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Parkplatz-Problem geglättet

Neu-Ansiedlung nicht gefährdet Parkplatz-Problem geglättet

Als die Max-Bahr-Baumarkt-Kette bundesweit dicht gemacht hat, waren auch die Teltower traurig über ihre Filialschließung. Dass sich jetzt ein neuer Investor gefunden hat, der dort an der Oderstraße seine Zelte aufschlägt und Möbel zum Abholen anbietet, brachte nicht nur Freude, sondern auch Clinch wegen Pkw-Stellflächen.

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Wo Max Bahr, sollen bald XXXL-Lutz-Möbel abholbar sein. Die Parkplätze sollten reichen.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Das Parkplatzproblem am künftigen Möbelmarkt an der Oderstraße, dort wo früher der Max-Bahr-Baumarkt firmierte, ist geklärt. „Wir haben uns mit der Stadt geeinigt.“ Das sagte Michael Waiser, Geschäftsführer Expansion Deutschland Nord der NH Immobilien GmbH, und Projektentwickler. Allerdings habe er noch keinen Vertrag. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat der Bauantrag zum „Umbau eines Baumarktes zu einem Möbelmarkt in der Oderstraße 43“ das „gemeindliche Einvernehmen“ erhalten. Dagegen wurde der Antrag auf Abweichung von der Stellplatzsatzung nur „teilweise bejaht“. Demnach sind 15 Stellplätze nach der Stellplatzsatzung abzulösen, heißt, der Projektentwickler muss dafür zahlen, dass er nicht die üblicherweise festgelegte Anzahl von Stellflächen gemäß seiner Nutzfläche vorhält, wie es sich die Mehrheit der Stadtverordneten gewünscht hatte. „Für die übrigen 110 Stellplätze wird die Abweichung genehmigt“, heißt es in dem Beschluss. Laut Waiser siehe sein Plan am Ende rund 190 Stellplätze am Möbelmarkt vor.

Zum Hintergrund: Seit Ende 2013 ist der einstige Max-Bahr-Baumarkt an der Oderstraße geschlossen. Verwaltung und Stadtverordnete freuten sich über die Neuansiedlung. Aber dann begann kurzzeitig im Hauptausschuss ein Gefeilsche um die Anzahl der Stellflächen und eine Ablöse für Nichterfüllung. Nach der Stellplatzsatzung der Stadt müsste der Möbelmarkt im Verhältnis zur Verkaufsfläche insgesamt 312 Parkplätze anbieten. Auf der Grundlage eines Verkehrsgutachtens halten Immobiliengesellschaft und Stadt allerdings eine Größenordnung von 187 Stellflächen – so viele, wie es auch für den Baumarkt waren – für durchaus ausreichend. Vor der parlamentarischen Sommerpause hatten sich Stadt und Investor einigen sollen.

Wie berichtet, will die AL Immobilienverwertungs- und -verwaltungs GmbH, eine Tochter des in Österreich gegründeten Einrichtungshauskonzerns XXXLutz, den einstigen Baumarkt zu einem SB-Möbelkaufhaus umbauen lassen. Die Mömax Deutschland GmbH – eine andere Tochter – will den Komplex dann weiterführen. Die Verkaufsfläche wird um etwa 150 Quadratmeter auf 6210 Quadratmeter verringert zugunsten des Lagers, das auf 6000 Quadratmetern die abholbereiten Möbel lagern will.

Eigentlich plant der Investor, spätestens zum Jahresende 2016 den Möbelmarkt eröffnet zu haben. Bis jetzt hat er aber noch keine Baugenehmigung. Das Landratsamt Potsdam-Mittelmark habe ihn wegen der Urlaubszeit vieler Kollegen auf „mindestens Ende August“ vertröstet. „Dann werde ich die Genehmigung vielleicht im September haben“, mutmaßt Waiser. Ob dann noch in diesem Jahr mit der Baumaßnahme begonnen werden kann, sei fraglich. Nur wenn die Gründung und das Fundament fertig liegen, könne noch vor dem Frost angefangen werden, so der Projektentwickler zur MAZ.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) hatte davor gewarnt, hohe Ablösegelder einzufordern, für deren Wiedereinsetzung zur Schaffung von Parkraum ohnehin keine freien öffentlichen Flächen im Umfeld hätte.

Von Claudia Krause

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