 Hektar großen Anlage sind Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und 13.15 bis 15 Uhr sowie Samstag (April bis September) von 10 bis 14 Uhr.

In einem kleinen Hofladen können Besucher Kräuter und Kräuterprodukte erwerben. Unter anderem sind Tees und frisches Gemüse im Angebot.

„Keine Chemie!“, lautet das Motto von Franka Häusler und ihren Schützlingen. „Wir haben ein Bio-Zertifikat, weil unser Saatgut und unser Dünger rein biologisch sind“, erklärt sie. Insekten sorgen für die Dezimierung von Schädlingen, die Jauche wird selbst hergestellt. Unter den Zelten, in den Gewächshäusern und im Freien wachsen aber nicht nur Kräuter. Der Garten bietet den Kunden auch Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Auberginen, Zucchinis und Buschbohnen. „Breit, ohne Fäden“, beschreibt Häusler die Bohnen, „es ist die alte Sorte Herold, die wir hier anbauen.“

Auch bei den Tomaten setzt der Kräutergarten auf Vielfalt. „Wir haben über viele Jahre experimentiert und Gespräche mit den Kunden geführt. Am Ende sind 15 Tomatensorten übrig geblieben, die den Geschmack der Menschen ganz gut treffen.“ Das Geschäft läuft gut. Teltower, Potsdamer und erstaunlich viele Berliner haben den Kräutergarten für sich entdeckt. Das Gefühl, natürliche Produkte zu erwerben und gleichzeitig eine Einrichtung zu unterstützen, die Behinderten Chancen bietet, motiviert Pflanzenliebhaber zum Kauf.

Jenseits der zwei Gewächshäuser breitet sich noch ein Kartoffelacker aus. Franka Häusler geht voran und weist in die Ferne. Teltow wächst und die neuen Wohngebiete kommen dem Paradies immer näher. Es ist noch nicht spruchreif, ob der Kräutergarten Gelände abgeben muss. Jeder Meter ist kostbar. Die kleine, grüne Lunge beherbergt zwei Bienenvölker und wer die Lehrlinge beim Umtopfen beobachtet, ihren Eifer und ihr Lächeln bemerkt, der kann und will sich nicht vorstellen, dass es den Kräutergarten einmal nicht mehr geben sollte. Doch da ist Gott vor – und der Garten mit den biblischen Pflanzen: „Nur gucken, nicht anfassen!“

Von Jürgen Stich

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