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Potsdam-Mittelmark Partnerstädte setzen auf echte Freundschaft
Lokales Potsdam-Mittelmark Partnerstädte setzen auf echte Freundschaft
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16:49 01.05.2017
Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD, l.) erhielt von Alois Steinkamp aus Ahlen eine geheimnisvolle, längliche Kiste als Geschenk. Quelle: Laude
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Teltow

Volles Haus am im Stubenrauchsaal: Am Vorabend des Kirschblüten- und zwei Tage vor dem Maifest trafen Bürger aus den Partnerstädten Teltow, Ahlen und Gonfreville-l’Orcher zusammen. Gäste aus Zagan stießen am Sonnabend zum Festwochenende dazu. Organisiert hatte das Treffen auf Seiten der Gastgeber der Verein „Teltow ohne Grenzen“. Für die musikalische Ausgestaltung sorgte die Kleinmachnower Gruppe „So What“ – dezenter Jazz, der Gesprächen nicht im Wege stand, aber auch nicht in die undankbare Funktion von Hintergrundmusik zu geraten drohte.

So enge Städtepartnerschaften, wie sie Teltow unterhält, sind etwas Besonderes. Viele Kommunen haben ihre einst feierlich beschworenen Beziehungen im Laufe von Jahren und Jahrzehnten schlichtweg einschlafen lassen, anderswo beschränken sich die Kontakte auf Besuche und Gegenbesuche von Bürgermeistern, ein paar Verwaltungsleuten und vielleicht noch dem Chef des Schützenvereins – Bürgermeister-Reisen, satt Bürgerreisen.

Die Bürgerreise aus der westfälischen Stadt Ahlen, mit der der Partnerschaftsvertrag vor knapp 26 Jahren unterzeichnet wurde, hatte der Verein für Städtepartnerschaften organisiert. Er hat 77 Mitglieder. Die Reisen stehen aber auch Nichtmitgliedern offen. Ahlener sind in jedem Jahr Gast beim Kirschblütenfest. Viele Teilnehmer nutzten diesmal gleich nach ihrer Ankunft die Gelegenheit, das Industriemuseum zu besichtigen. Auch zwei Kinder-Fußballmannschaften konnten dort zur Führung begrüßt werden.

Den Bus hat Alois Steinkamp, Vorstand des Partnerschaftsvereins, selbst gefahren. Übernachtet wurde im Hotel – weil die Zahl der Gäste in Teltow diesmal so groß war, da das Kirschblütenfest und das Maifest, zu dem immer die Gäste aus Gonfreville kommen, diesmal direkt aufeinanderfolgten. Bei kleineren Gruppen versucht der Verein „Teltow ohne Grenzen“, so vielen Besuchern wie möglich Privatquartiere anzubieten. Auch das ist etwas Besonderes. So entstanden aus den „offiziellen“ Kontakten auch persönliche Freundschaften. „Das ist für uns der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Alain Gamper, der Vorsitzende von „Teltow ohne Grenzen“, der selbst gebürtiger Franzose ist, in West-Berlin Germanistik studiert hatte und dann als Soldat Dolmetscher beim französischen Stadtkommandanten wurde. Inzwischen seien sogar Netzwerkverbindungen entstanden. So trifft man sich beim Ahlener Stadtfest im Sommer auch gern mit den Gästen aus den anderen Partnerkommunen der einstigen Bergbaustadt, Differdingen (Luxemburg) und Pensberg (Bayern). „Ahlen hat zu diesen beiden Partnerstädten ähnlich enge Verbindungen wie zu Teltow“, sagt Christa Schwab vom Partnerschaftsverein. Auch Gonfreville-l’Orcher legt großen Wert darauf, die Partnerschaft mit Teltow ständig mit Leben zu erfüllen. Erste partnerschaftliche Kontakte zu der Gemeinde in der Normandie wurden schon vor 50 Jahren geknüpft. Zagan, im Südwesten Polens gelegen, ist seit elf Jahren Partnerstadt.

Auch wenn, wie gesagt, Partnerschaftstreffen in Teltow keine Bürgermeister-Veranstaltungen sind, Stadtoberhaupt Thomas Schmidt (SPD) war trotzdem da. Er hat jeden Gast persönlich begrüßt. Und Alois Steinkamp hatte vorsorglich eine längliche Kiste mitgebracht, über deren Inhalt er keine genauen Angaben machte. Es soll sich um eine Art hochprozentigen Fruchtsaft handeln, der in Ahlen eine Spezialität sei.

Von Stephan Laude

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