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Pendler müssen noch fünf Jahre warten

Mittelmark Pendler müssen noch fünf Jahre warten

Die zwischen Nuthetal und Hohem Fläming gewünschten Fahrplan- und Linien-Optimierungen für RE 7 und RB 33 sind zugesagt. Allerdings müssen sich Pendler und Ausflügler in Geduld üben. Sie treten allerdings frühestens in fünf Jahren in Kraft.

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Doppelstock-Waggons sollen langfristig wieder zwischen Dessau und Berlin eingesetzt werden.

Quelle: michael greulich

Bad Belzig. Der Regionalexpress 7 zwischen Bad Belzig und Berlin wird zu Stoßzeiten im Halbstundentakt verkehren. Möglichst vier Doppelstockwaggons sollen dem Fahrgastaufkommen entsprechend zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird mit der Regionalbahn 33 aus Jüterbog/Treuenbrietzen ab Michendorf auf einer neuen Route zum Potsdamer Hauptbahnhof geführt und so die Trasse nach Berlin-Wannsee entlasten.

Bis es soweit ist, müssen die Pendler und Ausflügler aber noch Geduld aufbringen. Denn frühestens in fünf Jahren können sie mit diesen Verbesserungen rechnen. Derzeit wird nämlich gerade erst die Ausschreibung des Liniennetzes Elbe-Spree vorbereitet. Bei dem Verfahren ab Ende diesen Jahres werden die Betreiber ausgesucht, die ab 2022 dann voraussichtlich zwölf Jahre lang die von der Landesregierung Brandenburg gewünschte Dienstleistung erfüllen. Das ist beim sogenannten Regionaldialog zur Erörterung des Nahverkehrsplanes angekündigt worden.

„Der Tenor hat sich geändert“, bestätigt Egbert Neumann. „Anders als bisher ist dieses Mal nirgendwo mehr von Strecken-Abbestellungen die Rede“, sagte der Referent des Infrastruktur-Ministeriums bei der Vorstellung im Technologie- und Gründerzentrum. Für die genannten Linien im Süden des Kreises Potsdam-Mittelmark wird nach den „Korridoruntersuchungen“ des Verkehrsverbundes eingeschätzt, dass es – spätestens ab Bad Belzig und Beelitz (Stadt) – Nachfragesteigerungen geben wird.

Sie könnten jedoch mit Angebotssteigerungen wie der Taktverdichtung auf der bestehenden Infrastruktur realisiert werden, heißt es. Debra Reußner von der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark mahnte nochmals die regelmäßig stündliche Verbindung nach Dessau, inklusive der Station Medewitz, an.

Prognosen fordern heraus

Zwischen Dessau und Bad Belzig wird bis 2030 mit einer Zunahme des Fahrgastaufkommens von sechs Prozent gerechnet. Dies ist nach Berechnung des Verkehrsverbundes mit den aktuellen Angeboten zu realisieren.

Zwischen Bad Belzig und Potsdam-Berlin wird mit 30 bis 40 Prozent mehr Nachfrage kalkuliert. Handlungsbedarf liegt dann auf der Hand. Deshalb sind Taktverdichtung und Verbesserung des Wagenangebots auf der RE 7 angestrebt.

Zwischen (Treuenbrietzen)/Beelitz-Stadt und Potsdam werden auf der RB 33 Steigerungen von 70 Prozent vorhergesagt.

Das wäre es eigentlich,was die Anrainer-Kommunen zwischen Nuthetal und Hohem Fläming lieber früher als später fordern. Das entsprechende Positionspapier, das die Verwaltungschefs im Frühjahr unterzeichnet haben war Ministerin Kathrin Schneider (SPD) zu Beginn des Forums von Roland Leisegang (parteilos) überreicht worden. „Jetzt herrscht zumindest Klarheit, wohin die Reise gehen soll“, sagte der Bürgermeister nach der Veranstaltung.

Wohl wissend, dass sich für die Kur- und Kreisstadt nicht minder Herausforderungen ergeben. Unmittelbar wird es weitere Parkplätze am Fläming-Bahnhof brauchen. Sollte sich die attraktive Verbindung etablieren, müssten Wohnraum und Bauland, Schulen und Tagesstätten geschaffen werden.

Kurzfristig wird das Leiden in vollen Zügen weitergehen. Denn zum nächsten Fahrplanwechsel sind keinerlei Veränderungen auf den hiesigen Routen vorgesehen, wie Tobias Potratz (CDU) auf Nachfrage von der Ressortchefin erfahren musste. Unter anderem hätten die Verkehrsunternehmen bundesweit große Probleme genügend Wagen aufzutreiben, um überhaupt die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.

Doch selbst die frohe Zukunft ist natürlich nicht gewiss, wie Kathrin Schneider den zahlreichen Teilnehmern am Diskurs zu bedenken gab. Die Möglichkeit, die RB-33-Linie in die Mitte der Landeshauptstadt zu führen, setze beispielsweise den Ersatzbau der seit 1998 gesperrten Brücke über die Wetzlarer Bahn (RE 7) bei Beelitz voraus. Zumindest ist das der Plan, dessen Verwirklichung freilich noch aussteht.

Von René Gaffron

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