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Potsdam-Mittelmark Pegida trifft am Mittwoch erneut auf viel Protest
Lokales Potsdam-Mittelmark Pegida trifft am Mittwoch erneut auf viel Protest
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19:25 08.02.2016
Am Mittwoch wird es insgesamt vier Demos geben, die gegen die Kundgebung der Pegida-Anhänger demonstrieren. Quelle: Julian Stähle
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Nuthetal

Die Pegida-Demo Nr. 5 von Potsdam am Mittwochabend bleibt am Stadtrand außerhalb der Stadt. Die Islamfeinde sammeln sich 18.30 Uhr am Bahnhof Rehbrücke auf Rehbrücker Seite und halten nach MAZ-Informationen eine erste Kundgebung an der Verkehrsinsel vor dem Autoteilehändler ATU ab. Sie wollten eigentlich in den Ortsteil hinein laufen und neben dem Rewe- und Aldi-Parkplatz eine weitere Kundgebung abhalten, ehe sie zum Bahnhof zurückkehren und abreisen. Doch am Montagabend verdichteten sich die Hinweise darauf, dass sie schon an der Kreuzung der Arthur-Scheunert-Allee mit der Straße Am Buchhorst umgelenkt werden nach Alt Drewitz, um von dort das Potsdamer Kirchsteigfeld und die Straßenbahn in Drewitz zu erreichen.

So liefen die letzten Pegida-Demos:

Liveticker vom 11. Januar

Liveticker vom 20. Januar

Liveticker vom 27. Januar

Liveticker vom 03. Februar

Vier Gegendemos angemeldet – ein Anmelder noch unbekannt

Es sind inzwischen vier Gegendemonstrationen anmeldet worden. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ postiert sich auf Potsdamer Seite an der Buswendeschleife vor dem Bahnhof, das „Bündnis Tolerantes Nuthetal“ darf bis an die Straße Am Buchhorst heran rücken; auch das ein Indiz für den Pegida- Spaziergang“ durch das Industriegebiet Drewitz und das Dort Alt-Drewitz. Ein bürgerlicher Demonstrationszug darf sich vom Magnus-Zeller-Platz im Schlaatz aus zum Bahnübergang Drewitzer Straße bewegen und bliebe dort weit von der Pegida-Demo stehen. Über den vierten Anmelder war am Montagabend noch nichts bekannt.

Die Polizei wird dem Vernehmen nach wieder so viel Einsatzkräfte wie vergangenen Mittwoch am Schlaatz aufbieten, etwa 1000 Männer und Frauen aus mehreren Bundesländern.

Supermarkt könnte ab 16 Uhr schließen

Sollte die Pegida-Demonstration nach dem Antrag der Veranstalter doch bis zum Nahversorgungszentrum an der Kreuzung Arthur-Scheunert-Allee/Am Rehgraben kommen und dort eine Kundgebung abhalten, wird Marktleiterin Claudia Fischer die Rewe-Filiale ab 16 Uhr schließen, wie es vergangenen Mittwoch die beiden Rewe-Märkte am Schlaatz getan haben. Ob die gleichfalls am Rehgraben liegende Aldi-Filiale in dem Fall auch zu macht, wollte die Marktleitung der MAZ gegenüber am Montagabend noch nicht sagen. Die Aral-Tankstelle nebenan wird im Angesicht einer Pegida-Versammlung den Zapfbetrieb zwar aufrecht erhalten, aber ihren Verkaufsraum schließen und auf Nachtbetrieb umschalten, kündigt Pächter Matthias Berkowsky an. Dann bleibt das Personal von der Kundschaft bzw. von Randalierern räumlich getrennt; der Zahlungsbetrieb läuft nur noch über ein gesichertes Schiebefach. Berkowsky sähe es lieber, wenn man den Pegida-Demonstranten weniger öffentliche Aufmerksamkeit schenkt und die Gegendemos mitsamt der teuren Polizeieinsätze zurückfährt: „Was, wenn es eine Pegida-Demo gibt, und keiner geht da hin?!“

Unterdessen wurde bekannt, dass Demo Nr. 6 am Mittwoch nächster Woche in der Wetzlarer Straße beginnen und vermutlich zum Neubauwohngebiet Am Stern führen soll. Übernächste Woche soll das Bornstedter Feld zum Aufmarschgebiet werden.

Sollte der Pegida-Umzug am Mittwoch doch das Nahversorgungszentrum von Rehbrücke erreichen, schließt Rewe seine Filiale ab 16 Uhr. Aldi hat sich noch nicht geäußert. Quelle: MAZ/Schüler

Von Rainer Schüler

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